01. Mai 2019 / 19:51 Uhr

Frauenfußball: Die Titelserie des VfL Wolfsburg hält, die Heldin bleibt bescheiden

Frauenfußball: Die Titelserie des VfL Wolfsburg hält, die Heldin bleibt bescheiden

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Der Pokal gehört wieder dem VfL Wolfsburg - Nilla Fischer nahm ihn in Empfang
Der Pokal gehört wieder dem VfL Wolfsburg - Nilla Fischer nahm ihn in Empfang © Federico Gambarini/dpa
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Der SC Freiburg war ein richtig starker Gegner - aber er konnte die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg nicht stoppen. Durch den Sieg im Finale des DFB-Pokals setzten die Wolfsburgerinnen eine einmalige Titelserie fort.

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Der erste von zwei Titeln ist im Kasten: Durch ein 1:0 (0:0) gegen den SC Freiburg holte der VfL Wolfsburg zum fünften Mal in Folge und zum sechsten Mal insgesamt den DFB-Pokal der Frauen. Ewa Pajor erzielte per Nachschuss den entscheidenden Treffer in Köln gegen den SC Freburg. Am Sonntag kann der VfL beim Spiel in Hoffenheim einen Spieltag vor Schluss auch die Meisterschaft unter Dach und Fach bringen und damit wie in der Vorsaison das Double holen. "Wir dürfen ein bisschen feiern und ein bisschen Spaß haben", so Finaltorschützin Pajor am AR-Mikro, "aber wir haben am Wochenende schon wieder ein wichtiges Spiel!"

Doch egal, wie das ausgeht: Schon jetzt steht fest, dass die VfL-Fußballerinnen eine sensationelle Serie fortsetzen: Im siebten Jahr hintereinander gab es für Wolfsburg immer mindestens einen der drei großen Titel: 2013 Pokal, Meisterschaft und Champions League, 2014 Meisterschaft und Champions League, 2015 Pokal, 2016 Pokal, 2017 und 2018 jeweils Pokal und Meisterschaft. Fünf Pokalsiege hat vor dem VfL nur der 1. FFC Frankfurt geschafft, zur Jahrtausendwende. "Aber das", so Ralf Kellermann, sportlicher Leiter der VfL-Frauen, "war eine andere Zeit, mittlerweile sind die Mannschaften in Deutschland viel enger zusammengerückt - von daher macht das schon stolz." In Frankfurt war damals die jetzige TV-Expertin Nia Künzer dabei. Sie lobte: "Das ist profesionelles, zielorientiertes Arbeiten in Wolfsburg!"

Finale in Köln: Die Bilder

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Zum zehnten Mal findet das Finale in Köln statt ©
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Popp: "Kampf, den wir uns so vorgestellt hatten"

Im Vorjahr hatte der VfL das Finale von Köln im Elfmeterschießen gegen den FC Bayen gewonnen - diesmal war es ähnlich knapp, auch wenn die Wolfsburgerinnen gegen Freiburg der haushohe Favorit waren. Dass der SC vor allem vor der Pause stark aufspielte, war aber keine Überraschung. VfL-Nationalspielerin Alexandra Popp: "Es war ein Kampf, den wir uns auch so vorgestellt hatten. Wir waren nicht überrascht, kannten Freiburg aus den Liga-Spielen, die können einen guten Ball spielen und haben vorn mit Klara Bühl eine schnelle undl technisch versierte Spielerin." Am Ende habe man gemerkt, dass Freiburg "Körner liegen gelassen hatte, wir hätten das 2:0 machen können." Aber: "Wir sind auch so überglücklich, dass wir den Pokal wieder mit nach Wolfsburg nehmen!"

Pajor: "Musste nur den Fuß hinhalten"

VfL-Torfrau Almuth Schult, die vor allem vor der Pause ein erstklassiger Rückhalt war, strahlte: "Wir sind total glücklich. In der ersten Halbzeit haben es uns die Freiburgerinnen wirklich schwer gemacht, haben ihre Chance gewittert." Die zweite Halbzeit sei dann souverän gewesen, "da habe ich keinen Ball halten müssen". Langeweile komme auch nach dem fünften Pokalsieg in Folge nicht auf. "Fünf Mal - das fühlt sich gut an. Und jeder Pokalsieg ist anders." Ewa Pajor wollte derweil wie fast immer nicht so gern über ihr Tor, sondern lieber über den Erfolg der Mannschaft reden: "Gewonnen, den Pokal nach Wolfsburg geholt - das war wichtig, Jeder Pokalsieg ist etwas Besonderes, darüber freue ich mich." Und der Treffer? "Pernille Harder hat gut gedribbelt und geschossen", winkte die Polin ab, "dann ging der Ball an den Pfosten und ich musste nur den Fuß hinhalten.."
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"Es ist gut, dass wir Ewa haben", lobte VfL-Trainer Stephan Lerch seine Heldin des Spiels, die auch in der Torjägerliste der Bundesliga klar vorn liegt. "Sie ist immer noch am Anfang ihrer Entwicklung, hat Tempo, Zug zum Tor, ist sehr abschlussstark - da darf man noch einiges erwarten." Zum Spiel meinte er: "Wir haben es gottseidank in der zweiten Halbzeit besser gemacht. Da sind wir wie beim Tor gut in die Zwischenräume gekommen. Da wollten wir hin - eigentlich auch schon in der ersten Halbzeit."

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