08. Juni 2021 / 19:06 Uhr

Fortsetzung des Spielbetriebs im Muldental/Leipziger Land: Kopfschütteln beim TuS Pegau

Fortsetzung des Spielbetriebs im Muldental/Leipziger Land: Kopfschütteln beim TuS Pegau

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Kommt die Fortsetzung des Spielbetriebs im Muldental/Leipziger Land zu früh?
Kommt die Fortsetzung des Spielbetriebs im Muldental/Leipziger Land zu früh? © hanni
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Wohlergehen der Sportler an erster Stelle: Der TuS Pegau hat mit Verständnislosigkeit auf die Ansetzung des Spielbetriebs reagiert und sich in einem offenen Brief dazu geäußert. Die Umsetzung der Hygienemaßnahmen sei nicht nur personell, sondern auch finanziell kaum umsetzbar. Zudem seien die Fußballer weder im Training noch auf erforderlichem Leistungsstand.

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Pegau. Der TuS Pegau hat in einem offenen Brief sein Unverständnis über die Umstände der kurzfristigen Fortsetzung des Spielbetriebs im Fußballverband Muldental/Leipziger Land zum Ausdruck gebracht. Nach der finalen Entscheidung des Verbandspräsidiums seien zahlreiche Fragen unbeantwortet geblieben, wie Nachwuchsleiter Hans Jerke im Namen des TuS-Vorstandes erklärte.

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Unterstützung vom Verband erforderlich

Für die Pegauer stehe unverändert das Wohlergehen der Sportler und der Geist des Sports an erster Stelle. Daher sei es für sie nicht nachvollziehbar, in einer nach wie vor sensiblen Zeit auf Biegen und Brechen den Wettkampfbetrieb wieder aufzunehmen. Normales Training sei immer noch nicht möglich, so dass die Sportler den notwendigen Leistungsstand bis zu den geplanten Begegnungen keinesfalls erreichen können und die Gesundheit der Sportler dadurch gefährdet sei. In Sachen Hygienemaßnahmen seien die Vereine mit ihren wenigen Ehrenamtlern auf sich allein gestellt. Obendrein ist die Zuschauerfrage nicht geklärt, was mit einer ausbleibenden Deckung der entstehenden Kosten verbunden sei. Zudem könne es keine Priorität haben, dass die Nachwuchskicker längere Strecken im Auto zurück legen. Zumal die Nutzung von Kabinen und Duschen immer noch nicht gesichert ist.

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Auch die Testpflicht für Übungsleiter und Spieler sei angesichts der entstehenden Kosten äußerst problematisch und ließe die Vereine finanziell an ihre Grenzen stoßen. Eventuelle im Verein verschuldete Quarantänen würden außerdem schwerlich auf Verständnis in Schule beziehungsweise Beruf stoßen, die Verantwortung für derlei Verfehlungen würden die Vereinsvorsitzenden tragen. Der TuS Pegau vermisst die nötige Unterstützung des Verbandes, um die Konzepte finanziell zu untermauern. Aus genannten Gründen verzichtet der Verein in allen Altersklassen auf die Teilnahme an den Pokalpartien und den Sonderspielrunden. Man werde sich um die Austragung von Freundschaftsspielen gegen Kontrahenten aus der näheren Umgebung bemühen, so bald es die behördlichen Gegebenheiten erlauben. Zugleich bitten die Pegauer den Verband zu überprüfen, inwieweit er in der kommenden Saison die Vereine bei der Bewältigung der im Zusammenhang mit dem Spielbetrieb entstehenden organisatorischen und gegebenenfalls auch finanziellen Aufgaben unterstützen kann.