21. April 2022 / 19:54 Uhr

Tod von Kolumbien-Idol: Freddy Rincón steuerte Unfallwagen laut Untersuchungen selbst

Tod von Kolumbien-Idol: Freddy Rincón steuerte Unfallwagen laut Untersuchungen selbst

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kolumbiens Fußball-Idol Freddy Rincon (links) starb an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Den Unfallwagen steuerte er nach Erkenntnissen forensischer und technischer Untersuchungen selbst.
Kolumbiens Fußball-Idol Freddy Rincon (links) starb an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Den Unfallwagen steuerte er nach Erkenntnissen forensischer und technischer Untersuchungen selbst. © IMAGO/Mary Evans/Allstar/Richard Sellers
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Das an den Folgen eines Verkehrsunfalls gestorbene kolumbianische Fußball-Idol Freddy Rincón hat den Unfallwagen selbst gesteuert. Wie die Staatsanwaltschaft Kolumbiens mitteilte, hätten forensische und technische Untersuchungen sowie Zeugenaussagen dies ergeben. Rincóns Bruder Rafael zweifelt die Angaben an.

Der an den Folgen eines Verkehrsunfalls gestorbene kolumbianische Ex-Fußball-Nationalkapitän Freddy Rincón hat den Unfallwagen selbst gesteuert. Dies hätten forensische und technische Untersuchungen sowie Zeugenaussagen ergeben, hieß es in einem Tweet der Staatsanwaltschaft Kolumbiens in der Nacht auf Donnerstag (Ortszeit). Diese Untersuchungen würden Spekulationen über mögliche andere Fahrer ausräumen. Dagegen sagte Rincóns Bruder Rafael dem Magazin Semana, der Staatsanwalt lüge. Derjenige, der gefahren sei, würde Drohungen aussprechen und Zeugen kaufen.

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Der dreimalige WM-Teilnehmer Rincón, der in Bezug auf seinen Geburtsort und seine Statur in seiner Heimat als „Koloss von Buenaventura“ verehrt wurde, war am Montag vergangener Woche bei einem Unfall im Süden der Stadt Cali verletzt und in eine Klinik gebracht worden. Trotz aller Bemühungen der Ärzte starb der 55-Jährige der Klinik zufolge am Mittwoch darauf. Der Wagen, in dem Rincón saß, war mit einem Bus zusammengestoßen.

Rincón gehörte zu der Generation herausragender Spieler, die sich mit Kolumbien dreimal hintereinander - 1990, 1994 und 1998 - für eine Weltmeisterschaft qualifizierte. Dank Rincóns Treffer im Gruppenspiel gegen den späteren Weltmeister Deutschland kam Kolumbien 1990 bei der WM weiter.

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Rincón spielte unter anderem für América de Cali, Palmeiras São Paulo und den SC Corinthians, den SSC Neapel und Real Madrid. Fast 1000 Fans und Persönlichkeiten des kolumbianischen Fußballs nahmen in Cali von ihm Abschied.