20. Juli 2017 / 18:05 Uhr

Frauenfußball: Schlechte Nachrichten aus Holland für Turbine Potsdam

Frauenfußball: Schlechte Nachrichten aus Holland für Turbine Potsdam

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Sarah Zadrazil liegt am Boden und muss behandelt werden. Sie spielte zwar weiter, erlitt aber einen Einriss am Syndesmoseband.
Sarah Zadrazil liegt am Boden und muss behandelt werden. Sie spielte zwar weiter, erlitt aber einen Einriss am Syndesmoseband. © Imago
Anzeige

Frauenfußball-Europameisterschaft: Erst ein Gruppenspieltag ist bei der EM in den Niederlanden rum - und schon sind zwei Potsdamerinnen außer Gefecht gesetzt.

Anzeige
Anzeige

Nun hat es schon die zweite Turbine-Fußballerin erwischt. Die Hiobsbotschaft von der Frauenfußball-EM in den Niederlanden kommt diesmal aus dem Lager der Österreicherinnen: Mittelfeldspielerin Sarah Zadrazil erlitt beim 1:0-Sieg gegen die Schweiz, bei der Turbine-Kapitänin Lia Wälti, Neuzugang Rahel Kiwic und Eseosa Aigbogun zum Einsatz kamen, einen Einriss am Syndesmoseband im linken Knöchel. Zuvor hatte sich schon DFB-Angreiferin Svenja Huth im ersten Gruppenspiel gegen Schweden verletzt.

Zietz: "Verletzungen gehören zum Sport"

„Das ist für uns sehr ärgerlich“, kommentiert Turbines Co-Trainerin Jennifer Zietz. „Beide sind bei uns im letzten Jahr zu festen Größen herangewachsen.“ Sie müssten die Verletzungen jetzt schnell abhaken. „Das gehört zum Sport dazu“, so Zietz. Aus Sicht des Vereins sei es jetzt wichtig, dass die Spielerinnen gestärkt aus diesen Situationen herausgehen. "Und dort bekommen sie ja auch die bestmögliche medizinische Betreuung", so die Assistentin von Chefcoach Matthias Rudolph. Der hat seinen Spielerinnen nach zweieinhalb Wochen intensiver Vorbereitung jetzt noch einmal zehn Tage frei gegeben. Auch der Trainer fährt nun, da die Sommerferien begonnen haben, erst einmal in den Urlaub. "Das ist wichtig, um auch mal den Kopf frei zu bekommen", sagt Jennifer Zietz.

Sieben Spielerinnen des Brandenburger Frauenfußball-Bundesligisten werden den Verein bei der Europameisterschaft in den Niederlanden vertreten und dort für Deutschland, Österreich und die Schweiz auflaufen.

Tabea Kemme: Die Olympiasiegerin von Rio freut sich auf ihre erste EM. Ich bin gespannt auf die Atmosphäre, sagt sie mit Vorfreude. Ich freue mich auch auf viele ehemalige Turbine-Spielerinnen, so Kemme, die auch sehr gespannt auf das direkte Duell ihrer Teamkolleginnen aus Österreich und der Schweiz ist. Zur Galerie
Tabea Kemme: Die Olympiasiegerin von Rio freut sich auf ihre erste EM. "Ich bin gespannt auf die Atmosphäre", sagt sie mit Vorfreude. "Ich freue mich auch auf viele ehemalige Turbine-Spielerinnen", so Kemme, die auch sehr gespannt auf das direkte Duell ihrer Teamkolleginnen aus Österreich und der Schweiz ist. ©
Anzeige

Sicher wird Rudolph auch im Feriendomzili aufmerksam verfolgen, wie es mit seinen Schützlingen bei der EM weitergeht. Immerhin: Svenja Huth lächelt schon wieder. „Work“ schreibt sie unter ihr Foto aus dem Schwimmbecken, das sie gestern in den sozialen Netzwerken verbreitete – „Arbeit“. Im Wasser malocht die kleine Angreiferin für ihr schnelles Turnier-Comeback. Laut den DFB-Ärzten sei das bis zu einem möglichen Halbfinale machbar. Heute Abend (20.45 Uhr) gegen Italien müssen andere die Tore schießen.

ÖFB-Coach Thalhammer bangt um Zadrazil

Sarah Zadrazil, die beim EM-Debüt ihrer Österreicherinnen den Siegtreffer vorbereitete und sich bis zum Abpfiff durchbiss, meldet: „Ich werde alles geben, um baldmöglichst wieder auf dem Platz zu stehen.“ Ein Einsatz der 24-Jährigen morgen (20.45 Uhr) gegen Frankreich ist zumindest fraglich. „Es würde sehr schmerzen, weil sie defensiv eine hervorragende Leistung gebracht hat“, schätzt ÖFB-Teamchef Dominik Thalhammer ein.

Und dann noch das: Rahel Kiwic, die Schweizer Abwehrkante, die aus Duisburg an die Havel wechselte, sah im Spiel gegen Österreich glatt Rot für eine Notbremse. Jennifer Zietz weiß: „Auch sie wird daraus lernen.“

ANZEIGE: 50% auf Trikotsatz + gratis Fußballtasche! Der Deal of the week im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Brandenburg
Sport aus aller Welt