16. September 2020 / 16:30 Uhr

Frauen des MTV Geismar sind zurück in der Oberliga

Frauen des MTV Geismar sind zurück in der Oberliga

Ferdinand Jacksch
Göttinger Tageblatt
Die Handballerinnen des MTV Geismar hoffen auf möglichst viele Erfolgserlebnisse, damit es zum Klassenerhalt reicht.
Die Handballerinnen des MTV Geismar hoffen auf möglichst viele Erfolgserlebnisse, damit es zum Klassenerhalt reicht. © Swen Pförtner
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Was hat sich der Aufsteiger vorgenommen, wie hat er sich verstärkt? Beim Handball-Faktencheck vor dem Start in die Oberliga-Saison der Damen haben sich der Trainer und die Neuzugänge des MTV Geismar geäußert.

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Nach einjähriger Abwesenheit sind die Handballerinnen des MTV Geismar wieder in die Oberliga zurückgekehrt. Die abgebrochene Landesligasaison 2019/20 beendete das Team um Trainer Lennart Versemann mit 36:0 Punkten, nachdem sich die Südstädterinnen im Januar von ihrem bisherigen Coach Marc Hampel, laut MTV-Spielwart Dominik Kemke, aufgrund „unterschiedlicher Auffassung in der Trainingsgestaltung und Intensität des Übungsbetriebes“ getrennt hatten.

Starke Liga erwischt

Nun richten sich die Blicke in der Oberliga Niedersachsen, Staffel Süd, auf den Ligastart am 4. Oktober beim TV Hannover-Badenstedt II. „Unser oberstes Saisonziel ist der Klassenerhalt. Wir wurden zwar in eine wirklich sehr starke Liga eingeteilt, dennoch bin ich fest davon überzeugt, dass wir die Oberliga halten werden. Ich hoffe außerdem, dass wir die Saison ohne größere Einschränkungen überhaupt spielen können“, fasst Trainer Lennart Versemann zusammen.

Die Corona-Panemie hat schon in der etwas anderen Vorbereitung einen ungewohnten Fahrplan vorgegeben. „Wir haben während der Zeit, als Mannschaftssport nicht erlaubt war, viele gemeinsame Online-Workouts absolviert und uns so trotzdem fit gehalten“, gibt der Trainer zu Protokoll und fährt fort: „Die Stimmung ist sehr gut! Im Mannschaftstraining merkt man, dass alle unbedingt wieder Handball spielen wollen. Dafür wird auch die eine oder andere Athletik-Einheit in Kauf genommen. Wir wissen aber auch, dass wir noch Verbesserungspotential haben. Ziel der Vorbereitung ist, unsere Neuzugänge in unser Spielsystem zu integrieren, was bisher schon recht gut gelungen ist.“

Luft in der Oberliga schnuppern

Zum Beispiel Annelie Winkelmann, die vom Landesligisten TSV Wietzendorf aus der Lüneburger Heide kam: „Ich bin hier sehr herzlich aufgenommen worden. Besonders freue ich mich über den Aufstieg in die Oberliga, da ich bisher nur Landesligaluft schnuppern durfte. Daher ist es mein Ziel, mich persönlich und handballerisch weiter zu entwickeln, aber natürlich auch die Liga zu halten.“ Oder die 27-jährige Duaa Mugames (vorher Northeimer HC und Eintracht Hildesheim), die zusammen mit Filiz Bühn (27, vor ihrer Handballpause bei der HSG Göttingen und HSG Plesse-Hardenberg) im Kasten stehen soll: „Geismar ist eine sehr sympathische Mannschaft, die viel Einsatz und Motivation im Training zeigt, wo aber auch der Spaß nie zu kurz kommt. Ich hoffe, dass wir eine richtig geile Saison spielen und am Ende der Klassenerhalt dabei herausspringt,“ sagt die Torfrau, die auch schon einmal vor Jahren in Geismar gespielt hat.

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Im Gegensatz zu Leona Windhagen (23) vom HCE Bad Oeynhausen oder Lena Kühn vom TSV Landolfshausen. „Auch wenn der erste Eindruck vor allem per Skype bei Online-Trainingseinheiten stattfinden musste, hat die Mannschaft es mir sehr leicht gemacht, ins Team einzusteigen. Ich hatte direkt das Gefühl, willkommen zu sein. Besonders gefällt mir der Zusammenhalt und der Ehrgeiz der Mannschaft, bei der aber auch der Spaß nicht zu kurz kommt.“ Gegangen ist unter anderem Torfrau Alena Linze, die sich für den Ligakonkurrenten MTV Rosdorf entschieden hat.

Favoriten sind schon ausgemacht

Die Ligafavoriten: „Mit Peine haben wir den Meister der vergangenen Saison in unserer Liga und Wolfsburg hat sich stark verstärkt, beide werden bestimmt oben mitspielen. Plesse hat immer noch viele Spielerinnen, die auch schon in der 3. Liga gespielt haben, auch die müssen ganz oben mitspielen. Dazu können Hildesheim und Rohrsen auch ganz oben angreifen“, glaubt Trainer Lennart Versemann.