12. Juli 2019 / 10:34 Uhr

Twitter-Posse um Kündigung: Titelsponsor von Formel-1-Team sorgt für Wirbel

Twitter-Posse um Kündigung: Titelsponsor von Formel-1-Team sorgt für Wirbel

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Das Formel-1-Team Haas und Titelsponsor Rich Energy (mit Boss William Storey) haben sich getrennt.
Das Formel-1-Team Haas und Titelsponsor Rich Energy (mit Boss William Storey) haben sich getrennt. © Getty Images
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Misslungene Kommunikation oder gehackter Account? Der Sponsor Rich Energy von Formel-1-Team Haas hat via Twitter verkündet, sein Engagement als Geldgeber beenden zu wollen - ohne vorher mit dem Rennstall zu sprechen.

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Diese Entscheidung hat das Formel-1-Team Haas getroffen wie ein Schlag: Der Getränkehersteller Rich Energy, Titelsponsor des Rennstalls, hat am Donnerstag via Twitter seinen Ausstieg angekündigt. Dabei wählte das Unternehmen deutliche Worte - ohne davor mit Haas F1 Rücksprache gehalten zu haben. Doch dahinter steckte nicht mehr als eine große Posse.

In der Mitteilung sprach Rich Energy davon, dass man den Sponsoringvertrag mit dem Team "wegen schlechter Leistungen" beenden möchte. Und weiter: "Wir wollen redbullracing schlagen, und in Österreich hinter WilliamsRacing zu landen, ist inakzeptabel." Komplett verrückt war allerdings die Aussage, dass das Unternehmen sich an der "Political Correctness" des Rennstalls störe. "Das hemmt unser Geschäft", schrieb Rich Energy dazu.

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Storey verwirrt mit Aussage in der Sun

Geschäftsführer William Storey gilt als sehr launischer Zeitgenosse - doch mit einer solchen Aktion hatte Haas F1 sicherlich nicht gerechnet. In Vorbereitung auf den Großen Preis von Silverstone am Wochenende waren die Fahrer des Teams auch noch mit dem Logo von Rich Energy vor der Presse aufgetreten, kein Wort über das Ende der Partnerschaft mit dem Getränkehersteller war gefallen. "Der Deal ist nicht beendet", hieß es laut dem Rennstall gegenüber dem Portal motorsport-total.com.

Doch was steckte hinter dem Tweet von Rich Energy? Zunächst hatte das Unternehmen mitgeteilt, der Twitter-Account sei gehackt worden. Später stellte sich angeblich heraus, dass Rich-Energy-Boss Storey die Mitteilung verschickt habe. Und er betonte wenig später in der Sun auch, dass die Partnerschaft mit Haas tatsächlich beendet worden sei. Über die "bedauerliche, aber logische" Entscheidung sagte Storey: "Das sind nette Leute bei Haas, aber das Auto wird immer schlechter. Wir sind ein besseres Produkt als Red Bull."

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Aktionäre von Rich Energy melden sich

Doch all das ist noch nicht genug! Die PR-Posse perfekt machte ein Schreiben der "Aktionäre, welche die Mehrheit von Rich Energy halten". Dort ist von einem "schurkischen" Mitarbeiter des Energydrink-Konzerns die Rede, der für den Tweet verantwortlich gewesen sein soll.

In der Mitteilung, die dem Portal speedweek vorliegt, heißt es: "Das schurkische Vorgehen ist sehr peinlich. Wir sind dabei, diese Person von allen Verantwortlichkeiten zu entbinden. Diese Person mag künftig für sich sprechen, aber sie repräsentiert nicht die Meinung der Firma. Wir bedauern den besagten Tweet, sie stammt aus einer nicht authorisierten Quelle. Wir bedanken uns für die Geduld von Haas, während wir uns intern um diese Angelegenheit kümmern." Die Partnerschaft des Formel-1-Teams und Rich Energy besteht also weiterhin.

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