14. Mai 2020 / 19:56 Uhr

Bericht: Formel-1-Bosse diskutieren über zwei Rennen in Deutschland

Bericht: Formel-1-Bosse diskutieren über zwei Rennen in Deutschland

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Formel 1 könnte auch in dieser Saison wieder auf dem Hockenheimring fahren.
Die Formel 1 könnte auch in dieser Saison wieder auf dem Hockenheimring fahren. © imago images / Sven Simon
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Eigentlich sollte in dieser Formel-1-Saison kein Rennen in Deutschland stattfinden, doch aufgrund der Corona-Krise könnte es nach Informationen der "Bild" nun sogar zu zwei Rennen auf dem Hockenheimring kommen.

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Die Austragung von mindestens einem Formel-1-Rennen in Deutschland wird immer wahrscheinlicher. Wie die Bild berichtet, soll es ernsthafte Überlegungen der Bosse der Motorsport-Königsklasse geben, sogar zwei Rennen der aktuell wegen der Corona-Krise noch nicht gestarteten Saison auf dem Hockenheimring auszutragen. Mögliche Termine könnten demnach der 26. Juli und der 2. August sein. Beide Grand Prix' müssen im Falle einer Austragung ohne Zuschauer stattfinden.

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Der Hockenheimring gehört zu den beliebtesten und geschichtsträchtigsten Formel-1-Kursen - dennoch wurde der Kurs in der Nähe von Heidelberg für die diesjährige Saison eigentlich aus dem Rennkalender gestrichen. Formel-1-Boss Chase Carey hatte den Fans jedoch in der vergangenen Woche Hoffnung auf ein schnelles Comeback gemacht. So führe die Rennserie gerade Gespräche "mit allen Veranstaltern sowie mit einigen Rennstrecken, die derzeit nicht auf dem Zeitplan für 2020 stehen". So wolle Carey sichergehen, dass alle Optionen in Betracht gezogen werden.

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Dass Hockenheim eine mögliche Option für den durch Corona reduzierten Terminplan ist und es Gespräche mit den F1-Bossen gegeben habe, berichtete izuletzt bereits die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Dabei sei es vor allem um die Frage der notwendigen Vorlaufzeit für die Organisation eines Rennens gegangen. Die Geschäftsführung des Hockenheimrings steht der möglichen Austragung offen gegenüber. "Wir würden eine konkrete Anfrage prüfen und uns Gesprächen nicht verschließen", sagte Jorn Teske, der neben Jochen Nerpel die Geschäfte auf dem Traditionskurs führt, der Deutschen Presse-Agentur zuletzt. "Wir stehen ohnehin mit den Rechteinhabern in unregelmäßigem und lockerem Austausch."

Die Formel 1 konnte wegen der Corona-Pandemie bisher noch kein Rennen absolvieren. Zehn der ursprünglich 22 geplanten Rennen wurden abgesagt. Auftakt der Saison soll nun am 5. Juli in Österreich sein - ohne Zuschauer am Red Bull Ring. Ein weiteres Rennen in Österreich soll eine Woche später folgen. Bis Ende August will die Formel 1 ausschließlich in Europa fahren, auch Silverstone und Budapest haben bereits Gespräche bestätigt - Hockenheim wäre nun eine weitere Option, auch weil Deutschland als Vorbild im Umgang mit der Krise gilt. "Wir sind dabei, einen Kalender mit zusätzlichen Rennen in Europa bis Anfang September fertigzustellen", sagte Carey. Und weil Deutschland und Österreich als Corona-Vorbilder gelten, könnte der Hockenheimring laut Bild die Termine der eigentlich für Ende Juli/Anfang August geplanten Silverstone-Rennen übernehmen. Die England-GPs würden dementsprechend im Kalender nach hinten rutschen.

Hockenheim wäre bereit: "Innerhalb von einer Woche wäre für uns die Ausrichtung in einer deutlich abgespeckten Version machbar", meinte Hockenheim-Chef Nerpel. Die Reduzierung oder sogar der Wegfall von Aufwand und Personal könnte bei einem Geisterrennen in alle Richtungen denkbar sein: Parkplätze, Sicherheitsleute, Sponsorenbewirtung. Aspekte wie Zuschaueraktivierung und Ticketing fielen in so einer Notsituation ohnehin weg. Für die Austragung eines F1-Rennens benötigten die Hockenheimring-Chefs jedoch zunächst die Genehmigung des Landes Baden-Württemberg. Deshalb werde gerade an einem Hygiene-Konzept gefeilt.