26. Mai 2019 / 18:36 Uhr

Frauen von Babelsberg 74 holen sich erneut den Pokal (mit Galerie)

Frauen von Babelsberg 74 holen sich erneut den Pokal (mit Galerie)

Peter Stein
Märkische Allgemeine Zeitung
So sehen Sieger aus: Die Spielerinnen des FSV Babelsberg 74 nach ihrem Final-Erfolg im Landespokal.
So sehen Sieger aus: Die Spielerinnen des FSV Babelsberg 74 nach ihrem Final-Erfolg im Landespokal. © René Teichmann
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Frauen-Landespokal: Der Titelverteidiger setzt sich im Finale 6:2 gegen Forst Borgsdorf durch.

Diese Sektdusche hatten sich die Fußball-Frauen des FSV Babelsberg 74 unbedingt verdient. Mit 6:2 (3:1) setzte sich die Mannschaft von Trainer Ivo Ziemann am Sonntagnachmittag im Landespokal-Finale gegen den FSV Forst Borgsdorf durch. Vor 250 Zuschauern erlebte der neue Kunstrasenplatz auf dem Sportplatz an der Babelsberger Breitscheidstraße, der vor Spielbeginn offiziell eingeweiht wurde, gleich eine zünftige Feuertaufe. Denn beide Mannschaften lieferten sich über die gesamten 90 Minuten ein umkämpftes Duell.

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Dabei ging der Außenseiter durch Larissa Glink (5. Minute) überraschend mit 1:0 in Führung. Die Borgsdorferinnen hatten in der abgelaufenen Landesliga-Saison gegen den in 19 Spielen 19 Siege feiernden Meister mit 0:8 und 1:10 herbe Klatschen kassiert und im Vorjahr das Landespokal-Finale 2:5 verloren. „Wir hatten nach einem Torwart-Fehler sogar die Chance zum 2:0 und kurz darauf wieder“, ärgerte sich Borgsdorfs Trainer Michael Kleeblatt.

In Bildern: Im Endspiel bezwingt der FSV den Oberhavel-Vertreter Forst Borgsdorf deutlich mit 6:2.

Der FSV Babelsberg 74 (rote Trikots) wurde seiner Favoritenrolle im Landespokal-Finale gegen Forst Borgsdorf gerecht und feierte am Ende einen 6:2-Erfolg. Zur Galerie
Der FSV Babelsberg 74 (rote Trikots) wurde seiner Favoritenrolle im Landespokal-Finale gegen Forst Borgsdorf gerecht und feierte am Ende einen 6:2-Erfolg. © René Teichmann/Benjamin Feller

„Für uns war der Gegentreffer ein Weckruf“, meinte indes Babelsbergs Inka Wesely, die einst bei Turbine Potsdam in der Bundesliga auflief. „Wir hatten uns zwar auf mehr Gegenwehr eingestellt, aber irgendwie waren wir dann doch überrascht, wie aggressiv die Borgsdorferinnen in die Zweikämpfe gingen.“

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Der Pokalverteidiger schlug aber zurück. Friederike Mehring (23.), Denise Simon (27.) und Aline Reinkober (37.) schossen noch vor der Pause eine 3:1-Führung heraus. Und gleich nach dem Seitenwechsel waren erneut Denise Simon (47.) und Inka Wesely (50.) zur Stelle und erhöhten auf 5:1. Aber Franziska Kühn (50.) verkürzte fast postwendend auf 2:5.

Die Gäste aus Oberhavel gaben nie auf, kämpften um jeden Ball im wahrsten Sinne des Wortes bis zum Umfallen – vor allem Elisa Schmidt steckte eine Menge ein, stand aber immer wieder auf und trieb ihre Mitspielerinnen mit ihren Bällen voran. Allein am Abschluss haperte es. Dann hatte Katharina Bonk (84.) nach einem Foul von Torhüterin Anna Hempel noch mal die Chance, per Foulelfmeter zu verkürzen. Die Borgsdorferin traf aber nur den Pfosten. Schließlich besorgte die eingewechselte Helma von Zadow (88.) den 6:2-Endstand.

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Während sich die Babelsbergerinnen kurz darauf in den Armen lagen, flossen bei den Borgsdorferinnen einige Tränen – auch bei Trainer Kleeblatt. „Natürlich ist die Enttäuschung riesig“, meinte er. „Endlich konnte ich mal fast aus dem Vollen schöpfen, weil die verletzten Spielerinnen zurück waren. Kämpferisch haben wir das gut gemacht, das war mit Abstand unser bestes Saisonspiel. 74 hat sicher nicht mit so viel Kampf gerechnet, weil es in der Liga  ziemlich eindeutig war.“

Auch Ziemann, der noch kein Urteil zur Regionalliga-Relegation kannte, stellte fest: „Das Ergebnis ist in Ordnung. Aber wir hatten Mühe, unser Spiel aufzuziehen. Wenn wir dann doch mal Ruhe in unsere Aktionen bekommen haben, sind auch die Tore gefallen.“ Und Inka Wesely freute sich schon auf die 1. Runde im DFB-Pokal: „Diese wollen wir diesmal überstehen.“

FSV Babelsberg 74: Hempel – Fockmann, Simon, Menzel, Schönke, Wesely, Reinkober, Thermann (80. Berck), Mehring (66. Karaszewski) , Helpa (66. von Zadow), Dupka.
FSV Forst Borgsdorf: Kleeblatt, Lemke, Hieke, Thiemer, Kühn, Knospe, Wesoli, Holbach (56. Gottwald), Glink (87. Dittrich), Schmidt, Bonk.