08. Oktober 2019 / 09:31 Uhr

Francesco Friedrich wird „nur“ deutscher Vizemeister im Bob-Anschub-Wettbewerb

Francesco Friedrich wird „nur“ deutscher Vizemeister im Bob-Anschub-Wettbewerb

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Zweierbob-Weltmeister
Francesco Friedrich (rechts) beim Anschieben seines Zweierbobs © Tobias Hase
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Der Weltmeister und Doppel-Olympiasieger aus Pirna erzielt im Anschubwettbewerb ein ungewohntes Resultat.

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Dresden. Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich musste zum Auftakt der neuen Wintersaison einen kleinen Dämpfer hinnehmen. Der 29-jährige Pirnaer belegte bei der Deutschen Meisterschaft im Bob- und Skeleton-Anschub in Oberhof mit Anschieber Alexander Schüller den zweiten Platz. Das sächsische Duo musste sich mit 0,02 Sekunden Rückstand Johannes Lochner und Christopher Weber (Stuttgart) geschlagen geben. Der Olympia-Zweite Nico Walther erreichte mit Paul Krenz den fünften Platz.

Der Oberbärenburger Junioren-Weltmeister Richard Oelsner wurde im kleinen Schlitten mit Issam Ammour Sechster, gewann dann überraschend die Konkurrenz im Vierer. Weil zwei seiner Anschieber etwas angeschlagen waren, verzichtete allerdings Doppel-Weltmeister Francesco Friedrich auf die Teilnahme an diesem Wettbewerb. Nico Walther kam auf Rang vier.

„Ergebnisse nicht überbewerten“

„Man darf die Ergebnisse nicht überbewerten. Bei den Einzeltests vor zwei Wochen erwies sich Francesco Friedrich als bester Pilot und Alexander Schüller war schnellster Anschieber. Manche kamen jetzt direkt aus dem Urlaub, andere haben die Meisterschaft aus dem vollen Training heraus bestritten. Sicher hätte ich mir bei Nico Walther noch eine kleine Steigerung gewünscht, aber insgesamt liegen alle im grünen Bereich“, bewertet Co-Bundestrainer Gerd Leopold die Ergebnisse der beiden Spitzenpiloten aus Sachsen gelassen, fügt aber an: „Man sieht, dass wir Reserven haben und dass natürlich auch die anderen nicht schlafen.“ Gefreut habe er sich besonders über den Vierer-Sieg von Richard Oelsner: „Er hat eine starke Leistung abgeliefert. Da sieht man, dass die Jungen von hinten Druck machen. Ich hoffe, er kann den Rückenwind mit in die Selektionen nehmen.“

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Bei den Frauen musste die sächsische Pilotin Stephanie Schneider ihren Start absagen, weil ihre Anschieberinnen Lisette Thöne (Schulter ausgekugelt) und Ann-Christin Strack (Infekt) nicht einsatzfähig waren. Gold sicherte sich Laura Nolte mit Deborah Levi (Winterberg) vor Olympiasiegerin und Weltmeisterin Mariama Jamanka (Thüringen) mit Kira Lipperheide. Bronze erkämpfte sich die in Sachsen trainierende Kim Kalicki mit der vom LV Erzgebirge zum Bobsport gewechselten Leichtathletin Viktoria Dönicke. Den Skeleton-Wettbewerb der Frauen gewann überraschend die Oberbärenburger Nachwuchsathletin Susanne Kreher, die die beiden erfahrenen Sophia Griebel (Suhl) und Tina Hermann (Königssee) hinter sich ließ. Bei den Männern ließ der für Oberbärenburg startende Axel Jungk die Titelkämpfe aus. Es siegte der Suhler Fabian Küchler.

Inzwischen hat auch die Vereisung der Bahn im Altenberger Kohlgrund begonnen. Hier finden vom 17. Februar bis 1. März 2020 die Weltmeisterschaften statt. Schon vom 5. bis 11. November steigt auf der WM-Bahn auch die Deutsche Meisterschaft, die für die einheimischen Asse als erste von zwei Selektionen gilt.

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