15. April 2019 / 19:05 Uhr

Frauenfußball: VfL Wolfsburg sieht Bayern-Patzer "relativ emotionslos"

Frauenfußball: VfL Wolfsburg sieht Bayern-Patzer "relativ emotionslos"

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Der VfL Wolfsburg marschiert Richtung Meisterschaft
Der VfL Wolfsburg marschiert Richtung Meisterschaft © Roland Hermstein
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Vier Spieltage vor dem Saisonende in der Frauenfußball-Bundesliga ist der VfL Wolfsburg auf Titelkurs. Am vergangenen Wochenende verlor Verfolger Bayern München zwei wichtige Punkte. Grund für übertriebene VfL-Euphorie ist das jedoch nicht.

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Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg sind die großen Gewinnerinnen des vergangenen Spieltags in der Frauen-Bundesliga! Während die Mannschaft von Trainer Stephan Lerch einen deutlichen 5:0-Auswärtssieg in Leverkusen einfuhr, patzte Verfolger Bayern München zu Hause gegen die SGS Essen und kam nicht über ein 2:2 hinaus. Vor diesen beiden Partien war es noch ein Kopf-an-Kopf-Rennen, jetzt hat der VfL einen Puffer von zwei Punkten. „Natürlich haben wir zur Kenntnis genommen, dass Bayern unentschieden gespielt hat. Wir haben die Schlussphase noch live mitverfolgen können“, so Lerch.

Lerch: "Wollen alle Spiele gewinnen"

Er fügt aber auch hinzu: „Das war relativ emotionslos - weil wir von Spiel zu Spiel schauen. Für uns hat sich an der Situation so gesehen nichts geändert. Wir haben zwei Punkte Vorsprung und können uns ein Unentschieden theoretisch leisten, aber wir wollen alle Spiele gewinnen. So gehen wir die Aufgaben auch an.“ Mit Duisburg (Ostermontag, 13 Uhr, live auf Sport1), Sand, Hoffenheim und Potsdam habe der VfL noch Aufgaben vor sich, „die im Vergleich zu Leverkusen einen Tick schwieriger werden. Duisburg, unser nächster Gegner, ist beispielsweise immer unangenehm zu bespielen.“

VfL Wolfsburg und Bayern München - Das Restprogramm im Fernduell

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Das Restprogramm bis zum 12. Mai ©
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Auch auf das Torverhältnis schielte man vor dem Leverkusen-Spiel immer mal wieder. Lerch: „Nach dem Wochenende müssen wir nicht mehr auf die Konkurrenz schauen. Wir hatten ja die Situation, dass auch das Torverhältnis entscheiden könnte.“ Da musste man „im Hinterkopf auch die Ergebnisse der Konkurrenz im Blick haben. Jetzt ist es aber so, dass das nicht mehr sein muss. Das ist eine gute Grund-Situation für den Endspurt.“ Die Bayern müssen Mittwoch wieder ran, dann steigt das wegen der Champions League vorgezogene Liga-Spiel in Sand - und die Aussicht, zumindest für ein paar Tage Tabellenführer zu sein.

Die Stimmen nach dem Auswärtsspiel in Leverkusen

Die Stimmen 🎤 nach dem souveränen 5:0-Sieg bei Bayer 04 Leverkusen von Caroline Hansen, "Tormaschine" Ewa Pajor und Cheftrainer Stephan Lerch. 💚

Gepostet von VfL Wolfsburg Frauenfußball am Montag, 15. April 2019

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Sollte es aber dennoch auf die Tore ankommen, ist der VfL im Vorteil, hat den mit Abstand stärksten Sturm der Liga. Ewa Pajor steht nach dem Dreierpack gegen Leverkusen nun bei 22 Saisontoren, Pernille Harder folgt mit 14 auf dem zweiten Platz. Caroline Hansen ist mit 21 Vorlagen in der Liga das Nonplusultra. Gemeinsam bilden sie das gefährlichste Trio der Liga. Pajor, die in Leverkusen bereits ihren vierten Dreierpack der Saison erzielte, blieb jedoch cool: „Ich denke nicht an die Zahl der Tore, die ich erziele. Ich denke eher an die Mannschaft, mit der ich unbedingt die Meisterschaft gewinnen will.“ Sara Björk Gunnarsdottir gab der Polin einst den Spitznamen „Ewa Power“, Hansen belässt es aber einfach bei „Tormaschine“ - und lobt: „Sie kann einfach alles! Man muss einfach nur den Ball reinbringen und sie macht die Tore.“

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