23. Juni 2019 / 19:34 Uhr

Frauen-WM: Kamerun tritt nach Videobeweis im Achtelfinale gegen England in den Streik

Frauen-WM: Kamerun tritt nach Videobeweis im Achtelfinale gegen England in den Streik

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Kameruner Fußball-Frauen versammelten sich nach der Entscheidung im Mittelkreis.
Die Kameruner Fußball-Frauen versammelten sich nach der Entscheidung im Mittelkreis. © Getty Images
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Kuriose Szenen bei der Frauen-WM: Die Spielerinnen Kameruns traten im Achtelfinale gegen England nach Videobeweis-Entscheidungen in den Streik und protestierten wild. Ein Spielabbruch schien möglich.

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Kurios Szene bei der Frauen-WM in Frankreich: Die Nationalmannschaft Kameruns trat während des Achtelfinals gegen England (0:3) kurzzeitig in den Streik. Grund: Die Afrikanerinnen sahen sich beim Treffer zum 0:2 durch den Videobeweis benachteiligt. Nachdem Schiedsrichterin Qin Liang aus China dem Tor durch Ellen White (45.+4) wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung zunächst die Anerkennung verweigert hatte, meldeten sich die Videoassistenten um den Deutschen Bastian Dankert zu Wort und wiesen die Unparteiische auf ihren Fehler hin. Liang nahm ihre ursprüngliche Entscheidung zurück und gab den Treffer - ganz zum Missfallen der Kamerunerinnen.

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Kapitänin Gabrielle Onguene versammelte ihre Teamkolleginnen inklusive Torhüterin Isabelle Mireille Mambingo im Mittelkreis. Dann passierte - erstmal nichts. Onguene & Co. äußerten verbal und durch ihre Körpersprache, dass sie mit der Entscheidung nicht einverstanden sind und eigentlich keinerlei Interesse an der Fortsetzung der Partie haben. Trainer Alain Djeumfa tobte derweil an der Seitenlinie. Sogar ein Spielabbruch schien möglich. Nach ein paar Minuten hatten sich die Gemüter dann aber langsam beruhigt und Liang konnte die Begegnung wieder freigeben.

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Nächste Kuriosität: Als der erste Durchgang kurz darauf beendet war und die Engländerinnen in der Kabine verschwanden, trotteten Onguene und ihr Team in die andere Richtung. Erneut steckte man im Mittelkreis die Köpfe zusammen und haderte mit der vermeintlichen Ungerechtigkeit. Nachdem dies erledigt war, ging es auch für Kamerun mit dem Pausenrückstand von 0:2 in die Katakomben. Von dort kehrte das Team dann weit vor Wiederanpfiff zurück.

Kamerun: Nach der Pause erneut Proteste

Bitter: Kurz nach der Pause erzielte Kamerun durch Ajara Nchout den vermeintlichen Anschluss - bis der Videoassistent eingriff und der Treffer wegen Abseits zurückgenommen wurde. Was folgte? Wilde Proteste der Afrikanerinnen, die zum Teil mit Tränen in den Augen auf die Videowand im Stadion zeigten und damit belegen wollten, dass der Treffer dem Regelwerk entsprechend erzielt worden war. Nach einer erneut längeren Pause ging es dann schließlich weiter. Am Ende siegte England durch Tore von Stephanie Houghton (15.), White (45.+4) und Alex Greenwood (58.) 3:0 und trifft im Viertelfinale am Donnerstag nun auf Norwegen.

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