17. November 2021 / 17:31 Uhr

Fortuna Pankow statt Grün-Weiß Bergfelde: Felix Kroos hat einen neuen Verein gefunden

Fortuna Pankow statt Grün-Weiß Bergfelde: Felix Kroos hat einen neuen Verein gefunden

Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
Felix Kross (Mitte) wird in Zukunft für Fortuna Pankow auflaufen.
Felix Kross (Mitte) wird in Zukunft für Fortuna Pankow auflaufen. © Timmy Hargesheimer/Studio Bummens
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Der Ex-Union-Profi hat nach dem Karriereende im Sommer nun sein Comeback angekündigt. Der Bruder von Weltmeister Toni Kroos spielt ab Frühjahr 2022 aber eben nicht beim SV Grün-Weiß Bergfelde, sondern beim FSV Fortuna Pankow 46 aus Staffel 3 der Berliner Bezirksliga. Der Club gewann bei einer "Vereinschallenge".

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Die Entscheidung in der "Vereinschallenge" um die Zukunft von Felix Kroos ist gefallen! Der ehemalige Profi, der für Union Berlin, Werder Bremen, Hansa Rostock und Eintracht Braunschweig in der 1. und 2. Bundesliga spielte, kickt in Zukunft für Fortuna Pankow, einem Berliner Bezirksligisten (8. Liga). Der Stadtteil-Club aus der Hauptstadt hatte sich am Ende gegen 17 Konkurrenten durchgesetzt - auch gegen Grün-Weiß Bergfelde, dem Kreisoberligisten aus Oberhavel.

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Das verriet Kroos in seinem am Mittwoch erschienenen Podcast „Einfach mal luppen“, den er gemeinsam mit seinem Bruder Toni Kroos betreibt. In dessen Rahmen fand die Aktion in den vergangenen Wochen statt. "Im Verein bewegt sich was. Auch für die Jugendspieler wird es toll, einen Typen wie Felix Kroos auf dem Kissingen (die Heimspielstätte von Fortuna Pankow, Anm.d.Red.) zu sehen", wird Vorsitzender Ralf Schikowski auf der Pankower Facebookseite zitiert, während Coach Marlin Geiseler erklärt: "Wir sind sehr glücklich, dass wir mit Felix Kroos die Qualität unserer Mannschaft nochmal erhöhen können. Sein fußballerisches Können steht außer Frage, das hat er nachhaltig bewiesen. Zudem bringt Felix trotz seines noch jungen Alters die enorme Erfahrung aus Bundesliga und Champions League mit und wir sind uns sicher, dass er kurzfristig eine wichtige Rolle im Team einnehmen wird."

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Während der Jubel beim Berliner Club groß war, herrschte nach der Verkündigung etwas Enttäuschung in Bergfelde. "Es war dennoch ein Mega-Event für uns als Verein und wäre sicher toll gewesen, wenn wir gewonnen hätten. Am Ende kann es aber eben nur einen Sieger geben", sagt Grün-Weiß-Vorsitzender Christian Grimm auf SPORTBUZZER-Nachfrage und schiebt augenzwinkernd hinterher: "Eine Stammplatzgarantie hätte aber auch ein Felix Kroos bei uns nicht gehabt."

Nachdem Toni Kroos, der Mittelfeldstar von Real Madrid, im Podcast gestichelt hatte, der Körper seines Bruders würde sich allmählich zur "Sofafigur" entwickeln, meldeten sich im September Amateurvereine aus Berlin und Brandenburg und boten ein schnelles Comeback in ihren Teams an. "Die Jungs der Fortuna haben in unserem kleinen Wettbewerb wirklich Großartiges geleistet. So hat sich in meiner Karriere noch kein Verein um mich bemüht", sagt Felix Kroos in dem Podcast. Er werde die Fortuna im kommenden Jahr soweit unterstützen, wie es eben seine beruflichen Engagements zulassen. Denn aktuell hospitiert der 30-Jährige noch bis Jahresende bei der U19-Mannschaft von Union Berlin unter Trainer Andre Vilk.

Die Entscheidung erfolgt in vier Challenges

Nach der Bewerbungsrunde blieben noch drei Clubs übrig - der Verein aus Oberhavel sowie Fortuna Pankow und die BSG Ideal Lebensversicherung. In vier Challenges - das Entweder-Oder-Quiz, eine Gesangseinlage, eine sportliche Vielseitigkeitsübung sowie ein abschließender Mannschaftsabend - mussten im Anschluss absolviert werden. Da sammelten die Pankower die meisten Zähler und dürfen sich nun über den prominenten Neuzugang freuen. "Es ist sicher eine kleine Mischung aus Traurigkeit und Enttäuschung vorhanden. Die ganze Aktion fühlt sich aber schön an. Wir gönnen es am Ende auch dem Verein aus Pankow", sagt der Bergfelder Steve Fekete, dessen Team sich mit der Einsendung einer Audio-Datei von seiner Tochter überhaupt qualifizierte. Den Besuch von Kroos im Rahmen des Mannschaftsabends in Bergfelde kann den Grün-Weißen aber keiner nehmen.