03. Mai 2021 / 17:33 Uhr

Nach Gütetermin: Gänsicke, Anger und 96 verhandeln weiter über "moderate Abfindungen"

Nach Gütetermin: Gänsicke, Anger und 96 verhandeln weiter über "moderate Abfindungen"

Thomas Nagel
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Nach dem Gütetermin am Arbeitsgericht werden die Verhandlungen über Abfindungen für Lars Gänsicke und Jens Anger fortgesetzt.
Nach dem Gütetermin am Arbeitsgericht werden die Verhandlungen über Abfindungen für Lars Gänsicke und Jens Anger fortgesetzt. © Jens Strube
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Nach der abrupten Trennung im Februar haben Lars Gänsicke und Jens Anger, zuvor Sportliche Leiter bei den 96-Fußballerinnen, Kündigungsschutzklage eingereicht. Beim Gütetermin vorm Arbeitsgericht kam es zum Wiedersehen. Die Parteien einigten sich darauf, die bereits begonnenen Verhandlungen über "sehr moderate Abfindungen" fortzusetzen.

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Selten wird so viel gelogen wie bei Scheidungen. Am 17. Februar teilte Hannover 96 mit, dass man sich im beiderseitigen Einvernehmen von der Sportlichen Leitung im Frauenfußball getrennt habe. Lars Gänsicke und Jens Anger wurden "mit sofortiger Wirkung von ihren Aufgaben entbunden". 

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Nun fand im Arbeitsgericht am Montag die dritte Halbzeit statt. Gänsicke und Anger haben Kündigungsschutzklage eingelegt. "Zunächst ist strittig, ob es sich bei den Klägern um Arbeitnehmer oder freie Mitarbeiter handelt", erklärt Gerichtssprecher Axel von der Straten auf SPORTBUZZER-Nachfrage. Hintergrund: Freie Mitarbeiter genießen keinen Kündigungsschutz.

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Über die Gründe für die abrupte Trennung wurde in dem Gütetermin nicht gesprochen. Nur soviel: Nach dem Vorstandswechsel in der Frauenfußball-Abteilung habe es wohl mit der Sportlichen Leitung nicht mehr gepasst. Bis vor einem Jahr war Gänsicke noch Trainer des Regionalligateams, wechselte dann in die Sportliche Leitung.

Schon im Vorfeld habe es Verhandlungen über "sehr moderate Abfindungen" gegeben, erklärt der Gerichtssprecher. Diese Verhandlungen werden nun fortgesetzt. So lange ruhe das Kündigungsschutzverfahren.