06. Mai 2019 / 20:38 Uhr

Frauenfußball: Bayern-Linksaußen Rolfö vor Wechsel zum VfL Wolfsburg

Frauenfußball: Bayern-Linksaußen Rolfö vor Wechsel zum VfL Wolfsburg

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Fridolina Rolfö steht vorm Wechsel zum Double-Sieger VfL Wolfsburg
Fridolina Rolfö steht vorm Wechsel zum Double-Sieger VfL Wolfsburg © Michael Deines/dpa
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Das dritte Double in Folge ist eingefahren – der VfL Wolfsburg bleibt das Maß aller Dinge im deutschen Frauenfußball. Um diese Vormachtstellung zu verteidigen, wird weiter am Kader für die kommende Saison gebastelt. Fast sicher: Der VfL wird eine Top-Spielerin vom Konkurrenten FC Bayern verpflichten.

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Fridolina Rolfö heißt nach SPORTBUZZER-Informationen die heiße VfL-Kandidatin vom FC Bayern. Die Schwedin war 2017 von Linköpings FC zum FCB gewechselt, kam dort vor allem als Linksaußen zum Einsatz. In dieser Saison erzielte sie sieben Tore (bei sieben Vorlagen), darunter einen Treffer beim 4:2-Heimsieg der Münchnerinnen gegen den VfL und einen Doppelpack zuletzt gegen den SC Freiburg. 2016 stand die Nationalspielerin (34 A-Länderspiele) im Kader der Schwedinnen, die das olympische Finale gegen Deutschland in Rio mit 1:2 verloren. Rolfö selbst war im Endspiel wegen einer Fußverletzung nicht zum Einsatz gekommen.

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Lena Goeßling und Zsanett Jakabfi ©
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Mit Svenja Huth, Felicitas Rauch (beide Turbine Potsdam), Torfrau Friederike Abt (Hoffenheim) und Ingrid Engen (LSK Kvinner) stehen bereits vier Neuverpflichtungen fest, Rolfö, der Vertrag in München ausläuft, wäre Nummer 5, könnte mit Huth eine neue Flügelzange bilden. Eine Defensivspielerin wird noch gesucht, Kandidatin ist die Holländerin Dominique Bloodworth-Janssen (24), die bereits Bundesliga-Erfahrung in Essen gesammelt hat und mit den Arsenal Women schon einen Spieltag vor Saisonende als englische Meisterin feststeht.

Dass die Ziele ambitioniert bleiben, ist allerdings jetzt schon klar. Vor allem international wird die Konkurrenz größer – und das Wolfsburger Champions-League-Aus in dieser Saison gegen Lyon schmerzt noch ein wenig. „Wir müssen mehr Konstanz in unsere Auftritte bekommen. Das wäre schon mal ein großer Schritt in die richtige Richtung“, so Lerch. „Wir müssen genau in diesen Begegnungen eine absolute Topleistung auf den Rasen bringen. Das ist uns diese Saison zweimal gegen Lyon nicht gelungen, darüber haben wir uns alle sehr geärgert. Denn wir haben in einigen Phasen gezeigt, dass wir auf jeden Fall mithalten können.“

Der 1:0-Auswärtserfolg in Hoffenheim hatte dem VfL am Sonntag den dritten Double-Gewinn in Folge gebracht. Eine ganze Woche lang können die Spielerinnen jetzt das Glücksgefühl genießen, bevor es am Sonntag um 14 Uhr im AOK-Stadion noch einmal zu einem echten Kracher kommt: Zum Saisonabschluss empfängt der VfL dann nämlich Turbine Potsdam. „Wir wollen uns mit einem Erfolg gegen Turbine aus dieser Serie verabschieden. Das wäre ein würdiger Abschluss“, so Trainer Stephan Lerch. Doch nicht nur das Spiel steht dabei im Vordergrund. Hinterher gibt es die Schalen-Übergabe, die auch mit den Fans gefeiert werden soll, vor der Partie werden einige Spielerinnen verabschiedet. Caroline Hansen, Kapitänin Nilla Fischer, Mary Earps, Katharina Baunach, Ella Masar und Meret Wittje werden den VfL verlassen. Ralf Kellermann, Sportlicher Leiter der VfL-Frauen, bedauert das: „Abschiede tun immer weh. Unsere Kapitänin, die jetzt sechs Jahre hier war. Caro Hansen, die fünf Jahre da war, das sind prägende Gesichter für die Mannschaft.“ Doch das „gehöre auch zum Fußball. Umso schöner, dass die beiden und alle anderen Spielerinnen, die gehen, diese Situation einfach genießen können und mit einer tollen Woche in dieses Spiel gehen.“

Mittwoch Pokalsieg in Köln gegen Freiburg, Sonntag der letzte Schritt zur Meisterschaft: „Man hat gemerkt, dass das DFB-Pokalfinale sehr kräftezehrend war“, so Lerch, der Abpfiff in Hoffenheim war dann schon „eine Erlösung für uns alle.“ In der Kabine haben die Spielerinnen „mit dem einen oder anderen Bier angestoßen. Aber insgesamt habe ich gespürt, dass sie einfach nur erschöpft sind. Es ist Freude und Erleichterung da. Aber im Moment fühlen wir uns etwas leer, weil die Anspannung langsam abfällt. Ich glaube, die Euphorie wird irgendwann in den nächsten Tagen kommen.“

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