19. November 2020 / 23:15 Uhr

Franz Beckenbauer plädiert für Müller-Comeback nach DFB-Debakel: Würde Team "auf Vordermann bringen"

Franz Beckenbauer plädiert für Müller-Comeback nach DFB-Debakel: Würde Team "auf Vordermann bringen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Franz Beckenbauer empfiehlt ein Comeback von Thomas Müller in der Nationalelf.
Franz Beckenbauer empfiehlt ein Comeback von Thomas Müller in der Nationalelf. © imago images/Sven Simon
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Jetzt spricht Franz Beckenbauer: Die Legende des deutschen Fußballs hat sich in einem Interview mit der "Bild" für ein Nationalmannschafts-Comeback von Bayern-Star Thomas Müller ausgesprochen, sollte die DFB-Elf in der kommenden Länderspiel-Periode ähnlich schlecht wie beim 0:6 gegen Spanien abliefern.

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Er wurde als Spieler 1974 Weltmeister - und 16 Jahre später als Teamchef der Nationalmannschaft erneut: Franz Beckenbauer ist eine lebende Fußball-Legende. Die historische 0:6-Pleite am Dienstag gegen Spanien in der Nations League, die höchste Niederlage einer DFB-Elf seit fast 90 Jahren, würde der "Kaiser" am liebsten schnell wieder vergessen: "Das war nix von der deutschen Mannschaft. Ein totaler Blackout", sagte der 75-Jährige nun im Interview mit der Bild. Ein Grund für den miserablen Auftritt laut Beckenbauer: "Ein Führungsproblem auf dem Platz." Und dieses könne ein Spieler des FC Bayern lösen, so die Fußball-Ikone. Nämlich Thomas Müller.

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So habe Beckenbauer beim DFB-Debakel gegen Spanien "kein Aufbäumen erlebt, nichts. Du brauchst Leader gerade dann, wenn es nicht läuft". Und das könnte eben Müller sein. Auf die Frage, ob Bundestrainer Joachim Löw jetzt die im Frühjahr 2019 aus der Nationalmannschaft ausgebooteten Weltmeister Thomas Müller, Mats Hummels und Jerome Boateng zurückholen sollte, sprach sich Beckenbauer vor allem für den Offensiv-Star des FC Bayern aus: "Thomas würde die Mannschaft auf Vordermann bringen. Wie beim FC Bayern in schwierigen Spielphasen", so der "Kaiser".

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Eine klare Empfehlung für ein Comeback des 31-Jährigen, aber wann? Sollte Löw sein Umbruchs-Konzept wirklich umwerfen? Dazu hat Beckenbauer eine klare Meinung: "Wenn es bei den letzten drei Länderspielen im März nicht funktioniert, muss Jogi umdenken", so die Bayern-Legende. Dann stehen bereits die ersten Partien in der Qualifikation für die WM auf dem Plan, ehe es danach in großen Schritten Richtung EM 2021 (Start: 11. Juni) geht.

Laut Beckenbauer sollte der Trainer dann, trotz der jüngsten Blamage in Sevilla, Joachim Löw heißen: "Natürlich soll er weitermachen und die EM angehen. Das Spiel hilft ihm, neue Erkenntnisse zu sammeln." Die herbe Pleite gegen Spanien sieht der 75-Jährige überdies als Ausrutscher an. Man sollte "die Kirche im Dorf lassen", auch wenn die Welt über uns lache: "Solche Ausfälle gibt es doch bei der Nationalmannschaft nur ganz selten", so Beckenbauer.