22. März 2021 / 23:21 Uhr

Düsseldorf-Trainer Rösler hakt Aufstieg vorerst ab - Emotionaler Abend für Bochum-Torwart Riemann

Düsseldorf-Trainer Rösler hakt Aufstieg vorerst ab - Emotionaler Abend für Bochum-Torwart Riemann

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Düsseldorf-Trainer Uwe Rösler (l.) ist nach der Pleite enttäuscht. Manuel Riemann grüßt mit dem VfL Bochum indes wieder von der Spitze.
Düsseldorf-Trainer Uwe Rösler (l.) ist nach der Pleite enttäuscht. Manuel Riemann grüßt mit dem VfL Bochum indes wieder von der Spitze. © IMAGO/Horstmüller/Getty (Montage)
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Bei Fortuna Düsseldorf herrschte nach der 0:3-Heimpleite gegen den VfL Bochum Einigkeit: Die Frage nach dem Aufstieg stellt sich derzeit nicht. VfL-Torwart Manuel Riemann erlebte indes einen besonders emotionalen Abend.

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Die 0:3-Heimniederlage gegen den VfL Bochum am Montag hat die ohnehin geringen Chancen auf den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga von Fortuna Düsseldorf weiter schwinden lassen. Entsprechend bedient war Düsseldorfs Trainer Uwe Rösler, der am Sky-Mikrofon nach der Partie Klartext redete. "Bochum war unheimlich effizient", sagte Rösler vor allem mit Blick auf die erste Hälfte, als dem Revierklub zwei dicke Chancen von Simon Zoller und Gerrit Holtmann zu einer 2:0-Führung genügten: "Wir brauchen im Moment nicht über das Aufstiegsrennen sprechen. Wir müssen das erst einmal verdauen, das war eine schmerzhafte Niederlage." Fortuna-Profi Marcel Sobottka ergänzte: "Bochum hat die Tore gemacht, wir nicht. Das war heute der Unterschied." Auch er befand zum Thema Aufstieg: "Davon brauchen wir heute nicht reden. Wir spielen wirklich nicht schlecht, aber der letzte Pass fehlt einfach."

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Für die Bochumer sind es hingegen nur noch acht Spiele bis zum Aufstieg. Mit dem Sieg bei der Fortuna hat das Team von Trainer Thomas Reis wieder die Tabellenführung übernommen. In der Anfangsphase drohte aber ein personeller Rückschlag: Torwart Manuel Riemann musste lange behandelt werden, nachdem er beim Herunterpflücken einer Freistoßflanke umgeknickt war. "Die ersten zwei Minuten waren brutal, dann war es für 15 Minuten ein bisschen besser. Ich wollte es einfach durchziehen", beschrieb Riemann die Schmerzen.

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Motiviert wurde er durch einen persönlichen Schicksalsschlag, den er am Vorabend erlitten hatte: den Tod seines Großvaters. Was er tags zuvor seinem Coach vertraulich am Telefon erzählt hatte, machte Riemann nach dem Erfolg in Düsseldorf vor den TV-Kameras öffentlich. "Er hat mich fußballerisch zu dem gemacht, was ich heute bin. Darum wollte ich auf keinen Fall nach ein paar Minuten rausgehen", so der Keeper, der nach dem Abpfiff ergriffen für einige Minuten auf dem Rasen verharrte, über seinen Opa. Während der Partie zeigte Riemann aufgrund der Schmerzen am Fuß einige ungewohnte fußballerische Schwächen. "Man hat in der einen oder anderen Situation gemerkt, dass Schmerzen da sind, aber er hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt", lobte Reis seine Nummer eins, aufgrund deren Qualitäten am Ball Bochum für gewöhnlich "gefühlt immer einen Mann Überzahl" habe. "Wir haben jetzt ein paar Tage, wo er sich zurücklehnen kann", meinte der VfL-Trainer in Bezug auf den Trauerfall, den Riemann in der beginnenden Länderspielpause zu verarbeiten hat.