12. April 2019 / 18:42 Uhr

Frauenfußball-Bundesliga: Für den VfL Wolfsburg sind Patzer verboten!

Frauenfußball-Bundesliga: Für den VfL Wolfsburg sind Patzer verboten!

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Der VfL (l. Pia Wolter) tritt am Sonntag bei Bayern Leverkusen
Der VfL (l. Pia Wolter) tritt am Sonntag bei Bayern Leverkusen © Boris Baschin
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Am Sonntag um 14 Uhr gastieren die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg zum Liga-Duell bei Bayer Leverkusen. Bei nur fünf verbleibenden Bundesliga-Partien darf sich der Titelverteidiger keinen Patzer mehr erlauben, denn Verfolger Bayern München ist dem VfL weiterhin auf den Fersen.

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Wolfsburg und Bayern liefern sich in der Frauen-Bundesliga ein Kopf-an-Kopf-Rennen: beide Vereine sind mit 44 Zählern punktgleich, der VfL darf aufgrund des besseren Torverhältnisses von der Tabellenspitze grüßen. Das Restprogramm beider Mannschaften hat es in sich, einen Patzer darf man sich nicht erlauben. "Wir haben noch große Herausforderungen vor uns. Ich würde also jetzt nicht sagen, dass wir einen Vorteil haben", so VfL-Coach Stephan Lerch vor dem Spiel am Sonntag bei Bayer Leverkusen. Denn: "Ich denke, beide Teams sind in der Lage, die letzten Spiele alle zu gewinnen." Und dann "gehe es letztendlich ums Torverhältnis." Vor allem, wenn man bedenkt, dass Bayern am letzten Spieltag zu den am Tabellenende abgeschlagenen Gladbacherinnen muss, die in dieser Saison bereits acht Mal (!) fünf oder mehr Gegentore in einem Spiel kassierten.

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Das Restprogramm bis zum 12. Mai ©
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Mit der SGS Essen haben die Münchnerinnen am Wochenende "eine Mannschaft vor sich, die in der Lage ist, Punkte zu nehmen. Das haben wir ja selber schon erlebt. Aber darauf verlasse ich mich nicht. Bayern war sehr stabil bis zu unserem Spiel. Jetzt können sie noch einmal eine Trotz-Reaktion zeigen, nachdem sie im Pokal ausgeschieden sind, getreu dem Motto: ´Wir wollen Wolfsburg aber jetzt noch die Meisterschale abluchsen.´" Von seiner eigenen Mannschaft verlangt Lerch für den Endspurt, torhungrig zu bleiben. Lerch: "Ich sage jetzt nicht, dass wir den Ball aus dem Tor holen müssen und direkt wieder zum Anstoßpunkt rennen, so ist das nicht. Aber ich möchte, dass wir effektiv mit unseren Chancen umgehen und jede Spielerin im Hinterkopf hat, dass das am Ende entscheidend sein kann."

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Dass der FC Bayern aufgrund der Doppelbelastung (spielen am 21. und 28. April im Champions-League-Halbfinale gegen den FC Barcelona) zu schwächeln beginnt, glaubt Lerch nicht: "Wenn man sich den Kader der Bayern anschaut, weiß man, dass dieser stark genug ist um diese Belastung wegzustecken. Darauf zu setzen, dass da irgendwelche Körner am Ende fehlen, tue ich nicht." Man habe es "letzte Saison bei uns gemerkt, Pokal- und Champions-League-Finale, dass da irgendwann mal der Akku dann leer ist, klar. Aber sollte beim FC Bayern die kommenden Wochen ein Leistungseinbruch, auch konditionell, eintreten, würde mich das sehr wundern. Der Kader ist in der Breite sehr gut aufgestellt." Zudem habe Trainer Thomas Wörle "sehr viel rotiert, was ja auch vernünftig ist."

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