08. Juni 2019 / 19:41 Uhr

Harte Tritte gegen Marozsan & Co. - Voss-Tecklenburg nach WM-Auftakt: "Es war brutal"

Harte Tritte gegen Marozsan & Co. - Voss-Tecklenburg nach WM-Auftakt: "Es war brutal"

Sönke Gorgos
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sinnbildlich: Dzsenifer Marozsan am Boden. Die Spielmacherin der deutschen Frauen wurde häufig gefoult. Zu häufig - befand Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg (kl. Foto).
Sinnbildlich: Dzsenifer Marozsan am Boden. Die Spielmacherin der deutschen Frauen wurde häufig gefoult. Zu häufig - befand Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg (kl. Foto). © Getty / imago images / HMB-Media
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Die deutschen Frauen sind mit einem knappen Sieg gegen China in die WM 2019 gestartet. Die Asiatinnen fielen vor allem mit Zweikampfhärte auf, foulten deutsche Spielerinnen insgesamt 19 Mal. Kapitänin Alexandra Popp und Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg waren deshalb sauer.

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Die deutschen Frauen haben es geschafft - und das schwierige WM-Auftaktspiel gegen China gewonnen. Nach 90 Minuten stand es im Stadion von Rennes nach dem Tor von Giulia Gwinn 1:0. Ein Erfolgerlebnis, das die Frauen teuer erkauften. Während die 19-Jährige überglücklich über ihr erstes Tor bei einer Weltmeisterschaft war, hatten einige ihrer Teamkolleginnen mit den Folgen der von chinesischer Seite oft überharten Begegnung zu kämpfen. Vor allem Dzsenifer Marozsan und Kapitänin Alexandra Popp waren nach dem Spiel gezeichnet.

"Sie kamen oft zu spät, haben immer wieder unsere Füße getroffen", meckerte Popp in der ARD. Die Wolfsburgerin hatte sich schon während des Spiels mit ihren Gegenspielerinnen angelegt, war sichtlich erbost über die harte Gangart der Asiatinnen, die vier Gelbe Karten sahen und 19-mal Foul spielten. Auch Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg war erleichtert, dass der nächste Gegner Spanien heißt. "Sie haben nicht die Zweikampfhärte, die China teilweise an den Tag gelegt hat - um es mal vorsichtig zu formulieren..."

Der deutsche WM-Kader für Frankreich 2019:

Dieses Team hat Trainerin Martina Voss-Tecklenburg für die WM Frankreich nominiert. Zur Galerie
Dieses Team hat Trainerin Martina Voss-Tecklenburg für die WM Frankreich nominiert. ©
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Fallen Spielerinnen gegen Spanien aus? "Es sieht bei einigen nicht gut aus"

Immer wieder standen die Chinesinnen, die über weite Strecken der Partie mindestens ebenbürtig waren, auf den Füßen der deutschen Spielerinnen. Ziel der giftigen Attacken war vor allem Dzsenifer Marozsan. "Es war brutal, was sie auf den Fuß bekommen hat", sagte Voss-Tecklenburg über ihre Spielgestalterin, die vor allem wegen der engen Deckung der Chinesinnen nicht den Einfluss auf das Spiel nehmen konnte, den man von ihr gewohnt ist. Marozsan gehört zu den technisch besten Spielerinnen der Welt, gewann gerade mit Olympique Lyon die Champions League.

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Ob angeschlagene Spielerinnen wie Marozsan, Popp oder Torfrau Almuth Schult, die sich bei einem Klärungsversuch in der Schlussphase verletzte, gegen Spanien möglicherweise ausfallen, sollen die nächsten Tage zeigen. Voss-Tecklenburg: "Es sieht bei einigen nicht gut aus. Es haben viele mit dem Sprunggelenk zu tun, wir müssen aber genauere Diagnosen abwarten. Sie haben sich durchgebissen." Die Bundestrainerin lobte die kämpferische Leistung ihres Teams.

Mit dem konnte sich auch die Torschützin anfreunden. "Wir haben viel auf die Socken bekommen, haben uns den Schneid aber nicht abkaufen lassen", sagte Giulia Gwinn, die nach der WM vom SC Freiburg zum FC Bayern München wechselt und erst die dritte Teenagerin nach Birgit Prinz (1995) und Ariane Hingst (1999) ist, die bei einer WM für Deutschland treffen konnte. "Wir wussten, was auf uns zu kommt. Es ist wichtig, dass wir jetzt die drei Punkte haben."

Von Bisanz bis Hrubesch: Die Bundestrainer(innen) der DFB-Frauen

Martina Voss-Tecklenburg ist seit 30. November 2018 Bundestrainerin der DFB-Frauen. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt die Vorgänger und Vorgängerinnen der Ex-Nationalspielerin. Zur Galerie
Martina Voss-Tecklenburg ist seit 30. November 2018 Bundestrainerin der DFB-Frauen. Der SPORTBUZZER zeigt die Vorgänger und Vorgängerinnen der Ex-Nationalspielerin. ©

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