03. Januar 2017 / 22:15 Uhr

Flügelflitzer im Anflug: VfL und Ntep sind sich einig

Flügelflitzer im Anflug: VfL und Ntep sind sich einig

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Er soll beim VfL auf dem Flügel Dampf machen: Wolfsburg will unbedingt den pfeilschnellen Nationalspieler Paul-Georges Ntep von Stade Rennes verpflichten.
Er soll beim VfL auf dem Flügel Dampf machen: Wolfsburg will unbedingt den pfeilschnellen Nationalspieler Paul-Georges Ntep von Stade Rennes verpflichten. © imago
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Mit Riechedly Bazoer war beim VfL-Trainingsstart ein Winter-Neuzugang dabei. Er wird aber nicht der einzige Neue des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten bleiben: Denn der VfL ist immer heißer auf Paul-Georges Ntep von Stade Rennes. Nach WAZ-Informationen sollen sich Klub und Spieler schon einig sein.

Der Franzose mit kamerunischen Wurzeln kann sowohl auf der linken als auch auf der rechten Außenbahn spielen, er ist schnell und torgefährlich – und er war zu Beginn des vergangenen Jahres sogar ein Thema bei den Bayern. Im Sommer kann der pfeilschnelle Außenstürmer den französischen Erstligisten ablösefrei verlassen. Heißt: Rennes kann für den 24-Jährigen (laut Transfermarkt hat er einen Marktwert von 10 Millionen) nur noch jetzt Geld kassieren, im Gespräch ist eine Ablöse um 5 Millionen Euro. Aber macht Rennes da mit? Die Wolfsburger wollen den zweifachen Nationalspieler schon jetzt und nicht erst im Sommer verpflichten. Ein Problem: Nicht nur der VfL ist an Ntep interessiert. Auch Vereine aus England sowie Olympique Marseille sollen um den Flügelspieler werben.

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Ntep überzeugt in der Ligue 1 bereits seit Jahren mit seiner enormen Schnelligkeit und Dribbelstärke. Wie der Ex-Wolfsburger Julian Draxler, den der VfL gerade für mindestens 41 Millionen Euro zu Paris St. Germain verkauft hat, verfügt er über einen starken rechten Fuß, den er nutzt, um von der linken Außenbahn nach innen zu ziehen. In der laufenden Saison kommt Ntep in 15 Spielen auf zwei Tore und fünf Vorlagen.

In Wolfsburg hätte er mit Valérien Ismaël einen Befürworter, der auch noch seine Sprache spricht. Der Deutsch-Franzose wünscht sich „flexible Spieler“, wie es Ntep ist. „Es geht darum, in der Offensive noch mehr Möglichkeiten zu haben. Wir haben bewiesen, dass wir in der Lage sind, zwei Spielsysteme zu spielen“, so der VfL-Trainer, der damit die 3-5-2- und die 4-2-3-1-Variante meinte. Die Verpflichtung Bazoers habe gezeigt, „in welche Richtung es gehen muss. Wir brauchen Spieler, die beide Systeme spielen können“. Damit der VfL wieder mehr Überraschungs-Momente in seinem Offensiv-Spiel hat.