25. November 2018 / 19:06 Uhr

Köpfe, Reifen, Technik: Das ändert sich 2019 in der Formel 1

Köpfe, Reifen, Technik: Das ändert sich 2019 in der Formel 1

Karin Sturm
RedaktionsNetzwerk Deutschland
VIP-Gäste beobachten das Qualifying in Abu Dhabi.
VIP-Gäste beobachten das Qualifying in Abu Dhabi. © Getty Images
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Die Formel 1 steuert auf ihr 1000. Rennen zu. Welche Änderungen es im Jahr 2019 gibt und welche neuen Fahrer in die Rennserie drängen, lest Ihr bei uns im Überblick.

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Zum Saisonfinale zeigte Lewis Hamilton noch einmal, warum er auch in dieser Formel-1-Saison verdient Weltmeister geworden ist. Beim Abschluss-Grand-Prix fuhr der Mercedes-Pilot mit gut 2,5 Sekunden Vorsprung vor Vizeweltmeister Sebastian Vettel (Ferrari) ins Ziel. „Es ist eine Freude und ein Privileg, gegen Sebastian zu fahren. Er ist ein ehrlicher und hart arbeitender Fahrer“, beschrieb Hamilton das Titelduell dieser Saison.

Für den Abschlussaufreger im Flutlicht von Abu Dhabi sorgte der zweite Deutsche im Feld. Renault-Fahrer Nico Hülkenberg geriet in Kurve neun in eine Kollision und wurde in die Luft katapultiert. Er landete mit seinem Auto kopfüber in der Leitplanke, konnte aber eigenhändig aussteigen. „Der Ärger und der Frust überwiegen, dass das Rennen so schnell zu Ende war. Das ist frus­trie­rend und bitter“, sagte er.

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Was sich 2019 in der Formel 1 ändert

Die eine Saison ist zu Ende, der Blick richtet sich auf die neue. Ein Ausblick.

Die Topteams

Während bei Mercedes alles gleich bleibt, gibt es bei Ferrari und Red Bull Veränderungen.

Bei Ferrari steht fest, dass Sebastian Vettel nach vier Jahren an der Seite von Kimi Räikkönen mit dem 21-jährigen Charles Leclerc, der bei Sauber eine starke Debütsaison absolvierte, einen neuen Teamkollegen bekommt. Pascal Wehrlein könnte zudem Test- und Simulatorfahrer bei Ferrari werden. Ob sich im Management noch etwas ändert, Technikchef Mattia Binotto etwa nach verlorenem Machtkampf gegen Teamchef Maurizio Arrivabene geht oder beide bleiben und vielleicht einen „Aufpasser“ vor die Nase gesetzt bekommen, ist offen.

Bei Red Bull steht der Wechsel von den Renault- zu den Honda-Motoren an, dem japanischen Triebwerk sollen nur 15 PS auf die absolute Spitze fehlen. Renault hinkte etwa 50 PS hinterher. Max Verstappen bekommt nach dem Abgang von Daniel Ricciardo in Richtung Renault mit dem bisherigen Toro-Rosso-Fahrer Pierre Gasly einen neuen Teamkollegen.

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Die Technik

Die neuen Frontflügel werden statt 1,80 nun zwei Meter breit sein. Diese und verschiedene Änderungen bei der Aerodynamik sollen das Überholen um 25 bis 30 Prozent erleichtern. Was die Teams schon jetzt bezweifeln. Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko glaubt: „Nach unseren Simulationen ändert sich gar nichts. Das Überholen bleibt genauso schwer. Es kostet nur alles mehr Geld.“

Die Reifen

Für die Fans soll es einfacher werden. 2019 gibt es für die Formel-1-Reifen nur noch drei Bezeichnungen: hart, mittel, weich. Im Detail verstecken sich dahinter jedoch erneut sieben verschiedene Mischungen. Auch an der Konstruktion der Reifen will Zulieferer Pirelli etwas ändern. Die Lauffläche wird reduziert, um die Überhitzungsgefahr einzudämmen. Das war 2018 bereits bei den Grands Prix von Spanien, Frankreich und England der Fall – und erwies sich als Vorteil für Mercedes. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Mischungen sollen außerdem größer ausfallen, um mehr strategische Vielfalt zuzulassen und für spannendere Rennen zu sorgen.

Die Neulinge

Zwei Formel-1-Debütanten stehen fest. Formel-2-Champion George Russell, 20-jähriger Mercedes-Junior, steigt bei Williams ein. Bei McLaren kommt der seit Jahren in allen Nachwuchsformeln als großes Talent gehandelte Lando Norris, ein 19-jähriger Brite, unter. Sehr wahrscheinlich gibt es noch einen dritten Neuling: Alex Albon, in der Formel 2 Rivale von Russell, gilt als Favorit für das zweite Toro-Rosso-Cockpit neben Rückkehrer Daniil Kwjat. Albon hat neben der britischen auch die thailändische Staatsbürgerschaft, was bei den thailändischen Mitbesitzern von Red Bull gut ankommt.

Das Comeback

Robert Kubica wird nach acht Jahren Pause die komplette Saison 2019 für Williams bestreiten, trotz Kraft- und Beweglichkeitseinschränkungen an seiner durch die Folgen eines Unfalls nur zu 40 Prozent funktionsfähigen rechten Hand.

Die Historie

Die Formel 1 wird 2019 in eine neue Epoche eintreten. Der GP von China im April ist der 1000. der Geschichte.

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