28. März 2019 / 10:52 Uhr

Fortuna Grüneberg: Die Fußball-Wiege von Sebastian Mielitz

Fortuna Grüneberg: Die Fußball-Wiege von Sebastian Mielitz

Stephan Henke
Märkische Allgemeine Zeitung
Sebastian Mielitz (l., mit Christopher Gatzke) stattet ab und zu seinem Verein einen Besuch ab.
Sebastian Mielitz (l., mit Christopher Gatzke) stattet ab und zu seinem Verein einen Besuch ab. © Verein
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Fortuna Grüneberg ist der Heimatverein des Profi-Torwarts – zum Pfingstturnier kam Jürgen Drews.

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An den bekanntesten Vereins-Spross erinnert sich Guido Dieckhoff noch gut. „Mit seinen Leistungen innerhalb und außerhalb des Tors hat er herausgestochen“, sagt der Trainer der B-Jugend von Fortuna Grüneberg über Sebastian Mielitz. 1996 kam Mielitz zum ersten Training in der F-Jugend, drei Jahre streifte er das Trikot der Grüneberger über.

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„Man hat schon erkannt, dass er besser ist als die anderen. Aber ob man in dem jungen Alter eine große Karriere voraussagen kann, wage ich zu bezweifeln“, sagt Dieckhoff. Mielitz hat es geschafft, spielte später für Werder Bremen und den SC Freiburg in der Bundesliga, für Greuther Fürth in der 2. Bundesliga. Seit 2017 steht der 29-Jährige für SønderjyskE Fodbold in der ersten dänischen Liga.

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Der Profi erinnert sich gerne an seine Jugendzeit zurück. „Ich bin damals über einen Kumpel nach Grüneberg zum Fußball gekommen und habe dort die ersten Schritte im Vereinsfußball durchlebt. Mein erster Trainer dort war Uwe Werpup, er wohnte wie ich in Neulöwenberg und somit war der Fahrdienst schon inklusive. Aber natürlich war die Distanz auch locker mit dem Rad zu bewältigen“, erzählt Sebastian Mielitz im Gespräch mit der MAZ. „Mir hat es damals riesig Spaß gemacht dort Fußball zu spielen, ohne natürlich zu wissen, dass Fußball mal mein Beruf sein könnte. Die Fortuna war sozusagen der perfekte Einstieg dafür.“ Immer mal wieder hat Mielitz bei seinem Jugendverein vorbeigeschaut, brachte ein paar Bälle für die Jugend.

Ein beliebtes Datum für die Rückkehr war in der Regel das traditionelle Pfingstturnier. Die inzwischen 49. Auflage steigt am 9. Juni auf dem Sportplatz von Fortuna. Das Teilnehmerfeld kann sich sehen lassen, unter anderem hat sich die Ü32 von Hertha BSC angekündigt, auch Brandenburgligist Oranienburger FC, der SV Altlüdersdorf II (Landesklasse Nord) und der Lokalrivale Löwenberger SV nehmen teil. Bis zu 1000 Zuschauer kommen vorbei – und das nicht nur wegen des Fußballs.

Vor zehn Jahren stand schon Schlagerstar Jürgen Drews auf der Bühne des Sportplatzes. „Das Pfingstturnier ist hier in der Region schon ein Highlight, das zieht die Zuschauer schon an“, sagt der Grüneberger Vereinsvorsitzende Andy Schmidt.

Jürgen Drews kam zum Pfingstturnier 2009 nach Grüneberg.
Jürgen Drews kam zum Pfingstturnier 2009 nach Grüneberg. © Verein

Schwieriger gestaltet sich dagegen die Suche nach dem Nachwuchs, auch wenn aktuell 60 Jungfußballer in der G-, D- und B-Jugend spielen. „Es ist schon recht schwer, Spieler zu bekommen. Und die umliegenden Vereine sind doch recht groß aufgestellt. Es gab Zeiten, da haben wir alle Altersklassen abgedeckt“, sagt Schmidt.

Die erste Mannschaft spielt aktuell in der Kreisliga West Oberhavel/Barnim. Für eine Mannschaft aus dem Norden des Fußballkreises ist das ja fast schon eine Besonderheit, wenn man sieht, wie viele Teams aus dem ehemaligen Kreis Gransee jetzt in der 2. Kreisklasse spielen“, sagt Guido Dieckhoff. Die sportlich erfolgreichste Zeit liegt allerdings schon ein bisschen zurück. In den 1950er und 60er Jahren spielten die Grüneberger sogar in der Bezirksklasse.