22. September 2020 / 22:49 Uhr

Nach durchwachsenem Start: Chelsea-Trainer Frank Lampard verteidigt Kai Havertz

Nach durchwachsenem Start: Chelsea-Trainer Frank Lampard verteidigt Kai Havertz

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Kai Havertz ist noch nicht ganz beim FC Chelsea angekommen - sein Trainer Frank Lampard zeigt Verständnis.
Kai Havertz ist noch nicht ganz beim FC Chelsea angekommen - sein Trainer Frank Lampard zeigt Verständnis. © imago images/PA Images
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In seinen ersten beiden Spielen für den FC Chelsea konnte der im Sommer von den Blues verpflichtete Kai Havertz noch nicht überzeugen. Auf einer Pressekonferenz verteidigte Trainer Frank Lampard nun den teuersten deutschen Spieler der Geschichte.

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Sein Wechsel sorgte in England für Aufmerksamkeit: Für die Fabel-Ablöse von 100 Millionen Euro machte der FC Chelsea Anfang September den Transfer des 21 Jahre alten deutschen Nationalspielers Kai Havertz perfekt. Der Offensivspieler stieg damit zum teuersten deutschen Spieler der Geschichte auf. In seinen ersten beiden Einsätzen für die Blues konnte der DFB-Star die Kritiker in England allerdings noch nicht überzeugen. Nach einer durchwachsenen Vorstellung beim 3:1-Sieg zum Saisonauftakt bei Brighton & Hove Albion (nach 80 Minuten ausgewechselt), zeigte Havertz bei der 0:2-Pleite des FC Chelsea im Topspiel gegen den FC Liverpool am Sonntag erneut eine maue Leistung und wurde aus taktischen Gründen schon nach 45 Minuten ausgewechselt. Auf einer Pressekonferenz der Blues hat Chelsea-Trainer Frank Lampard seinen Schützling nun verteidigt.

Lampard hat keinen Zweifel an Havertz' Qualitäten: "Der Schlüssel ist, ihn fit zu bekommen", sagte die Chelsea-Legende vor dem Ligapokal-Spiel gegen den FC Barnsley. Aufgrund von Personalproblemen in der Offensive könne man im Fall Havertz allerdings nicht abwarten. "Wir müssen ihn fit kriegen - und dann wird sehr klar werden, warum er hier ist", beschwichtigte Lampard die Kritiker.

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Einer der Kritiker nach der Blues-Pleite gegen Liverpool war Ex-LFC-Star Jamie Carragher, der den Chelsea-Coach für dessen taktische Ausrichtung kritisiert hatte. So spielte Havertz wie schon gegen Brighton anstatt auf der Position hinter der Spitze - wo er schon oft in Leverkusen und der DFB-Elf glänzte - als Rechtsaußen. "Er sieht aus wie ein Zehner, davon gibt es aktuell im Fußball nicht viele. Wo er heute gespielt hat, passt es nicht für Chelsea", kritisierte Carragher. Diesen Kommentar lässt Lampard allerdings nicht zu: "Kai hat in seiner Karriere schon auf vielen Positionen gespielt, als Stürmer, als Zehner, als Achter - in Leverkusen hat er aber auch viel auf der rechten Seite gespielt und ich habe meine eigenen Vorstellungen, wie es weitergeht."

Schon direkt nach der Niederlage gegen den vom deutschen Trainer Jürgen Klopp trainierten Titelverteidiger bat Lampard bei Havertz um Geduld. "Er braucht Zeit", meinte der Ex-Nationalspieler Englands über den 21-Jährigen, der im Spiel ohne Torabschluss blieb. Unterstützung bekam Lampard vom früheren Trainer Harry Redknapp: "Wir sitzen hier und stellen Havertz infrage, der seit zwei Minuten hier ist?", fragte der erfahrene Ex-Coach. Der Ex-Chelsea-Star Ashley Cole nahm den Teamkollegen des ebenfalls zu den Blues gewechselten Stürmers Timo Werner ebenfalls in Schutz: "Wenn neue Spieler zum Team stoßen, ist es ein Prozess. Die neuen Spieler brauchen Zeit, um in Form zu kommen. Kai Havertz hat nur vier oder fünf Tage trainiert."