26. August 2020 / 10:19 Uhr

Bundesliga ohne Stehplätze: Turbine hat noch Redebedarf

Bundesliga ohne Stehplätze: Turbine hat noch Redebedarf

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Turbine-Geschäftsführer Stephan Schmidt.
Turbine-Geschäftsführer Stephan Schmidt. © Mediengruppe Thiel/Jennifer Schröder
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Frauen-Bundesliga: Der Ligaausschuss hat sich für Bundesligaspiele ohne Stehplätze ausgesprochen.

Die Frauenfußball-Bundesliga bereitet sich auf eine schrittweise Rückkehr von Zuschauern in die Stadien vor. Der DFB-Ausschuss Frauen-Bundesligen unter der Leitung des Vorsitzenden Siegfried Dietrich (Eintracht Frankfurt) hat sich in einer außerordentlichen Sitzung am Montag einstimmig für die Anpassung der Durchführungsbestimmungen der DFB-Spielordnung für den Sonderspielbetrieb ausgesprochen. Die Beschlussvorlage sieht für die Bundesliga den Wegfall von Stehplätzen und die ausschließliche Nutzung von Sitzplätzen bis zum 31. Oktober, den Verzicht von Tickets für Gästefans bis zum 31. Dezember sowie ein grundsätzliches Alkoholverbot im Stadion bis zum 31. Oktober vor.

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Bei Turbine Potsdam, wo man sich in Sachen Hygienekonzept in großen Teilen an dem Plan des Männer-Regionalligisten SV Babelsberg 03 für das Karl-Liebknecht-Stadion orientierte, fühlt man sich durch die Regularien, die bis zur Bestätigung durch das DFB-Präsidium und den DFB-Vorstand noch unter Vorbehalt stehen, vor den Kopf gestoßen. „Nachvollziehbar ist das nicht“, sagte Geschäftsführer Stephan Schmidt auf SPORTBUZZER-Nachfrage. Der Grund: Wie der SVB plante Turbine bei Heimspielen mit bis zu 1000 Personen im Stadion. „Vom Gesundheitsamt haben wir bereits die Bestätigung für dieses Konzept“, so Schmidt. Allerdings seien darin nur 421 Sitzplätze deklariert, der Rest als Stehplätze ausgeschrieben.

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Sollte die DFB-Regelung greifen, würde das für Turbine Potsdam erhebliche Einbußen in der Zuschauerkapazität bedeuten. Der Verein befindet sich dazu noch im Austausch mit dem Verband. Geplant hat der Frauen-Bundesligist den Verkauf von Dauer- und Tageskarten. „Allerdings ist kein Kartenverkauf am Spieltag geplant“, sagt Schmidt.