04. Februar 2021 / 16:00 Uhr

Frankenhain und Kitzscher marschieren in Leipziger Frauen-Stadtliga vorneweg

Frankenhain und Kitzscher marschieren in Leipziger Frauen-Stadtliga vorneweg

Ronny Pohle
Leipziger Volkszeitung
Kitzscher klar mit 10:1. Hier wird der Torschuß von  Frankenhains Spielführerin Carolin Weber (li.) durch Kitzschers Kapitänin Caroline Klause (re.) erfolgreich abgewehrt.
Frankenhains Spielführerin Carolin Weber (li.) schießt, Kitzschers Kapitänin Caroline Klause (re.) wehrt erfolgreich ab. © Thomas Kube
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In der Frauen-Stadtliga Leipzig mischt nach dem Umzug ein regionales Duo ganz oben an der Spitze mit. Die größte Überraschung in dieser Saison ist der Zweite Tabellenplatz vom FSV Kitzscher, während die Lausicker lediglich gegen die Reserve von Roter Stern gewinnen konnten.

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Borna/Geithain. Stillstand herrscht gerade überall, auch in der Frauen-Stadtliga (Staffel Süd), in der vier regionale Teams an den Start gehen. Jahrelang wurschtelte sich die Frauen-Kreisliga im Landkreis so durch, der Abwärtstrend konnte aber trotz der guten Arbeit der regionalen Teams nicht gestoppt werden. Auch diesmal musste wieder ein Frauenteam passen, aufgrund von Spielermangel meldete der Thierbacher SV keine Mannschaft für den Ligabetrieb, der FSV Luppa indes stieg in die Landesklasse auf.

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Die vier verbliebenen Teams, namentlich Olympia Frankenhain, FSV Kitzscher, TuS Pegau und FC Bad Lausick, entschieden sich dann folgerichtig dazu, sich der Leipziger Stadtliga (Staffel Süd) anzuschließen. Fünf Spieltage konnten dort absolviert werden – und für zwei Mannschaften lief es bis zum Abbruch mehr als gut.

Kitzscher überrascht

Eine Szene aus der Begegnung Olympia Frankenhain (rot) gegen TuS Pegau (orangene Trikots).
Eine Szene aus der Begegnung Olympia Frankenhain (rot) gegen TuS Pegau (orangene Trikots). © Ronny Pohle

Olympia Frankenhain (1.) war schon zuzutrauen, dass sie sich in der neuen Liga gut zurechtfinden würden. Dass sie dann jedoch alle ihre Spiele gegen Roter Stern II (12:0), Zwenkau/Groitzsch (4:2), Stötteritz (2:1), LSV Südwest (7:0) und Pegau (2:1) gewinnen und auf Platz eins liegen, war dann doch nicht unbedingt zu erwarten. Aber schon beim Pokalsieg gegen Pegau war zu beobachten, dass der neue/alte Trainer Jürgen Heinich wieder Konstanz reingebracht und ein richtig homogenes Team geformt hat.

Die Überraschung schlechthin ist allerdings der FSV Kitzscher (2.). In der letzten Saison ohne Punktgewinn abgeschlagen Letzter der regionalen Kreisliga, rangieren sie derzeit mit 13 Punkten auf Platz zwei. Trainer Helmut Klause scheint dort an den richtigen Schrauben gedreht zu haben. Bereits im ersten Spiel ließen die Mädels aus Kitzscher aufhorchen, als sie in Pegau mit 3:2 gewinnen konnten. Nach dem 1:0-Sieg gegen Roter Stern II strotzten sie beim Derby gegen Bad Lausick nur so vor Spielfreude und deklassierten die Kurstädterinnen klar mit 5:1. Phönix Leipzig II konnte mit 3:1 bezwungen werden und gegen Blau-Weiß Leipzig reichte es zum Punktgewinn (1:1).

Lausicker mit nur einem Sieg

TuS Pegau (6.) und der FC Bad Lausick (7.) kamen dagegen nicht richtig in Tritt. Nach den Niederlagen gegen Frankenhain und Kitzscher mussten sich erstgenannte auch Blau-Weiß Leipzig mit 1:3 geschlagen geben. Gegen Bad Lausick führte Pegau bereits 2:0, musste dann den Ausgleich hinnehmen und konnte dennoch mit 3:2 gewinnen. Viel Sicherheit brachte dieser Erfolg nicht, denn nur noch gegen Phönix konnte mit 3:1 triumphiert werden.

Eine bislang enttäuschende Saison musste der FC Bad Lausick verkraften. Nur ein Sieg (Roter Stern II 6:0) und ein Remis gegen den LSV Südwest (2:2) bedeuten vier Punkte aus fünf Spielen. Dies dürfte Trainer Toni Hempel nicht besonders geschmeckt haben.

Hier im Zweikampf: Bad Lausicks Emily Jasmin Pfützner (r.) und die Thierbacherin Diana Mamedov.
Für Bad Lausick, hier in einem früheren Spiel gegen den Thierbacher SV, läuft es bisher nicht rund. © Thomas Kube

Auch in der Frauen-Stadtliga lautet das Ziel, die Hinrunde noch zu Ende zu spielen, um eine Wertung zu erreichen. Dies bedeutet, noch vier Spieltage über die Bühne zu bringen, das dürfte machbar sein. Für Pegau und Bad Lausick heißt es, die Saison noch so gut wie möglich zu beenden. Für Frankenhain und Kitzscher allerdings ist die Chance relativ groß, sogar noch Meister zu werden.