18. Oktober 2020 / 18:51 Uhr

Auch Turbine kann den Ligaprimus FC Bayern nicht ausbremsen

Auch Turbine kann den Ligaprimus FC Bayern nicht ausbremsen

Tobias Gutsche
Märkische Allgemeine Zeitung
Nina Ehegötz (M.) musste sich mit den Turbinen in München geschlagen geben.
Nina Ehegötz (M.) musste sich mit den Turbinen in München geschlagen geben. © Saskia Nafe
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Der Potsdamer Frauenfußball-Bundesligist verliert mit 0:3 in München. Unter Neu-Trainer Sofian Chahed war es die erste Saisonniederlage - und dennoch als Tabellendritter der Vorsprung unverändert.

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Allzu sehr haderte Sofian Chahed nicht, dafür seien die Kräfteverhältnisse grundsätzlich zu deutlich. „Einigermaßen gut“ habe sich seine junge Mannschaft beim FC Bayern München, dem derzeitigen Primus in der Frauenfußball-Bundesliga, verkauft. „Es geht sicherlich besser, aber auch schlechter“, sagte der Trainer von Turbine Potsdam am Sonntag nach dem 0:3 (0:2) vor leeren Rängen im Bayern-Campus. Für Neu-Trainer Chahed war es im siebten Saisonspiel die erste Niederlage. Weil aber auch Verfolger Eintracht Frankfurt verlor (0:1 gegen den SC Freiburg), bleiben die Potsdamerinnen mit fünf Punkten Vorsprung Tabellendritter.

Fischer und Chmielinski müssen angeschlagen zur Pause raus

Zu Beginn der Spitzenpartie in München machten die Gäste auch durchaus deutlich, dass sie nicht grundlos weit oben postiert sind. Forsch setzten sie den FCB unter Druck – Dina Orschmann zwang Torhüterin Laura Benkarth mit einem Distanzschuss zu einer Parade (3.). Doch Bayern ging mit der ersten eigenen Chance in Führung, als Sydney Lohmann per Kopfball nach Ecke traf (12.). „Das hat uns aus dem Konzept gebracht. Wir sind unsicher geworden“, sagte Chahed.

In Bildern: Bayern München besiegt Turbine Potsdam mit 3:0.

Der 1. FFC Turbine Potsdam unterliegt dem FC Bayern München am 7. Spieltag der Frauen-Bundesliga mit 0:3 (0:2). Zur Galerie
Der 1. FFC Turbine Potsdam unterliegt dem FC Bayern München am 7. Spieltag der Frauen-Bundesliga mit 0:3 (0:2). © Saskia Nafe

In der Folge dominierten die Gastgeberinnen das Geschehen. Lineth Beerensteyn (45.+2) und erneut Lohmann (58.) erhöhten auf 3:0. Turbines Trainer, der zur Halbzeit Torhüterin Vanessa Fischer und Mittelfeldspielerin Gina Chmielinski angeschlagen auswechseln musste, fand seine Elf „zu brav“ in den Zweikämpfen, sie begleitete eher, statt zu attackieren. Und offensiv habe sie nach Ballgewinn die Kontermöglichkeiten schlecht ausgespielt. So blieben die Münchnerinnen verlustpunkt- und gegentorfrei in dieser Saison.

Nach der Länderspielpause steigt Turbine am 31. Oktober zunächst bei Regionalligist Magdeburger FFC in die zweite Runde des DFB-Pokals ein. Am 6. November folgt das Liga-Heimspiel gegen den deutschen Meister und aktuellen Tabellenzweiten VfL Wolfsburg – auch dabei sind im Allgemeinen die Kräfteverhältnisse klar gewichtet.

Turbine Potsdam: Fischer (46. Mersnik) – Nally, Barth, Elsig, Agrez – Chiemlinski (46. Graf), Mesjasz – Orschmann (58. Schmidt), Weidauer (84. Plattner), Ehegötz – Cerci (66. Kössler).