13. Juni 2020 / 07:57 Uhr

Formel 1 plant Änderungen bei Startaufstellung und Siegerehrung - Sportchef Brawn: "Der neue Standard"

Formel 1 plant Änderungen bei Startaufstellung und Siegerehrung - Sportchef Brawn: "Der neue Standard"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bilder wie diese soll es in der neuen Formel-1-Saison nicht geben: Laut Sportchef Ross Brawn (links) wird die Motorsport-Königsklasse wegen der Coronavirus-Bestimmungen das Prozedere in der Startaufstellung und bei der Siegerehrung verändern.
Bilder wie diese soll es in der neuen Formel-1-Saison nicht geben: Laut Sportchef Ross Brawn (links) wird die Motorsport-Königsklasse wegen der Coronavirus-Bestimmungen das Prozedere in der Startaufstellung und bei der Siegerehrung verändern. © imago/DeFodi/ActionPlus/Montage
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Die Formel 1 will wegen der Coronavirus-Einschränkungen zum Saisonstart das Prozedere vor den Rennen und bei der Siegerehrung verändern. Sportchef Ross Brawn betonte, die bisherige Praxis könne es einfach nicht geben.

Die Formel 1 ändert für den Neustart unter Corona-Bedingungen ihre Siegerehrungen und die Abläufe vor dem Rennstart. Statt der Champagner-Sause auf dem Podium werde es nach den Grand Prix nun eine Zeremonie auf der Zielgeraden geben, sagte Formel-1-Sportchef Ross Brawn. „Eine Möglichkeit wäre, die Autos auf der Strecke aufzustellen, und die Fahrer stehen davor“, sagte der Brite. Die Trophäen könnten nach den Rennen nicht wie bisher übergeben werden, da der Abstand nicht einzuhalten sei. Dafür gebe es aber neue Ideen, die nun auf ihre TV-Tauglichkeit geprüft würden.

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Vor dem Start könnten sich die 20 Piloten nicht wie bisher eng nebeneinander für die Nationalhymne des Gastgeber-Landes aufstellen, sagte Brawn. Auch eine Fahrerparade, bei der alle Piloten gemeinsam auf dem offenen Oberdeck eines Busses um die Strecke kutschiert und dabei interviewt werden, sei derzeit nicht möglich. „Also werden wir jeden von ihnen vor der Garage interviewen“, sagte Brawn.

Keine Fahrerparade, kein Umhergewimmel in der Startaufstellung

Genauso schloss er eine Startaufstellung aus, auf der wie bisher hunderte Teammitglieder und Gäste umherwimmeln. „Die Praxis, die wir in der Vergangenheit hatten, kann es einfach nicht geben“, sagte Brawn. Es gebe dennoch viele Wege für ein das Publikum ansprechendes Grand-Prix-Format, „ohne Gesundheit und Sicherheit zu gefährden“. Er ergänzte: "Das ist der neue Standard." Es sei ungewiss, wie lange es so bleiben werde.

Formel 1: Die Fahrer der Saison 2020

Der Deutsche Sebastian Vettel im Cockpit von Ferrari, Weltmeister Lewis Hamilton bei Mercedes und Neuling Esteban Ocon bei Renault sind drei der 20 Fahrer, die für die Formel 1 2020 feststehen. Der SPORTBUZZER präsentiert alle Piloten der Motorsport-Königsklasse in ihren Teams. Zur Galerie
Der Deutsche Sebastian Vettel im Cockpit von Ferrari, Weltmeister Lewis Hamilton bei Mercedes und Neuling Esteban Ocon bei Renault sind drei der 20 Fahrer, die für die Formel 1 2020 feststehen. Der SPORTBUZZER präsentiert alle Piloten der Motorsport-Königsklasse in ihren Teams. ©

Die Formel 1 will am 5. Juli mit einem Rennen im österreichischen Spielberg ihre Saison starten. Bislang stehen acht Grand Prix in Europa fest im neuen Kalender. Insgesamt plant die Rennserie mit 15 bis 18 WM-Läufen bis Mitte Dezember. Erst am Freitag war bestätigt worden, dass es wegen der Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie 2020 keine Rennen in Aserbaidschan, Singapur und Japan geben werde.