01. Mai 2021 / 13:44 Uhr

Neuer Frankfurt-Boss Krösche auf Trainer-Suche: Schmidt schließt Wechsel aus, Glasner Top-Favorit

Neuer Frankfurt-Boss Krösche auf Trainer-Suche: Schmidt schließt Wechsel aus, Glasner Top-Favorit

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Während Frankfurts zukünftiger Sportvorstand Markus Krösche (Mitte) wohl nicht mit Roger Schmidt (links) als neuen Trainer planen kann, ist Oliver Glasner (rechts) ein Kandidat auf die Nachfolge von Adi Hütter.
Während Frankfurts zukünftiger Sportvorstand Markus Krösche (Mitte) wohl nicht mit Roger Schmidt (links) als neuen Trainer planen kann, ist Oliver Glasner (rechts) ein Kandidat auf die Nachfolge von Adi Hütter. © Getty Images (Montage)
Anzeige

Hütter, Hübner, Bobic weg - und dann? Die erste Personalentscheidung hat Eintracht Frankfurt verkündet: Markus Krösche übernimmt den Sportvorstandsposten. Und muss sich direkt mit der Besetzung der Trainer-Position beschäftigen. Mit Kumpel Roger Schmidt kann Krösche wohl nicht planen. Es deutet alles auf einen Coach aus der Bundesliga hin.

Anzeige

Markus Krösche ist der neue Sportvorstand bei Eintracht Frankfurt. Die Hessen präsentierten den 40-jährigen Ex-Profi am Samstag als Nachfolger für Fredi Bobic, den es nach dem Saisonende zu Hertha BSC zieht. Auf den Noch-Sportdirektor von RB Leipzig kommt bei der SGE jede Menge Arbeit zu. Erstmal gilt es, die Trainer-Position zu besetzen. Zuletzt war immer wieder von zwei Top-Kandidaten die Rede - jetzt deutet alles auf einen aktuellen Bundesliga-Coach hin.

Anzeige

Weil es Trainer Adi Hütter an den Niederrhein zu Borussia Mönchengladbach zieht, muss ein neuer Fußball-Lehrer her. Die Trainersuche am Main wird nach der Krösche-Vorstellung richtig konkret. Warum Roger Schmidt vom PSV Eindhoven auf dieser Liste immer wieder auftaucht, liegt auf der Hand. Krösche arbeitete fast zwei Jahre lang bei Bayer Leverkusen als Co-Trainer von Schmidt, zuvor spielte der neue SGE-Sportvorstand beim SC Paderborn auch eine Saison lang gemeinsam mit Schmidt und später auch als Kapitän unter ihm als Trainer.

Schmidt schließt Wechsel aus

"Wir sind natürlich ständig im Kontakt und schauen einfach, was die Zukunft bringt. Ich hätte nichts dagegen auch beim nächsten Verein wieder an der Seite von Roger zu arbeiten", hatte Krösche nach dem Aus in Leverkusen im Jahr 2017 gegenüber Sport1 gesagt. Dass es jetzt bei der Eintracht das Comeback dieses erfolgreichen Duos gibt, ist aber wohl ausgeschlossen. Schmidt gab erst am Freitag ein Versprechen in Richtung PSV-Verbleib ab. "Ich bin nicht für ein Jahr hier hingekommen", wurde er von De Telegraaf zitiert.

Man habe eine zweijährige Zusammenarbeit vereinbart - der Vertrag des 54-Jährigen läuft noch bis Ende Juni 2022. "Ich gucke auf die kommende Saison und hoffe, mit der Mannschaft in der Champions League aktiv zu sein. Wenn ich jetzt gehen würde, hätte ich nicht das Gefühl, Trainer von PSV gewesen zu sein", so Schmidt. An den Gerüchten könne er "nichts ändern". Sollte der frühere Trainer von Bayer Leverkusen bei diesen Aussagen bleiben, wäre ein Wechsel zurück nach Deutschland ausgeschlossen. Doch was passiert dann bei der Eintracht? Laut übereinstimmenden Medienberichten macht wohl ein Coach eines Bundesliga-Kontrahenten das Rennen um den Trainer-Sessel in Frankfurt - Oliver Glasner.

Glasner wohl ohne Zukunft in Wolfsburg

Wie die Bild berichtet, könne der Trainer des VfL Wolfsburg bis zum 15. Mai von seiner Ausstiegsklausel (5 Millionen Euro) Gebrauch machen. Unabhängig von einem möglichen Abschied via Klausel droht Glasner ohnehin das Aus in Wolfsburg. Denn dass sein fehlendes Bekenntnis zu einer Zukunft in Wolfsburg bei Manager Jörg Schmadtke und dem stets um Ausgleich bemühten Sportdirektor Marcel Schäfer für Riesen-Unmut sorgt, ist rund um den VfL längst ein offenes Geheimnis. Für Krösche bietet dieser Streit eine Gelegenheit. Doch neben der Eintracht sollen auch Leverkusen und Klubs aus der Premier League an Glasner interessiert sein.

Auf den neuen SGE-Sportvorstand warten auch einige Unklarheiten neben der Trainersuche zu. Serientorschütze André Silva und Flügelspieler Filip Kostic sind begehrt und könnten wohl nur bei einer Teilnahme an der Königsklasse zu halten sein. Was mit Real-Madrid-Leihgabe Luka Jovic passiert, ist noch offen. Als Neuzugänge stehen bisher nur Christopher Lenz (Union Berlin) und Ali Akman (Bursaspor) fest. Zudem kehren Rodrigo Zalazar (FC St. Pauli), Dejan Joveljic (Wolfsberger AC), Goncalo Paciencia, Frederik Rönnow (beide Schalke 04), Dominik Kohr, Danny da Costa (beide Mainz 05) und Nils Stendera (Lok Leipzig) von ihren Leihstationen zurück. Für Krösche ist klar: "Ich möchte dazu beitragen, dass die aktuelle Erfolgsstory dieses Traditionsvereins auch in der Zukunft weitergeschrieben werden kann."