05. Januar 2019 / 16:33 Uhr

Kommentar: Franck Ribéry ist für den FC Bayern nicht mehr tragbar

Kommentar: Franck Ribéry ist für den FC Bayern nicht mehr tragbar

Tom Vaagt
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Schon wieder ein Aussetzer von Bayern-Star Franck Ribéry: Für <b>SPORT</b>BUZZER-Redaktionsleiter Tom Vaagt ist der Franzose beim FCB nicht mehr tragbar.
Schon wieder ein Aussetzer von Bayern-Star Franck Ribéry: Für SPORTBUZZER-Redaktionsleiter Tom Vaagt ist der Franzose beim FCB nicht mehr tragbar. © imago
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Franck Ribéry hat seine Skandal-Akte durch einen vulgären Ausbruch bei Twitter weiter gefüllt. Der FC Bayern muss trotz aller sportlichen Verdienste nun einen Schlussstrich unter das Kapitel des Franzosen ziehen. Ein Kommentar von SPORTBUZZER-Redaktionsleiter Tom Vaagt.

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Man kann Franck Ribéry nur wünschen, dass er das Opfer einer Hackerattacke geworden ist. Ganz gewiss nicht aus Boshaftigkeit. Im Gegenteil. Will man nicht das letzte Fünkchen Hoffnung verlieren, dass der Profi des FC Bayern vielleicht doch noch irgendwie zum Vorbild taugt, ist dies der einzige Ausweg. Die vulgäre Schimpftirade, die der Franzose bei Twitter gegen all jene richtete, die ihn wegen des Verspeisens eines mit Blattgold ummantelten 1200-Euro-Steaks kritisierten, ist schlicht ekelhaft und verdeutlicht: Ribéry hat jedes Maß verloren.

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Diese Maßlosigkeit zeigt sich in einer Welt, in der die Grenzen zwischen Luxus und Dekadenz mancherorts zunehmend verschwimmen, nicht allein in Ribérys extravaganter Speisenwahl. Sie zeigt sich in seiner Wortwahl und seinem offenkundigen Selbstverständnis. Zur Erinnerung: Ribéry stellte das Video mit besagtem Stück Fleisch und besagtem Blattgold selbst ins Internet. Er wollte zeigen, was er hat. Präsentieren, was er kann. Sein gutes Recht. Für Ribéry gab es aber nur einen Schluss: Dass, was er da tut, ist toll. Für den 35-Jährigen völlig unverständlich: Man kann das auch anders sehen. Ein Szenario, das im Kosmos Ribéry offenbar für Kontrollverlust sorgte.

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Weltweite Empörung: Bayern-Star Franck Ribery muss sich nach seinen vulgären Beleidigungen in den sozialen Netzwerken nun mit Kritik der internationalen Presse auseinandersetzen. Alle Pressestimmen hier im Überblick. ©
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Mütter, Großmütter, ja ganze Stammbäume zu beleidigen zeugt nicht von der fußballerischen Klasse, die Ribéry seit Jahren auf dem Fußballfeld zeigt. Das Problem: Sein Temperament kann mit dem Können seiner Füße nicht mithalten.

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Erst im September war es zu einer lautstarken Auseinandersetzung mit einem Fotografen gekommen, zwei Monate später hatte Ribéry einen Journalisten geohrfeigt. Wirkliche Konsequenzen bekam der Routinier nie zu spüren. Stattdessen hofft er sogar noch immer auf ein neues Vertragsangebot der Bayern – also von jenem Klub, der vor nicht allzu langer Zeit höchste moralische Werte einforderte. Spätestens jetzt hätte den Bossen klar sein müssen: Ribéry ist nicht mehr tragbar. Auf die am Sonntag verhängte Geldstrafe wird der Franzose allenfalls mit einem Schulterzucken reagieren.

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