26. Mai 2016 / 18:00 Uhr

Fortuna: Schock im Morgengrauen

Fortuna: Schock im Morgengrauen

Jens Masslich
Dresdner Neueste Nachrichten
Trümmerhaufen: Gert Laßmann vor den Überresten der beiden Pavillons.
Trümmerhaufen: Gert Laßmann vor den Überresten der beiden Pavillons. © Stephan Henke
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Landesklasse West: Pavillons auf dem Vereinsgelände von Fortuna Babelsberg ausgebrannt – Polizei ermittelt wegen Verdacht der Brandstiftung

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Als Wolfgang Karpa und Hartmut Altenburg  am Donnerstagmorgen um 6.30 Uhr das Vereinsgelände des Fußballclubs Fortuna Babelsberg betraten, fanden sie nur noch die verkohlten Überreste von zwei Pavillons vor. „Wir waren natürlich schockiert. Wir haben erst einmal die Feuerwehr angerufen, ob den Brand schon jemand gemeldet hatte“, berichtet Altenburg über den Fund im Morgengrauen.

Um 1.58 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert

Tatsächlich ging um 1.58 Uhr ein Anruf bei der Feuerwehr ein. Ein Fahrer der Nachtbuslinie hatte den Brand bemerkt und die Einsatzkräfte alarmiert. Mit zwei Einsatzwagen fuhren sie auf den Stern-Sportplatz, viel retten konnten sie allerdings nicht mehr. Ein Verkaufsstand aus Holz war komplett abgebrannt, am benachbarten Pavillon fielen Teile des erst kürzlich erneuerten Dachs den Flammen zum Opfer. Auch die angrenzende Hecke und ein Baum wurden in Mitleidenschaft gezogen. In dem Verkaufsstand waren ein Kühlschrank, eine Kaffeemaschine, ein zwei Wochen alter Grill und Stahlschränke mit Pappbechern und -tellern gelagert. „Es ist völlig runtergebrannt, man erkennt überhaupt nicht mehr, was es einmal war. Das ist nur noch Blech und Asche“, sagt Gerd Laßmann. „Der Schaden geht in den vierstelligen Bereich. Das wurde alles von uns zusammengebaut. Das haben wir alles mit viel Arbeit und viel Liebe gemacht und das alles immer ehrenamtlich.“

Der 2. Vorsitzende der Fortunen geht von Brandstiftung aus. „Im Pavillon ist alles stromlos. Wenn wir die Geräte betreiben, müssen wir erst eine Leitung dort hinlegen. Es kann kein Kurzschluss gewesen sein. Und auch sonst war nichts darin, was sich entzünden kann“, sagt Laßmann. „Wir hatten auch keine Feier.“

Die Kripo ermittelt zum Verdacht der Brandstiftung

Die Polizei teilte mit: „Warum es zu dem Feuer kam, ist noch unklar. Die Kripo ermittelt nun zum Verdacht der Brandstiftung. Ein technischer Defekt kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch nicht ausgeschlossen werden.“ Die Kriminaltechniker nahmen am Donnerstagvormittag bereits Proben von der Brandstelle mit, die das Landeskriminalamt untersuchen wird. Auf mindestens drei Monate schätzt eine Polizeisprecherin die Bearbeitungszeit.

Bis dahin stellt sich für die Babelsberger die Frage, ob sie einen neuen Verkaufsstand aufbauen sollen. „Es ist ja nicht das erste Mal, dass hier etwas passiert“, sagt Laßmann. Vor zwei Jahren wurden die Tornetze zerschnitten und das Trainerbankhäuschen zerstört. Der Kunstrasenplatz wurde mit Parolen beschmiert. Ob die Versicherung den Schaden bezahle, sei laut Laßmann unklar, „ich denke eher nein, als ja“, weshalb der Verein nun auf Sachspenden hofft.

Am 3. Juni Pokalfinale der Ü40- und Ü50-Teams

Am 3. Juni finden auf dem Stern-Sportplatz die Pokalfinals der Ü40 und Ü50-Teams statt. „Die Spiele sind nicht gefährdet. Aber die Rahmenbedingungen sind natürlich jetzt nicht mehr so schön“, sagt Laßmann.

Nur noch Schutt und Asche

Nur noch Überreste blieben vom Inhalt der Hütte übrig. Zur Galerie
Nur noch Überreste blieben vom Inhalt der Hütte übrig. © Stephan Henke
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