13. Januar 2019 / 20:19 Uhr

Fortuna Düsseldorf holt sich in Göttingen den Pott

Fortuna Düsseldorf holt sich in Göttingen den Pott

Eduard Warda
Göttinger Tageblatt
Unbändiger Jubel: Fortuna Düsseldorf hot sich mit einem Sieg nach Neunmeterschießen gegen Brügge den Sparkasse & VGH CUP.
Unbändiger Jubel: Fortuna Düsseldorf hot sich mit einem Sieg nach Neunmeterschießen gegen Brügge den Sparkasse & VGH CUP. © Pförtner
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Gleich bei der Turnierpremiere hat Fortuna Düsseldorf am Sonntag den Sparkasse & VGH CUP geholt – durch einen 7:6 (5:4)-Erfolg nach Verlängerung und Neunmeterschießen gegen den FC Brügge.

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Es ist seit einiger Zeit Tradition, dass die Endspiele um den Sparkasse & VGH CUP äußerst knapp verlaufen. Wie bereits in den vergangenen beiden Jahren wurde das internationale Hallenfußballturnier für A-Juniorenteams im Neunmeterschießen entschieden.

Dabei hatte Brügge im Finale gegen Düsseldorf bereits scheinbar uneinholbar mit 2:0 geführt. Erst zeigten die Belgier eine schnelle Kombination, bei der van de Keybus nach Zuspiel von De Ketelaere zur Führung einschob, dann bediente van de Keybus, der kurz zuvor böse an die Bande gecheckt wurde, de Wolf, und es stand 2:0.

Die Entscheidung des #svc2019: das Neunmeterschießen zwischen Fortuna Düsseldorf und dem FC Brügge

Wohl keiner der 2800 Zuschauer in der zum dritten Mal in vier Tagen ausverkauften Lokhalle (insgesamt verfolgten laut Organisationsleiter Lutz Renneberg rund 11 000 Zuschauer den Cup) setzte zu diesem Zeitpunkt noch einen Cent auf Düsseldorf – bis auf Schirmherr und Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann (SPD), der in seinem Statement zuvor auf die Fortuna getippt hatte.

Düsseldorf wird im Finale immer stärker

Brügge schien die Partie im Griff zu haben, doch Düsseldorf wurde immer stärker, baute Druck auf. Fünf Minuten vor Schluss begann die Schlussoffensive – und zwei Treffer später hieß es Verlängerung: Fünf Minuten lang schenkten sich die Teams nichts, De Ketelaere für Brügge und Lofolomo für Düsseldorf hatten die besten Chancen zum Siegtreffer.

svc2019: Das Finale Fortuna Düsseldorf - FC Brügge

#svc2019: Das Finale Fortuna Düsseldorf - FC Brügge Zur Galerie
#svc2019: Das Finale Fortuna Düsseldorf - FC Brügge © Pförtner
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Im Neunmeterschießen war es schließlich Brügge-Kapitän Maxim De Cuyper, der sich den entscheidenden Fehlschuss leistete. Wie zum Trost wurde De Cuyper später als „Most Valuable Player“, als besten Spieler, ausgezeichnet. „Ich bin zwiegespalten“, sagte der 18-Jährige. „Zum einen freue ich mich sehr über die Auszeichnung, zum anderen bin ich doch sehr enttäuscht, dass wir das Finale verloren haben – und ich auch noch den entscheidenden Neunmeter vergeben habe.“

Riesige Freude demgegenüber bei Düsseldorf: „Wenn man in einem Finale gegen ein so starkes Team wie Brügge so wiederkommt wie die Jungs, dann zeugt das von einer Riesenmentalität“, sagte Fortuna-Trainer Sinisa Suker, der weitläufig mit Davor Suker verwandt ist. „Wir fanden das Turnier schon vor dem Sieg genial, aber jetzt ist das ein überwältigendes Gefühl.“

Sparkasse & VGH CUP 2019 - Tag 3

Tag 3: Sparkasse & VGH CUP in Göttingen Zur Galerie
Tag 3: Sparkasse & VGH CUP in Göttingen © Pförtner/Schneemann

Neben De Cuyper wurde bei Brügge Matthias De Wolf für 13 Turniertore als bester Torjäger ausgezeichnet. Allerdings musste er sich die Trophäe mit Lukas Petkov vom FC Augsburg, der ebenfalls 13-mal traf, teilen. „Der Cup ist ein völlig anderes Turnier als die Turniere, die ich kenne. Wir haben viel gelernt – beim Dribbling, es gibt nicht viel Platz, und man muss sich gut bewegen“, sagte De Wolf. Er hofft als 2002er-Jahrgang, nächstes Jahr wieder dabei zu sein.

Petkov wechselt im Sommer in den Herrenbereich

„Wir haben uns Runde für Runde steigern können“, sagte Petkov, der im Sommer in den Herrenbereich aufsteigt und dann wohl in der zweiten Mannschaft des FC spielt. Bester Torhüter wurde der Slowake Alex Fojticek in Diensten von Manchester United. Fojticek war bereits zweimal für den Cup nominiert gewesen. Nun war er tatsächlich dabei, und erstmals verpasste United den Sieg. Dafür zeigte der Keeper unter anderem gegen 05 Glanzparaden, konnte aber das Aus im Viertelfinale nicht verhindern.

Fortuna Düsseldorf schlägt den FC Augsburg und steht im Finale um den Sparkasse & VGH CUP!

Manchester zog im Duell der Vorjahresfinalisten und am höchsten gewetteten Teams den Kürzeren: Wien war beim 5:1 klar besser. Es folgten für die Austria ein verdientes 2:4 im Halbfinale gegen Brügge und dann ein 2:1 im Spiel um Platz drei gegen Augsburg. Wermutstropfen: Bejic zog sich einen Bänderriss zu.

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Im anderen Halbfinale, im Duell zweier Turnierneulinge, setzte sich Düsseldorf mit 2:1 gegen Augsburg durch – trotz eines Petkovs in überragender Form. Notiz am Rande: Zum ersten Mal seit Jahren hatte kein „Regio“ das Viertelfinale erreicht. Der I. SC 05 und Petershütte waren als Dritte in die Zwischenrunde eingezogen und im Kampf gegen den Profi-Nachwuchs ausgeschieden, in der „Regio“-Gruppe setzte sich Alkmaar durch. „So viele Überraschungen sind für das Turnier natürlich super“, resümierte Turnierchef Renneberg.

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