10. Mai 2019 / 22:53 Uhr

Frauen des SV Babelsberg 03 auch in Unterzahl nicht zu stoppen (mit Galerie)

Frauen des SV Babelsberg 03 auch in Unterzahl nicht zu stoppen (mit Galerie)

Kevin Päplow
Märkische Allgemeine Zeitung
SVB-Kickerin Sandra Wiegand (l.) im Zweikampf.
SVB-Kickerin Sandra Wiegand (l.) im Zweikampf. © Kevin Päplow
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Frauenfußball: Filmstadt-Ladys landen Auswärtssieg bei Eintracht Miersdorf/Zeuthen.

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SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen - SV Babelsberg 03 1:3 (1:2). Tore: 0:1 Sandra Wiegand (2.), 0:2 Nicole Hansen (21.), 1:2 Patrycja Chamier-Gliszczynski (37.), 1:3 Sandra Wiegand (48.).

Noch nicht faktisch, aber zu 95% sicherten sich die Frauen des SV Babelsberg 03 am Freitagabend die Vizemeisterschaft in der Landesliga. Den Vorsprung von 53 geschossenen Toren gegenüber dem FC Stahl Brandenburg, wird man wohl locker ins Ziel mitnehmen. Mit einem nie wirklich gefährdeten 3:1-Auswärtssieg untermauerte die SVB-Elf eine starke Meisterrunde. Schon nach zwei Minuten traf die immer auffällige Sandra Wiegand mit einem haltbaren Fernschuss vor 54 Zuschauern am Wüstemarker Weg zur frühen Führung.

In Bildern: In der Landesliga Meisterrunde der Frauen unterliegt Eintracht Miersdorf/Zeuthen zu Hause dem SV Babelsberg 03 mit 1:3.

In der Landesliga Meisterrunde der Frauen unterliegt Eintracht Miersdorf/Zeuthen zu Hause dem SV Babelsberg 03 mit 1:3. Zur Galerie
In der Landesliga Meisterrunde der Frauen unterliegt Eintracht Miersdorf/Zeuthen zu Hause dem SV Babelsberg 03 mit 1:3. © Kevin Päplow
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Für Aileen Förster bot sich im Gegenzug die Ausgleichschance, doch schoss sie das Leder aus zehn Metern zentral über den Kasten. Dann wurde es unfair. Greta-Jette Förster musste wegen Nachtretens schon nach zwanzig Minuten vom Platz. Schiedsrichterin Jacqueline Lünser blieb keine andere Wahl, als die Rote Karte zu zeigen.

Wirklich aufgefallen war es nicht, dass die Babelsbergerinnen eine Akteurin weniger auf dem Feld hatten. So konnte die bärenstarke Nicole Hansen nach schöner Vorarbeit von Wiegand mit einem Direktschuss auf 2:0 erhöhen. Das es doch noch einmal etwas spannend wurde lag daran, dass die Torhüterin der Gäste, Lara Vogler, Kommunikationsprobleme mit Anna Kunert aufwies und Patrycja Chamier-Gliszczynski das ausnutzte. Die Angreiferin schob die beiden Nulldrei-Tollpatsche bei Seite und konnte das Leder ins leere Tor schieben. Nicht ganz astrein die Aktion, doch die Pfeife der Unparteiischen blieb stumm.

SVB-Trainer Christian Freynik: "Wenn man so lange in Unterzahl spielt, ist man froh, dass man den Sieg mitnimmt"

Jegliche Spannung aus dem Spiel nahm direkt nach Wiederanpfiff erneut Sandra Wiegand. Sie nutzte eine überlegte Vorlage von Anne-Kathrin Seifert, umspielte eine Gegenspielerin und netzte eiskalt zum 3:1 für die Freynik-Ladys ein. Fortan verflachte die Partie ein wenig, auch wenn vor allem Wiegand stets Gefahr ausstrahlte oder auch Judith Smolinkse nach einem Eckball erhöhen hätte können. Auf Seiten der Eintracht wurde es noch einmal brenzlig, als Aileen Försters Schuss abgefälscht wurde und sich der Ball knapp um den Pfosten drehte. So strahlte das Trainergespann der Spielerinnen vom Park nach Abpfiff um die Wette.

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"Wenn man so lange in Unterzahl spielt, ist man froh, dass man den Sieg mitnimmt. Gerade nach dem 1:2 kann so ein Spiel noch kippen. Alle haben den Abpfiff nach dem Kraftakt herbeigesehnt und wir sind überglücklich", so Christian Freynik. Auch über das Abschneiden der Mannschaft zum Ende der Saison herrschte Zufriedenheit. "Wir sind stolz Vizemeister zu sein. Babelsberg 74 spielt als Meister in einer anderen Liga, von daher sind wir schon sehr zufrieden", so das Trainergespann weiter.

SCEMZ-Coach Peter Kaehlitz: "Die Niederlage war verdient"

Auf Seiten der Gastgeber waren faire Verlierer zu erkennen. "Die Niederlage war verdient. Selbst nach dem Platzverweis gegen Babelsberg war nicht zu erkennen, dass wir in Überzahl spielten, zumal wir auch keinen Druck aufbauen konnten. Ansonsten haben meine Mädels gut gearbeitet. Wir sind im Umbruch, haben wieder drei B-Mädels dabei gehabt und nur so geht der Weg weiter", sah Eintracht-Coach Peter Kaehlitz voraus.

Auch die verletzte Juliane Tinius pflichtete ihrem Trainer bei. "Wir haben in den letzten Spielen viele junge Spielerinnen dabei gehabt. Uns fehlten in dieser Spielzeit sechs wichtige Spielerinnen, sonst wäre unsere Zielsetzung unter die Top 5 zu kommen sicher erreicht worden", ist sich die Mittelfeldspielerin sicher. Daran wollen die Mädels von der Eintracht nun in der Sommerpause feilen, um in der neuen Spielzeit einen nächsten Anlauf zu wagen.

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