16. Januar 2022 / 15:47 Uhr

Francesco Friedrich verliert letztes Weltcuprennen und EM-Titel im Viererbob

Francesco Friedrich verliert letztes Weltcuprennen und EM-Titel im Viererbob

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Pilot Francesco Friedrich mit Thorsten Margis, Candy Bauer und Alexander Schüller starten in den Eiskanal.
Pilot Francesco Friedrich mit Thorsten Margis, Candy Bauer und Alexander Schüller starten in den Eiskanal. © dpa
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Francesco Friedrich bleibt trotz Rang zwei im Vierer cool. Der Bob-Dominator vom SC Oberbärenburg kehrt mit nur einem EM-Titel aus St. Moritz zurück, doch seinen Anschieber Alexander Rödiger machte er froh.

St. Moritz. Auch wenn Bob-Dominator Francesco Friedrich (Oberbärenburg) in St. Moritz seine zweite Niederlage in diesem Winter kassierte, sah der 31-Jährige keinen Grund zur Sorge. Beim Weltcup-Finale auf der Schweizer Natureisbahn musste sich der Doppel-Olympiasieger im Vierer dem Letten Oskars Kibermanis mit 0,16 Sekunden geschlagen geben und verpasste damit auch den EM-Titel.

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"Paar kleine Fehler"

Nach dem ersten Lauf hatte der Pirnaer sogar nur auf Rang drei gelegen, doch mit Bahnrekord ließ er im zweiten Durchgang dann den Russen Rostislav Gaitiukevich noch hinter sich. Viel wichtiger für den Sachsen war aber, dass er Anschieber Alexander Rödiger einen schönen Abschluss seiner Karriere beschert hat und dass auch Martin Grothkopp, der nur als Ersatzmann mit zu den Olympischen Spielen fährt, noch einmal zum Einsatz kam. Der 36-jährige Rödiger hatte sich vor zwei Monaten den Bizepsmuskel abgerissen und hatte sich extra beeilt, wieder fit zu werden, um nach 17 Jahren seine Laufbahn in St. Moritz abzuschließen.

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Nach dem Rennen hielt Trainer Gerd Leopold ein Schild nach oben, auf dem die Botschaft stand: „Danke Rödi!“. Und der gebürtige Eisenacher sagte gerührt: „Ich bin froh, dass ich nochmal die Chance hatte, mit den Jungs an den Start zu gehen.“ Nachdem Friedrich am Tag zuvor mit Thorsten Margis den Zweier und damit auch EM-Gold sowie den Gesamtweltcup im kleinen Schlitten und den Gesamtweltcup in der Kombination gewonnen hatte, reagierte er auf Rang zwei im Vierer ganz relaxt: „Wir hatten im ersten Lauf noch paar kleine Fehler, mussten uns am Start noch einpegeln. Dann haben wir mit Bahnrekord zurückgeschlagen und sind super stolz, dass wir das Geschenk ,Rödi’ noch mitgeben können. Ansonsten ist St. Moritz eine ganz besondere Bahn, und die Letten haben schon immer gezeigt, dass ihr Material hier sehr gut läuft. Da muss sich wegen Olympia niemand Sorgen machen“, blieb „Franz“ cool. Christoph Hafer (Bad Feilnbach) bot Im Vierer mit Weltcup- und EM-Rang vier eine starke Leistung. Der für Stuttgart startende Johannes Lochner kam zeitgleich mit dem Kanadier Justin Kripps auf Weltcup-Rang fünf und EM-Rang vier. Im kleinen Schlitten wurde Lochner Weltcup-Dritter und EM-Zweiter.

Bei den Frauen erkämpfte sich Kim Kalicki (Wiesbaden) den Weltcup-Sieg und EM-Titel im Zweierbob. Beim deutschen Dreifacherfolg setzte sie sich mit Olympia-Anschieberin Lisa Buckwitz vor Mariama Jamanka (Oberhof) durch. Die Zweierbob-Olympiasiegerin hatte schon am Vortag als Weltcup-Vierte den EM-Titel im Monobob geholt. EM-Dritte im Zweier wurde Laura Laura Nolte (Winterberg).

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