23. November 2018 / 11:51 Uhr

Bayern-Trainer Niko Kovac über neuen Eklat von Franck Ribéry: "Da bin ich überrascht"

Bayern-Trainer Niko Kovac über neuen Eklat von Franck Ribéry: "Da bin ich überrascht"

Roman Gerth
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayerns Trainer Niko Kovac hat seinen umstrittenen Star Franck Ribéry gegen Kritik verteidigt.
Bayerns Trainer Niko Kovac hat seinen umstrittenen Star Franck Ribéry gegen Kritik verteidigt. © imago/Sven Simon
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Der FC Bayern steht vor dem Spiel gegen Fortuna Düsseldorf unter Druck - nicht nur sportlich, da es den letzten Heimsieg in der Liga am 3. Spieltag gab. Der neue Wirbel um Franck Ribery beschäftigt auch Trainer Niko Kovac. Er wird daraus allerdings keine Konsequenzen ziehen.

Niko Kovac wird sportlich nicht auf den vom SPORTBUZZER enthüllten Eklat von Franck Ribéry reagieren. Das teilte der Coach des FC Bayern auf der Pressekonferenz vor der Partie gegen Fortuna Düsseldorf mit. Auf die Frage eines Journalisten, ob der Vorfall in Leverkusen Konsequenzen für den französischen Star haben wird, antwortete er mit "Nein". Kovac werde Ribéry nicht auf die Bank verbannen. "Das, was die Spieler privat oder neben dem Platz machen, muss ich anders bewerten", meinte der Kroate. "Ich will nicht als Moralapostel dastehen."

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Ribéry soll nach dem Spiel in Leverkusen am 15. September, bei dem er frühzeitig aus dem Stadion verschwunden war, einen Fotografen attackiert haben. Dieser wollte ihn im Taxi ablichten. Das Fahrzeug kehrte um - und der Franzose packte den Fotografen am Handgelenk, schrie ihn an und forderte ihn dazu auf, die Bilder umgehend zu löschen.

Franck Ribéry: Internationale Pressestimmen zum neuen Eklat

Am Rande des Bayern-Spiels gegen Leverkusen leistete sich Franck Ribéry erneut einen Ausrutscher. Der Franzose attackierte einen Fotografen. Der <b>SPORT</b>BUZZER hat die Reaktionen der internationalen Presse zusammengestellt. Zur Galerie
Am Rande des Bayern-Spiels gegen Leverkusen leistete sich Franck Ribéry erneut einen Ausrutscher. Der Franzose attackierte einen Fotografen. Der SPORTBUZZER hat die Reaktionen der internationalen Presse zusammengestellt. ©

Von diesem Vorfall hatte FCB-Coach Kovac offenbar keine Kenntnis. Als ein Reporter in der PK ihn darauf anspricht, sagt er: "Dass, was sie mir als zweiten Punkt genannt haben, da bin ich überrascht und weiß ich nichts davon." Zum Eklat in Dortmund, wo Ribéry seinen französischen Landsmann, den TV-Experten Patrick Guillou, nach der 2:3-Niederlage geohrfeigt hatte, meinte Kovac: "Das, was in Dortmund passiert ist, ist aus der Welt geschafft. Über alles andere müssen wir nicht reden."

Rückkehr von Robben gegen Fortuna möglich

Sportlich wächst der Druck auf Kovac gehörig. Der 47-Jährige hat mit seinem Team seit dem 3. Spieltag kein Heimspiel mehr gewonnen, darunter die deutliche 0:3-Pleite gegen Gladbach. Vor der Länderspielpause setzte es zudem das 2:3 gegen den BVB, was den Rückstand auf die Tabellenspitze auf sieben Punkte anstiegen ließ. Der deutsche Rekordmeister ist aktuell nur Fünfter.

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Daher geht der Blick der Bayern vor der Partie gegen Fortuna Düsseldorf auch eher um die direkt vor ihnen liegende Konkurrenz. "Wir können jetzt nicht nach ganz oben schauen. Wir wollen zusehen, dass wir zum Jahresende hin ein paar Punkte abknabbern können", sagte Kovac auf der PK vor dem wichtigen Heimspiel. Dabei kann der Bayern-Coach womöglich wieder auf Arjen Robben setzen. "Bei Arjen sah es schon gut aus. Sollte er sich morgen gut fühlen, wird er eine Option für den Kader sein", betonte der Kroate. Beim Spitzenspiel in Dortmund hatte der Niederländer noch wegen anhaltenden Knieproblemen gefehlt.

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