03. Juni 2021 / 10:10 Uhr

Freiwilliger Abstieg: Eintracht Ludwigslust geht in die Kreisoberliga

Freiwilliger Abstieg: Eintracht Ludwigslust geht in die Kreisoberliga

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Jacob Wickborn (am Ball) und Eintracht Ludwigslust verlassen die Landesklasse nach zwei Jahren.
Jacob Wickborn (am Ball) und Eintracht Ludwigslust verlassen die Landesklasse nach zwei Jahren. © FC Förderkader René Schneider
Anzeige

Nach zwei Jahren werden sich die Westmecklenburger von der Landesebene verabschieden. Vor allem die personelle Situation war bei Eintracht Ludwigslust ausschlaggebend.

Anzeige

Mit Eintracht Ludwigslust wird sich ein drittes Team freiwillig aus der Landesebene verabschieden. Die Westmecklenburger haben von sich aus entschieden, in die Kreisoberliga gehen zu wollen. Vor den Ludwigslustern hatten schon der VfB Pommern Löcknitz (Neustart in der Kreisliga) und SV Fortschritt Neustadt-Glewe (runter in die Kreisoberliga) angekündigt, die Option des freiwilligen Abstieges zu ziehen. Diese Möglichkeit hatte der Landesfußballverband den Vereinen nach dem pandemiebedingten Saison-Abbruch in Aussicht gestellt.

Anzeige

„Es waren zwei sehr lehrreiche Jahre für uns“, wird Eintracht-Co-Trainer Matthias Liebetrau in einem Bericht der Schweriner Volkszeitung (SVZ) zitiert. Das Team habe in der Landesklasse - mit oft angespannter Personalsituation - immer ans Leistungsmaximum gehen müssen. Häufig standen nicht mehr als zwei Wechselspieler zur Verfügung.

Das sind die wichtigsten Transfers im kommenden Sommer in MV (Stand: 30. Juli 2021):

Justus Guth (zur TSG Neustrelitz), Matej Jazvic (zum MSV Pampow) und Stefan Voß (zum SFV Nossentiner-Hütte) sind nur einige von schon mehreren Transfers im MV-Amateurfußball. Zur Galerie
Justus Guth (zur TSG Neustrelitz), Matej Jazvic (zum MSV Pampow) und Stefan Voß (zum SFV Nossentiner-Hütte) sind nur einige von schon mehreren Transfers im MV-Amateurfußball. ©

Liebetrau, der mit seinen 46 Jahren sogar einige Male selbst noch aktiv werden musste, meint gegenüber der SVZ: „Das macht in der Summe auf Landesebene keinen Sinn.“

Anstatt ein weiteres schwieriges Jahr in der Landesklasse zu erleben, machen die Ludwigsluster nun einen Rückschritt in die Kreisoberliga. Das tun sie auch, um ihre Eigengewächse aus der A-Jugend behutsam in den Männerbereich zu integrieren.

Im Sommer 2019 war Eintracht als Tabellendritter der Kreisoberliga Westmecklenburg in die Landesklasse aufgestiegen. Nach Platz 14 im ersten Jahr lagen die Ludwigsluster nach dem Ende der Spielzeit 2020/21 auf Rang zehn.