22. November 2022 / 22:00 Uhr

Frankreich-Gala trotz Hernández-Ausfall: Titelverteidiger startet gegen Australien souverän in die WM

Frankreich-Gala trotz Hernández-Ausfall: Titelverteidiger startet gegen Australien souverän in die WM

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Titelverteidiger Frankreich durfte bei seinem WM-Auftakt gegen Australien jubeln. Sorge bereitet aber die möglicherweise schwere Verletzung von Lucas Hernández (eingeklinkt).
Titelverteidiger Frankreich durfte bei seinem WM-Auftakt gegen Australien jubeln. Sorge bereitet aber die möglicherweise schwere Verletzung von Lucas Hernández (eingeklinkt). © IMAGO/Yukihito Taguchi/USA TODAY Network/Sven Simon (Montage)
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Die französische Nationalmannschaft ist mit einem eindrucksvollen Sieg in die Weltmeisterschaft in Katar gestartet. Der Titelverteidiger setzte sich am Dienstagabend gegen Australien klar durch. Getrübt wurde der Erfolg durch die Verletzung eines nächsten Leistungsträgers.

Titelverteidiger Frankreich hat den Auftakt in die Weltmeisterschaft in Katar gemeistert, muss aber im weiteren Turnierverlauf auf Verteidiger Lucas Hernández verzichten. Die "Equipe Tricolore" drehte am Dienstagabend gegen Australien einen 0:1-Rückstand zu einem standesgemäßen 4:1 (2:1)-Erfolg. Adrien Rabiot (27.), Oliver Giroud (32./71.) und Kylian Mbappé (68.) sorgten für den Auftakt-Dreier des Weltmeisters. Craig Goodwin hatte zuvor in der 9. Minute den überraschenden Führungstreffer für den Underdog erzielt, in dessen Entstehung sich Hernández eine schwere Verletzung am rechten Knie zuzog und ausgewechselt werden musste. Auch ohne den Defensivspieler des FC Bayern übernahmen die Franzosen vorerst Platz eins in WM-Gruppe D vor Dänemark und Tunesien, die sich am Nachmittag torlos getrennt hatten.

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Frankreich-Coach Didier Deschamps startete mit drei seiner vier Bayern-Profis ins erste WM-Spiel. Die Münchner Benjamin Pavard, Dayot Upamecano und Hernández bildeten mit dem früheren Leipziger Ibrahima Konaté vom FC Liverpool die Abwehr der Franzosen im Al-Dschanub-Stadion in Al-Wakra. Kingsley Coman, Klubkollege des Trios beim FC Bayern, saß zunächst auf der Bank, stattdessen begann der Ex-Dortmunder Ousmane Dembélé. Im Sturmzentrum nahm Olivier Giroud (AC Mailand) den Platz des bei diesem Turnier verletzt fehlenden Karim Benzema (Real Madrid) ein. Marcus Thuram von Borussia Mönchengladbach und Randal Kolo Muani von Eintracht Frankfurt waren zunächst Ersatz. Bei den Australiern stand Mittelfeldspieler Jackson Irvine vom Hamburger Zweitligisten FC St. Pauli genau wie der frühere Bundesliga-Stürmer Mathew Leckie in der Anfangsformation.

Frankreich kam mit viel Tempo in die Partie und schnürte die Auswahl aus Down Under tief in der eigenen Hälfte ein. Bei einem der wenigen Entlastungsangriffe folgte der Nackenschlag, der sich im Nachgang als Doppel-Schock erwies. Erst verwertete Goodwin eine Hereingabe von Leckie zum 1:0 für die Australier (9.), dann musste Verteidiger Hernández unter offensichtlich starken Knieschmerzen und gestützt von den französischen Betreuern vom Platz begleitet werden. Der Defensivspieler hatte sich beim Versuch, die Leckie-Flanke zu blocken, ohne Fremdeinwirkung verletzt.

Die Franzosen müssen nach den Ausfällen von Star-Stürmer Karim Benzema, Christopher Nkunku, N'Golo Kanté, Paul Pogba und Presnel Kimpembe nun auch auf Hernandez verzichten. Umso beachtlicher erscheint die Reaktion von "Les Bleus", denn die Deschamps-Elf ließ sich auch vom neuerlichen Schock nicht beirren. Die drückende Überlegenheit münzten Rabiot per Kopf und nach Vorlage des für seinen Bruder eingewechselten Theo Hernández (27.) sowie Giroud nach mustergültiger Rabiot-Vorarbeit (32.) noch vor der Pause innerhalb von fünf Minuten in Zählbares um.

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Die weiterhin selbstsicher auftretenden Franzosen liefen auch fortan unnachgiebig an, hätten das Ergebnis etwa durch Giroud (50.) oder Mbappé (61.) schon frühzeitig in die Höhe schrauben können. Von Australien war in der Offensive bis auf einen Pfostentreffer von Irvine (45.+2) nichts mehr zu sehen. Folgerichtig machten Mbappé (68.) und Giroud (71.) mit dem nächsten Doppelschlag alles klar und besiegelten den sportlich starken Start des Titelverteidigers ins Turnier. Am Samstag wartet Dänemark (17 Uhr) auf die Franzosen. Australien muss dann gegen Tunesien antreten (11 Uhr).

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