31. Mai 2020 / 13:38 Uhr

Fortuna-Chef Röttgermann plädiert für Umverteilung der TV-Gelder : "Wenn nicht jetzt, wann dann?"

Fortuna-Chef Röttgermann plädiert für Umverteilung der TV-Gelder : "Wenn nicht jetzt, wann dann?"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Wenn man eine Liga will, in der der Zehnte den Zweiten schlagen kann, muss man die Rahmenbedingungen schaffen, fordert Fortuna-Chef Thomas Röttgermann.
"Wenn man eine Liga will, in der der Zehnte den Zweiten schlagen kann, muss man die Rahmenbedingungen schaffen", fordert Fortuna-Chef Thomas Röttgermann. © (c) Copyright 2019, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
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Thomas Röttgermann, Vorstandsvorsitzender von Fortuna Düsseldorf, hat sich für eine Umverteilung der TV-Gelder in der Bundesliga ausgesprochen und meint mit Blick auf mögliche Investoren im Fußball: "Solange man das System nicht ändert, wird es irgendwann andere Bayerns und Dortmunds geben.“

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Der Vorstandsvorsitzende Thomas Röttgermann von Fortuna Düsseldorf hat erneut energisch für eine Umverteilung der TV-Gelder in der Fußball-Bundesliga plädiert. In einem Ausstieg des FC Bayern München, bei dem die Fortuna am Samstag 0:5 verlor, und Borussia Dortmund in eine europäische Superliga sieht der 59-Jährige aber keine Lösung.

„Die Liga braucht Bayern München und Borussia Dortmund. Und wieso soll man alles auf den Kopf stellen, wenn man Mittel hat, das Problem zu lösen“, sagte Röttgermann im Doppelpass bei Sport1: „Es ist viel logischer, über eine Neuverteilung nachzudenken. Und wenn nicht jetzt, wann dann? Das Problem würde weiterhin existieren, wenn die Bayern und Dortmund woanders spielen würden. Denn solange man das System nicht ändert, wird es irgendwann andere Bayerns und Dortmunds geben.“

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Der Erste der TV-Tabelle bekäme „1000 Prozent mehr als der Letzte“, sagte Röttgermann: „Wie will man das durch Scouten und Hütchentricks kompensieren? Wenn man eine Liga will, in der der Zehnte den Zweiten schlagen kann, muss man die Rahmenbedingungen schaffen. Sonst wird das auf Jahre nicht möglich sein. Und es wird noch mehr werden.“

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Das Argument, dass die deutschen Top-Vereine international an Konkurrenzfähigkeit verlieren würden, zählt für Röttgermann nicht. „1999 sind die TV-Gelder noch gleich verteilt worden. Zu dem Zeitpunkt hat Bayern München die Champions League gewonnen, Dortmund hat sie kurz davor gewonnen und Schalke den UEFA-Cup. Es ist nicht so, dass die Konsequenz Chancenlosigkeit in Europa wäre.