29. Juni 2022 / 11:08 Uhr

Franziska van Almsick erklärt: Warum der Ex-Schwimmerin beim Thema Equal Pay das "Gebrüll zu groß" ist

Franziska van Almsick erklärt: Warum der Ex-Schwimmerin beim Thema Equal Pay das "Gebrüll zu groß" ist

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Franziska van Almsick hat die Diskussion um gleiche Bezahlung der Sportler und Sportlerinnen im Fußball kommentiert.
Franziska van Almsick hat die Diskussion um gleiche Bezahlung der Sportler und Sportlerinnen im Fußball kommentiert. © IMAGO/Sven Simon
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Franziska van Almsick hält die Debatte um eine gleiche Bezahlung von Frauen und Männern im Fußball für zu emotional geführt. "Manchmal ist mir das Gebrüll zu groß und es geht alles einen Ticken zu schnell. Ich hätte es gerne ein bisschen nachhaltiger", sagte die frühere Weltklasse-Schwimmerin.

Die frühere Weltklasse-Schwimmerin Franziska van Almsick hält die Diskussion um gleiche Bezahlung für Sportlerinnen und Sportler im Fußball für zu aufgeregt und derzeit für unangebracht. "Ich will mich als Frau emanzipieren, ohne eine Emanze zu sein. Manchmal ist mir das Gebrüll zu groß und es geht alles einen Ticken zu schnell. Ich hätte es gerne ein bisschen nachhaltiger", sagte die mehrfache Welt- und Europameisterin auf dem Zukunftskongress "Neuland" am Mittwoch in Aachen.

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In den USA haben die Fußballerinnen einen historischen Tarifvertrag erstritten, der ihnen die gleiche Bezahlung garantiert. Das könne man aber nicht vergleichen, sagte die 44-Jährige: "Frauenfußball hat in den USA einen ganz anderen Stellenwert - und der Männer-Fußball auch. Der steht hier bei uns eben über allem", sagte sie: "Wir überpacen manchmal und hauen einfach Parolen raus. Das finde ich schwierig. Wir sind auf dem richtigen Weg, aber alles muss Schritt für Schritt gehen."

Die DFB-Frauen wollen sich entsprechenden Forderungen derzeit auch nicht anschließen. "Zur Wahrheit gehört auch, dass die Vermarktungserlöse von Männern und Frauen, aus denen sich auch die Turnierprämien ergeben, bei uns in der Bundesliga und den Nationalmannschaften extrem weit auseinanderliegen", sagte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg.

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