20. August 2019 / 11:46 Uhr

Florian Ziehmer führt Eutin 08 mit unwiderstehlichem Solo zum Dreier gegen Bordesholm

Florian Ziehmer führt Eutin 08 mit unwiderstehlichem Solo zum Dreier gegen Bordesholm

Jan-Philipp Wottge
Kieler Nachrichten
Im Fallen kommt Eutins Kevin Ferchen (links) zum Abschluss. Bordesholms Felix Schlagelambers (re.) kommt zu spät.
Im Fallen kommt Eutins Kevin Ferchen (links) zum Abschluss. Bordesholms Felix Schlagelambers (re.) kommt zu spät. © Jan-Phillip Wottge
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Eutin 08 ist zurück im Geschäft: Die zwei Niederlagen zum Saisonauftakt in der Fußball-Oberliga konterten die Rosenstädter mit zwei Zu-Null-Siegen. Der 2:0-Heimerfolg gegen den TSV Bordesholm war jedoch erst einer signifikanten Leistungssteigerung nach der Halbzeit geschuldet, bot aber den erfolgreichen Rahmen für die folgende Einstandsfeier der Neuen.

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„So kann man wenigstens feiern“, atmete Florian Ziehmer nach dem hart erkämpften Sieg unter Flutlicht durch. Der 08-Kapitän avancierte zum umjubelten Matchwinner. Sein magischer Moment machte den Unterschied. Unwiderstehlich zündete der 30-Jähige an der Mittellinie den Turbo, überrannte die halbe Bordesholmer Defensive, umkurvte TSVB-Keeper Felix Rathjen und schob überlegt zum 1:0 (76.) ein. Anerkennende Ah- und Oh-Rufe der 160 Zuschauer am Waldeck durchdrangen die Dunkelheit. „Dieser Antritt ist unglaublich und sucht auf diesem Niveau seinesgleichen“, huldigte 08-Coach Dennis Jaacks seinem Regisseur. Eutin bog auf die Siegerstraße ein.

Jaacks: „Wir haben uns belohnt, nachdem wir den Schalter umgelegt haben.“

Darauf hatte in der ersten Halbzeit fast gar nichts hingedeutet: Pomadig, fehlerbehaftet, uninspiriert – Eutin 08 ließ 45 Minuten nahezu alles vermissen, was man benötigt hätte, um den taktisch gut organisierten TSV Bordesholm aus der Reserve zu locken. Die Gäste vergaßen indes nur, dass man Tore erzielen muss, wenn man gewinnen will. „Fußball ist ein Ergebnissport. Wir haben trotz guter Chancen nicht getroffen“, bekannte Bordesholms Coach Björn Sörensen, der der Eutiner Spielweise den Stempel „destruktiv“ aufdrückte. Und bisweilen war es auch so. Die Eutiner zogen sich weiter in ihre eigene Hälfte zurück, um Räume zum Kontern zu generieren. „Wir haben zwar interessante Ballgewinne forciert, doch daraus haben wir nichts gemacht“, analysierte Jaacks, der daraufhin in der Halbzeitpause deutliche Worte gegenüber seinem Team wählte: „Wir sind überhaupt nicht richtig in die Situationen gekommen, haben uns zu viele technische Fehler erlaubt.“

Es wirkte. „Wir haben die richtige Reaktion gezeigt“, lobte Jaacks die zweiten 45 Minuten. Mehr Tempo, mehr Torabschlüsse, mehr Zweikampfintensität. Eutin 08 hielt nun auf Augenhöhe dagegen. Und eines hatten die Nullachter den Bordesholmern voraus: Sie waren effizienter. Zwar vergaben auch Kevin Ferchen und Christian Sankowski aussichtsreich, aber Ziehmer (76.) und Sören Lepin (89.) trafen eben auch. „Wir haben uns belohnt, nachdem wir den Schalter umgelegt haben. Mit sechs Punkten aus vier Spielen sind wir solide gestartet. Jetzt müssen wir ins Gleichgewicht zwischen defensiver Stabilität und offensivem Spektakel kommen“, fordert Jaacks. Nächste Chance: Sonnabend um 14 Uhr gegen den SV Frisia 03 Risum-Lindholm.

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