17. August 2019 / 08:30 Uhr

Frauen von Lok Döbeln bereiten sich auf Großfeld vor

Frauen von Lok Döbeln bereiten sich auf Großfeld vor

Antje Lange
Leipziger Volkszeitung
So macht Vorbereitung Spaß: Die Lok-Mädels absolvieren einen abwechslungsreichen Parcours – inklusive Wasserrutsche.
So macht Vorbereitung Spaß: Die Lok-Mädels absolvieren einen abwechslungsreichen Parcours – inklusive Wasserrutsche. © Antje Lange
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Nach einem Jahr Pause treten die Fußballerinnen des ESV Lok Döbeln wieder auf dem Großfeld an und peilen einen Platz im oberen Tabellendrittel an. 

Döbeln. Nach nur einem Jahr Pause kehren die Fußballerinnen des ESV Lok Döbeln zurück aufs Großfeld und spielen in der kommenden Saison wieder in der Landesklasse (Nord). Lange Zeit stand dieses angestrebte Ziel auf wackligen Beinen, denn die Personaldecke war zu dünn, um das Projekt in Angriff zu nehmen. Gegen Ende der letzten Saison rührten die Verantwortlichen noch einmal kräftig die Werbetrommel und hatten damit Erfolg. Durch den Zuwachs von fünf Neuzugängen und die Rückkehr von Kickerinnen konnte die erforderliche Spieleranzahl erreicht werden.

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Dabei handelt es sich bei den Neuzugängen fast ausschließlich um erfahrene Spielerinnen. Zwei kommen vom Ligakonkurrenten Thierbacher SV, eine Spielerin von Hainichen und eine von Luppa. Dazu kommt noch eine 17-Jährige, die trotz ihres jungen Alters über reichlich Erfahrung verfügt. Der derzeitige Spielerkader dürfte demnach qualitativ nicht geringwertiger sein, als der vor zwei Jahren. Dennoch bleibt das Nachwuchsproblem. Der Altersdurchschnitt der Mannschaft liegt nur knapp unter 30 Jahren. Um auch in den kommenden Jahren den Ligaverbleib zu sichern, ist es dringend nötig, junge Spielerinnen akquirieren.

Die Stärke der Liga (Landesklasse Nord) ist trotz Rückkehr nach nur einem Jahr schwer einzuschätzen. In der Saison 2017/2018 dominierte der neu gegründete Verein FC Phoenix Leipzig die Landesklasse, letzte Saison lieferte RasenBallsport Leipzig II ein ähnliches Szenario. Beide Mannschaften waren in dieser Liga fehl am Platz und nutzten diese nur als Zwischenstation. Der FC Phoenix hat es mittlerweile in die Regionalliga Nordost geschafft.

Pure Dominanz in der Kreisliga

Ähnlich dominant beherrschten die Döbelnerinnen ihre Liga, die in der vorangegangenen Kleidfeldsaison (Kreisliga) mit der SG Olympia Frankenhain nur einen echten Gegner hatten. Am Ende konnte man eine einzigartige Bilanz vorweisen. Bis zum Ende hielt man sich schadlos (Torverhältnis 136:23). Garant für den Erfolg auch die Trefferquote von Mannschaftskapitänin Susann Grandke, die sich mit 46 Treffern die Torjägerkrone sicherte. Trotzdem war das erreichte Triple kein Selbstläufer. In den entscheidenden Spielen waren Willensstärke und Teamgeist gefragt.

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Die ESV-Kickerinnen streben auf jeden Fall einen Platz im oberen Tabellendrittel an. Auch wenn der Kader qualitätsmäßig nichts eingebüßt hat, dürfte entscheidend sein, wie sich die neuen Spielerinnen in die Mannschaft integrieren.

Um die Teambildung und den Zusammenhalt zu fördern, hatte sich Trainer Thomas Jäschke kürzlich etwas ganz besonderes einfallen lassen. Auf dem Trainingsgelände mussten die Spielerinnen einen abwechslungsreichen Parcours absolvieren. Alle Beteiligten hatten sichtlich Spaß. Höhepunkt war natürlich die abschließende Wasserrutsche. Noch bleiben dem Trainerspann Jäschke/Hempel zwei Wochen Zeit, um die optimale Formation zu finden. Ein Testspiel gegen den Landesligisten Heidenauer SV (2:10) brachte erste aufschlussreiche Erkenntnisse. Die Saison startet am 1. September. Auftaktgegner wird die SpVgg 1899 Leipzig sein.

Weitere Begegnungen:

Klinga-Ammelshain – Lok Döbeln (15. September)

Lok Döbeln – Doberschütz-Mockrehna/Laußig (29. September)

Leipziger FC – Lok Döbeln (6. Oktober)

Lok Döbeln – SpG BSV Schönau/Eintracht Süd II (13. Oktober)

Lok Döbeln – SV Lissa (3. November)

SG LVB – Lok Döbeln (10. November)

Lok Döbeln – ZFC Meuselwitz (17. November)

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