21. Januar 2022 / 13:36 Uhr

Frauen-Bundesliga: Ausgliederung aus dem DFB abgewendet - Klubs streben Professionalisierung an

Frauen-Bundesliga: Ausgliederung aus dem DFB abgewendet - Klubs streben Professionalisierung an

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Ausgliederung der Frauenfußball-Bundesliga aus dem DFB ist vorerst vom Tisch.
Die Ausgliederung der Frauenfußball-Bundesliga aus dem DFB ist vorerst vom Tisch. © IMAGO / Jan Huebner (Montage)
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Die Frauenfußball-Bundesliga wird vorerst nicht aus dem Deutschen Fußball-Bund ausgegliedert. Das teilte der Verband am Freitag mit. Die Vereine streben nun einen Änderungsantrag an, um eine nachhaltige Professionalisierung unter dem Dach des DFB zu gewährleisten.

Eine Ausgliederung der Frauen-Bundesliga aus dem DFB ist zumindest vorerst vom Tisch. Die Vereine der 1. und 2. Liga streben mit einem Änderungsantrag eine nachhaltige Professionalisierung für ihre Ligen unter dem Dach des Deutschen Fußball-Bundes an, teilte der Verband am Freitag in Frankfurt/Main mit. Um mehr Aufmerksamkeit für den Frauenfußball zu erhalten und ihn besser zu vermarkten, hatte es einen entsprechenden Antrag des Landesverbandes Rheinland für den DFB-Bundestag am 11. März gegeben.

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In Abstimmung mit den Vereinen beider Spielklassen bereite der Ausschuss Frauen-Bundesligen nun einen entsprechenden Änderungsantrag vor, so der DFB. Ziel sei eine schnelle und nachhaltige Entwicklung der beiden höchsten deutschen Frauen-Spielklassen.

Ex-DFB-Präsident Zwanziger Befürworter einer Profiliga unter einem eigenen Dach

Der Fußballverband Rheinland (FVR) hatte im vergangen Jahr einen entsprechenden Antrag für den Bundestag gestellt. Für eine Profiliga unter einem eigenen Dach machte sich auch der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger stark. Die 36 Männer-Profiklubs sind schon lange nicht mehr beim DFB, sondern bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) organisiert.

Die Frauen-Bundesliga nahm 1990 - damals in zwei Staffeln zu je zehn Mannschaften - ihren Spielbetrieb auf. In der Saison 2018/2019, bevor die Corona-Pandemie sich verbreitete, hatte die Spielklasse im Durchschnitt nicht einmal 1000 Besucher pro Spiel.

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