02. August 2020 / 06:52 Uhr

Bayern-Ikone Franz Beckenbauer reagiert auf Vergleich mit David Alaba: "Bestimmt als Kompliment gedacht"

Bayern-Ikone Franz Beckenbauer reagiert auf Vergleich mit David Alaba: "Bestimmt als Kompliment gedacht"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Franz Beckenbauer hat auf einen Vergleich mit David Alaba reagiert.
Franz Beckenbauer hat auf einen Vergleich mit David Alaba reagiert. © Stefan Matzke/sampics/Pool/imago images/Sven Simon/Montage
Anzeige

Als "schwarzen Beckenbauer" bezeichnete kürzlich Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge seinen Spieler David Alaba. Via "Bild am Sonntag" hat nun FCB-Ikone Franz Beckenbauer auf diesen Vergleich reagiert.

Anzeige
Anzeige

David Alaba und der FC Bayern München stecken aktuell mitten im Vertrags-Poker. Das Arbeitspapier des Abwehrchefs läuft im kommenden Sommer aus. Die Verhandlungen über eine Verlängerung sind ins Stocken geraten. Mit einem gewagten Vergleich hatte zuletzt Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge etwas Lockerheit in den Poker gebracht. Er verglich Alaba in einem Sky-Interview mit einer Bayern-Ikone: "Ich habe immer gesagt: Der David ist für mich eigentlich so was wie der schwarze Franz Beckenbauer", sagte Rummenigge. Nun hat Beckenbauer selbst via Bild am Sonntag auf den Vergleich reagiert.

Der 74-Jährige scheint sich damit offenbar nicht komplett anzufreunden: "Ich weiß auch nicht so genau, wie der Kalle das meint", wird der "Kaiser" vom Blatt zitiert. "Bestimmt war es als Kompliment gedacht." Was es laut Rummenigge auch war, wie der FCB-Boss im Interview weiter erklärte: "Wir hatten jetzt, muss man sagen, einige Zeit keinen Häuptling mehr in der Abwehr gehabt“, meinte der 64-Jährige bei Sky. "Also einen, der dort wirklich das Zepter in die Hand nimmt und dort den Ton angibt und einfach dort auch als Chef der Defensive agiert." Dies habe Alaba nun geschafft. "Er ist der erste Spieler, der wieder auf diesem Niveau wie der Franz damals gespielt hat", adelte Rummenigge.

Mehr vom SPORTBUZZER

Von den sportlichen Errungenschaften eines Franz Beckenbauers ist der 28-Jährige aber noch um einiges entfernt. Als Libero des FC Bayern und der deutschen Nationalmannschaft gewann die Legende alle wichtigen nationalen und internationalen Titel im Weltfußball (teilweise auch als Trainer), absolvierte über 400 Pflichtspiele für den FCB und lenkte später auch als Präsident die Geschicke seines Klubs. Alaba steht dagegen fast noch am Anfang seiner Karriere. Der "Weltklassespieler", wie ihn Trainer Flick nach dem DFB-Pokal-Sieg Anfang Juli nannte, stammt aus der eigenen Jugend der Bayern und absolvierte seit 2010 249 Partien für den Rekordmeister und -pokalsieger.

Alaba-Poker mit dem FC Bayern: Neue Gespräche in Lissabon

Wie viele kommen noch hinzu? Rummenigge kündigte via Bild am Samstag weitere Verhandlungen mit der Alaba-Seite an: "Wir haben uns in Lissabon verabredet – so wir uns denn nächsten Samstag für Lissabon qualifizieren", sagte der einstige Weltklassespieler über das kommende Treffen. In Lissabon findet vom 12. bis 23. August das Finalturnier der Champions League statt. Um sich dafür zu qualifizieren, muss der FCB sich allerdings erst im Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Chelsea (Hinspiel: 3:0) am 8. August durchsetzen.

Arp, Zirkzee und Co.: Die Talente des FC Bayern München im Check

Jann-Fiete Arp (von links), Joshua Zirkzee und Jamal Musiala zählen zu den großen Talenten des FC Bayern. Zur Galerie
Jann-Fiete Arp (von links), Joshua Zirkzee und Jamal Musiala zählen zu den großen Talenten des FC Bayern. ©

Laut Bild wollen die Bayern die von der Alaba-Seite angeblich geforderten 20 Millionen Euro Jahresgehalt nicht zahlen. "Ich denke, die Spieler haben – gerade in der heutigen Zeit – verstanden, dass es bei einem Vertrag nicht so sehr um die letzten Euros geht, sondern dass es mindestens genauso auf das Gesamt-Paket ankommt", so der Bayern-Boss dazu. Da hilft es dann auch nichts, der "schwarze Beckenbauer" zu sein ...