26. November 2022 / 15:16 Uhr

"Erwachsener" Dembéle will "Protagonist" der WM sein, Deschamps lobt Reifeprozess - Bangen um Coman

"Erwachsener" Dembéle will "Protagonist" der WM sein, Deschamps lobt Reifeprozess - Bangen um Coman

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ousmane Dembélé (l.) und Kingsley Coman sin feste Größen in der Offensive von Frankreich-Trainer Didier Deschamps.
Ousmane Dembélé (l.) und Kingsley Coman sin feste Größen in der Offensive von Frankreich-Trainer Didier Deschamps. © IMAGO/Shutterstock/Sven Simon/PA Images (Montage)
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Ousmane Dembélé hat bei der WM in Katar ehrgeizige Ziele formuliert. Frankreich-Trainer Didier Deschamps setzt auch im Spiel gegen Dänemark auf den 25-Jährigen, dessen positive Entwicklung er hervorhob. Sorgen bereitet indes Bayern-Profi Kingsley Coman. 

Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps hat dem früheren Dortmunder Ousmane Dembélé einen erfolgreichen Reifeprozess bestätigt. "Er ist durch eine schwierige Phase gegangen mit einigen schwereren Verletzungen. Aber er ist in dieser Zeit auch erwachsener geworden", sagte Deschamps am Freitag über den Flügelstürmer, der beim 4:1 zum Auftakt gegen Australien in der Startelf stand.

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"In defensiver Hinsicht hat er große Fortschritte gemacht. Wenn er nach hinten arbeiten muss, tut er das", fügte Deschamps vor dem zweiten Gruppenspiel am Samstag gegen Dänemark (17 Uhr, ARD und Magenta TV) hinzu: "Und offensiv kann er dem Gegner jederzeit Probleme bereiten, weil er so schnell und talentiert ist. Er muss nur noch effektiver werden. Er hat gegen Australien kein Tor geschossen, aber er hat eines schön vorbereitet."

Dembélé hatte sich bei einer Pressekonferenz am Mittwoch künftige Fragen nach seinem angeblich kritikwürdigen Lebenswandel verbeten. "Ich denke, wir sollten diese Frage künftig streichen, weil sich viele Dinge verändert haben", hatte er gesagt: "Man verändert sich zwischen 19, 20 und 25. Einige Dinge waren nicht so, wie man es sich vorstellt. Aber ich bin reifer und verantwortungsbewusster geworden, in meinem Spiel und außerhalb des Platzes."

Dembélé war 2016 für rund zwölf Millionen Euro von Stade Rennes zu Borussia Dortmund gewechselt und ging ein Jahr später für über 100 Millionen Euro zum FC Barcelona, wo er noch heute spielt und nach Jahren voller Zweifel, Eskapaden und Missstimmung aktuell zu den unumstrittenen Leistungsträgern gehört. Er habe "schwierige Jahre gehabt, drei oder vier Saisons lang", sagte der 25-Jährige selbstkritisch. Bei der WM in Katar hat er hohe Ziele: "Ich bin ehrgeizig. Ich möchte ein Protagonist dieser Weltmeisterschaft sein."

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Kingsley Coman fehlte im Frankreich-Training

Bei einem Sieg gegen Dänemark steht Frankreich vorzeitig im Achtelfinale. Entsprechend wird der Weltmeister das Duell mit dem Europameister von 1992 angehen und auf Tore drängen. Die Offensive um Dembélé und Superstar Kylian Mbappé ist bei der "Equipe tricoloré" ohnehin Trumpf - und das Prunkstück. Sorgen bereitet in für die Tore zuständigen Mannschaftsteil der Franzosen nur Kingsley Coman. Der Profi des FC Bayern hat Medienberichten zufolge nach kurzer Aufwärmphase am Donnerstagabend nicht am Geheimtraining der Franzosen teilgenommen.

Bei dem Flügelstürmer, der gegen Australien zum Auftakt eingewechselt wurde, soll es sich aber nicht um akute Probleme handeln, sondern um eine Belastungssteuerung wegen anhaltender Adduktoren-Beschwerden. Es wird damit gerechnet, dass er am Samstag im Kader stehen kann.

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