01. April 2021 / 14:08 Uhr

Eintracht-Trainer offenbar im Gladbach-Visier: Das sagen Adi Hütter und Max Eberl

Eintracht-Trainer offenbar im Gladbach-Visier: Das sagen Adi Hütter und Max Eberl

René Wenzel
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Gladbach-Manager Max Eberl (rechts) ist auf Trainersuche. Frankfurt-Coach Adi Hütter spielt dabei wohl eine große Rolle.
Gladbach-Manager Max Eberl (rechts) ist auf Trainersuche. Frankfurt-Coach Adi Hütter spielt dabei wohl eine große Rolle. © IMAGO/Mika Volkmann/Getty (Montage)
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Bleibt Adi Hütter bei Eintracht Frankfurt oder verlässt er den Klub in Richtung Borussia Mönchengladbach? Am Donnerstag reagierten der SGE-Trainer und Gladbach-Sportdirektor Max Eberl auf die Gerüchte. 

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In der Bundesliga könnte es einen weiteren Trainer-Transfer geben. Wie die Bild berichtete, erhielt Adi Hütter von Eintracht Frankfurt bereits eine offizielle Anfrage von Borussia Mönchengladbach. Der österreichische Coach reagierte bereits vor einigen Wochen auf die Gerüchte. Nach dem jüngsten Bericht bezog der SGE-Trainer am Donnerstag nun erneut Stellung. Und hielt sich dieses mal etwas bedeckter.

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"Ich möchte auch an dieser Stelle einfach mal klarstellen, dass ich nicht ständig Lust habe, über Gerüchte und Spekulationen zu sprechen. Ich kann nur das wiederholen, was ich schon vor Wochen gesagt habe. Für mich ist das Allerwichtigste, dass wir gemeinsam ein großes Ziel haben. Wir spielen hier um etwas, was Eintracht Frankfurt noch nie erreicht hat. Und das ist eine schwierige Aufgabe. Dieser Monat April ist für mich aktuell das absolut Wichtigste", sagte Hütter bei der Pressekonferenz am Donnerstag vor dem Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund am Samstag (15.30 Uhr/Sky).

Ende Februar hatte der 51-jährige Coach im TV-Talk Sky90 anderen Klubs quasi eine Absage erteilt. "Ich bleibe", betonte Hütter, der bei den Frankfurtern seit 2018 in der sportlichen Verantwortung steht und seinen Vertrag im Herbst des Vorjahres vorzeitig bis zum Sommer 2023 verlängert hatte. Ganz so deutlich wurde er bei der Medienrunde am Donnerstag nicht. Auf eine entsprechende Nachfrage sagte Hütter: "Ich stehe dazu, was ich mal gesagt habe. Ich glaube aber es ist viel, viel wichtiger, dass wir am Samstag ein sehr, sehr wichtiges Bundesliga-Spiel und einen wichtigen Monat April vor uns haben. Soll ich mich jetzt hier jeden zweiten, dritten Tag hinstellen und irgendetwas kommentieren oder dementieren? Ich bin zu einhundert Prozent fokussiert auf unsere Aufgabe."

Gladbach-Sportdirektor Eberl reagiert auf Gerüchte

Hütter soll im Vertrag bei der Eintracht eine Ausstiegsklausel in Höhe von 7,5 Millionen Euro besitzen. Für Klubs, die die Champions League erreichen, soll die Summe sogar bei zehn Millionen Euro liegen. Gladbach befindet sich aktuell nicht auf dem Weg in die Königsklasse. Und mit Ausstiegsklauseln kennen sich die Fohlen aus. Für den Abgang von Marco Rose zu Borussia Dortmund erhalten die Gladbacher fünf Millionen Euro. Doch die Gerüchte um Hütter wollte Sportdirektor Max Eberl auf Nachfrage nicht direkt kommentieren. "Die Frage ist berechtigt nach dem, was ich gelesen habe. Ich habe zu Beginn der Trainersuche etwas gesagt und von diesem Weg werde ich nicht abgehen. Wie der Stand ist, mit welchen Kandidaten, mit wem, wann, wo, wie - wenn wir etwas zu verkünden haben werden wir ein bisschen mehr dazu sagen aber Stand heute bleibe ich bei meiner Argumentation, dass ich nichts dazu sagen und nichts kommentieren werde", erklärte Eberl.

Der Verlust von Hütter trotz erst kürzlicher Vertragsverlängerung bis 2023 wäre für die Frankfurter richtig bitter: Mit Sportdirektor Bruno Hübner und Sportvorstand Fredi Bobic (im Falle erfolgreicher Verhandlungen mit Hertha BSC) werden gleich zwei wichtige Männer die SGE verlassen. Und mit solchen Abgängen kennt sich die Eintracht aus. Das jüngste Trainer-Beispiel ist dabei noch Niko Kovac. Der frühere Adler-Coach erklärte im Jahr 2018 erst, dass es keinen Grund daran zu zweifeln gebe, dass "ich im nächsten Jahr hier nicht Trainer bin. Punkt". Das klang eindeutig. Doch dann folge ein "Stand jetzt". Und wenig später gab der FC Bayern die Verpflichtung von Kovac bekannt. Bei Hütter droht der Eintracht ein ähnlicher Ablauf.