03. Februar 2017 / 17:44 Uhr

Frauen-Bundesliga: Lidija Kulis ist bei Turbine Potsdam auf dem Weg zurück zu alter Stärke

Frauen-Bundesliga: Lidija Kulis ist bei Turbine Potsdam auf dem Weg zurück zu alter Stärke

Stephan Henke
Märkische Allgemeine Zeitung
Liebt das Spiel in der Halle: Turbine Potsdams Lidija Kulis (l.) beim Hallencup gegen Iva Mocova von Sparta Prag. 
Liebt das Spiel in der Halle: Turbine Potsdams Lidija Kulis (l.) beim Hallencup gegen Iva Mocova von Sparta Prag. © Jan Kuppert
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Frauen-Bundesliga: Nach ihrer Verletzung hat sich Lidija Kulis bei Turbine Potsdam wieder rangekämpft und spielt am Sonntag gegen Manchester City.

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Zweikämpfe scheut Lidija Kulis in keiner Situation. Zuletzt war das am vergangenen Wochenende zu sehen, als die Fußballerin mit Turbine Potsdam den 5. Internationalen Hallencup gewann. Mit vollem Körpereinsatz schmiss sich die 24-Jährige in die Duelle mit ihren Gegnerinnen, gab keinen Ball verloren. „Ich bin immer so aggressiv, im positiven Sinn. In der Halle macht es mir immer Spaß zu spielen, weil das Tempo so hoch ist“, sagt die Nationalspielerin aus Bosnien-Herzegowina.

Am Sonntag (14 Uhr, Kunstrasenplatz des Oranienburger FC) geht es allerdings wieder nach draußen. Nach den internationalen Gegnern wie Sparta Prag, Sporting Lissabon oder Stabaek IF folgt nun das nächste Highlight. Das Frauenteam von Manchester City kommt zu einem Testspiel nach Deutschland, um sich auf das anstehende Champions-League-Viertelfinale gegen Fortuna Hjörring (ebenfalls Teilnehmer am Turbine-Hallencup) vorzubereiten. Damit wird auch die kürzlich geschlossene Partnerschaft zwischen Velten (Oberhavel) und Turbine gefestigt. Wegen der Witterungsbedingungen wurde das Spiel allerdings auf den Kunstrasenplatz des Oranienburger FC verlegt. „Ich habe mit der Nationalmannschaft gegen England gespielt, viele Spielerinnen von Man City waren auch dabei. Die sind richtig gut, richtig stark“, sagt Kulis.

Matthias Rudolph: "Lidija Kulis war in der letzten Saison eine unserer besten Spielerinnen"

Für sie ist es die nächste Bewährungsprobe, nachdem sie beim Tabellenführer der Bundesliga in der Hinrunde bei zwei Einwechslungen nur acht Minuten auf dem Platz stand. Schuld daran war ihre Innenbandverletzung im linken Knie. „Ich freue mich, dass ich die Wintervorbereitung jetzt durchziehen kann. Jetzt bin ich gesund und fit, jetzt muss ich weiter trainieren, Geduld haben und auf meine Chance warten. Aber das Wichtigste ist, dass die Mannschaft erfolgreich ist“, sagt die 1,68 Meter große Fußballerin, die im linken Mittelfeld zu Hause ist. „Lidija Kulis war in der letzten Saison eine unserer besten Spielerinnen“, sagt Trainer Matthias Rudolph über die Rückkehrerin. „Momentan ist sie wieder auf einem guten Weg, die alte Leistungsstärke zu erreichen. Insbesondere ihre Willensstärke und ihre Athletik zeichnen sie aus.“

Dabei hilft ihr nicht zuletzt auch ihre jüngere Schwester Monika, die im vergangenen September ebenfalls nach Potsdam zog und für Blau-Weiß Hohen Neuendorf in der 2. Bundesliga auf Torejagd geht. „Ich war fünf Jahre alleine, jetzt habe ich endlich jemanden aus meiner Familie“, freut sich Kulis, die in Potsdam zusammen mit ihrer besten Freundin Sijche Andonova – Schwester von Ex-Turbine Nataša Andonova und ebenfalls Spielerin bei Zweitligist Hohen Neuendorf – in einer Wohngemeinschaft lebt.

Gute Voraussetzungen, um wieder zu alter Stärke zurückzukehren. „Ich fühle mich wirklich wie zu Hause, Potsdam ist mein zweites Zuhause geworden“, sagt Lidija Kulis, die bereits seit 2011 bei Turbine spielt.

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