11. September 2019 / 08:59 Uhr

Französischer Fußballpräsident kritisiert Spielunterbrechungen nach Homophobie

Französischer Fußballpräsident kritisiert Spielunterbrechungen nach Homophobie

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Noël Le Graët ist seit 2011 französischer Fußballpräsident.
Noël Le Graët ist seit 2011 französischer Fußballpräsident. © 2019 Getty Images
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Noël Le Graët, der Präsident des französischen Fusballverbandes, sorgt mit seinen Äußerungen über Homophobie in Stadien für Aufsehen. Laut dem 77-Jährigen sollten Spiele nur bei rassistischen Vorfällen oder Sicherheitsbedenken unterbrochen werden. 

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Frankreichs Verbandspräsident Noël Le Graët hat mit Aussagen über die Unterbrechung von Fußballspielen bei homophoben Gesängen für eine Kontroverse gesorgt. "Zu sagen, dass Fußball homophob ist und das einzige Symbol für Homophobie in Frankreich sein könnte, das ist ein bisschen viel. Das akzeptiere ich nicht", sagte der 77-Jährige dem französischen Nachrichtensender Franceinfo am Dienstag. "Wir werden dafür sorgen, dass es keine Banner mehr (in den Stadien) gibt, das ist ein Unterschied. Aber Spiele unterbrechen - nein."

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Die breit mit Talenten besetzte französische Mannschaft gehört bei der WM in Russland zu den absoluten Top-Favoriten. Doch die "Equipe Tricolore" blickt auch auf eine ruhmreiche Vergangenheit zurück. Wir haben 15 der größten Frankreich-Stars unter die Lupe genommen und uns gefragt: Was machen sie eigentlich heute? Das Ergebnis findet ihr in der Galerie - klickt euch durch! ©
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"Er sei gegen Homophobie, aber Fußballspiele sollten nur bei rassistischen Vorfällen oder wegen Sicherheitsbedenken unterbrochen werden", sagte der Chef des Verbandes FFF. Am Dienstagabend schaltete sich Staatspräsident Emmanuel Macron ein und erklärte bei Franceinfo: "Hassreden, ob rassistisch oder homophob, müssen aufhören."

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In den höchsten beiden französischen Spielklassen war es in dieser Saison bereits zu Unterbrechungen wegen homophober Banner und Gesänge gekommen - zuletzt bei der Partie des OGC Nizza gegen Olympique Marseille für zwölf Minuten. Der Weltverband FIFA hatte die Schiedsrichter zu diesem Verhalten angehalten.

Organisation fordert Rücktritt von Le Graët

Die Organisation Rouge Direct, die gegen Homophobie in den französischen Stadien kämpft, forderte Le Graët bei Twitter umgehend zum Rücktritt auf. Sprecher Julien Pontes forderte zudem "eine sehr entschlossene Reaktion“ von Macrons Büro und von Sportministerin Roxana Maracineanu. Diese erinnerte Le Graët laut der Nachrichtenagentur AP an dessen Verantwortung an der Verbandsspitze „im Kampf gegen alle Formen der Diskriminierung".

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