01. April 2019 / 20:46 Uhr

Frauenfußball: So plant der VfL Wolfsburg die neue Saison

Frauenfußball: So plant der VfL Wolfsburg die neue Saison

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Nilla Fischer gehört zu den Spielerinnen, die gehen - Ralf Kellermann plant die neue Saison
Nilla Fischer gehört zu den Spielerinnen, die gehen - Ralf Kellermann plant die neue Saison © Boris Baschin
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Sechs Spielerinnen werden den Bundesliga-Kader des VfL Wolfsburg am Ende der Saison verlassen - und sechs Spielerinnen sollen kommen. Drei davon stehen schon fest.

Bevor die Frauen-Bundesliga auf die Saison-Zielgerade geht, legt sie eine Länderspielpause ein. In dieser Pause wird sich beim VfL Wolfsburg aller Voraussicht nach eine Personalie klären – Felicitas Rauch wird nach Svenja Huth der zweite Wolfsburger Neuzugang aus Potsdam für die neue Saison. Die 22-Jährige, die in Peine aufwuchs, ist Teil der Zukunftsplanung, mit der der VfL seine nationale und internationale Konkurrenzfähigkeit weiter sicherstellen will.

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Sechs Spielerinnen werden die VfL nach der Saison verlassen, bis zu sechs Neue sollen kommen. Ralf Kellermann, sportlicher Leiter der VfL-Frauen, bestätigte, dass Ella Masar, Katharina Baunach und Ersatztorfrau Mary Earps wie erwartet keine neuen Verträge bekommen. Nilla Fischer hatte ihren Abschied bereits verkündet, die 34-jährige Schwedin kehrt zum Linköpings FC zurück. Caroline Hansen hatte ein VfL-Angebot zur Vertragsverlängerung abgelehnt und steht vor einem Wechsel zum FC Barcelona. Zudem wird Meret Wittje den Verein wahrscheinlich verlassen, die Jugend-Nationalspielerin hatte in Wolfsburg nicht die erhoffte Spielpraxis bekommen und ist bei mehreren Bundesligisten im Gespräch. Alternativ könnte sie als Führungsspielerin den VfL II in der 2. Liga verstärken. Anfragen gab es auch für Anna-Lena Stolze und Joelle Wedemeyer, die aber beide beim VfL bleiben werden. „Wir gehen davon aus“, so Kellermann, „dass sich beide bei uns weiterentwickeln werden.“ Stolze kann sich zudem nach schulischer Belastung in dieser Saison (Abitur) in der kommenden Spielzeit voll auf Fußball konzentrieren.

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Neben Huth (sicher) und Rauch (wahrscheinlich) steht mit Ingrid Engen ein weiterer Neuzugang fest, die Norwegerin war bereits im Winter verpflichtet worden, spielt aber bis Sommer auf Leihbasis weiter für LSK Kvinner. Dazu kommen sollen noch eine oder besser zwei Feldspielerinnen und eine neue Ersatztorfrau, denn der VfL möchte mit vier Keeperinnen in die kommende Spielzeit gehen, Almuth Schult, Jana Burmeister und Melissa Loeck werden bleiben. Kellermann: „Bei der neuen Torfrau geht es vielleicht etwas schneller, ansonsten ist es gut möglich, dass wir weitere Neuzugänge erst nach der Saison verkünden können.“

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Insgesamt herrscht in diesem Jahr ungewöhnlich viel Bewegung vor allem auf dem internationalen Transfermarkt. Der FC Barcelona, in der Champions League jetzt Halbfinal-Gegner des FC Bayern, will sein Team in die internationale Spitze führen, hat neben Wolfsburgs Norwegerin Hansen auch Amel Majri, Stammspielerin in der Superstar-Truppe von Olympique Lyon, an der Angel. Die finanzstarken englischen Klubs schauen sich weiter auf dem Markt um, haben unter anderem ein Auge auf die deutschen Nationalspielerinnen Leonie Maier und Sara Däbritz vom FC Bayern geworfen. Mit der Freiburgerin Giulia Gwinn, an der auch Wolfsburg interessiert war, hat der FCB derweil bereits starken Offensiv-Ersatz verpflichtet.

Auch der VfL hält seit Monaten bereits die Augen offen, hat sich unter anderem mit Jackie Groenen beschäftigt. Der Vertrag der niederländischen Mittelfeldspielerin beim 1. FFC Frankfurt läuft am Saisonende aus, die 24-Jährige tendiert aber zu einem Wechsel ins Ausland.