02. Mai 2021 / 13:47 Uhr

Friedhelm Funkel über Trainer-Nachfolge beim 1. FC Köln: Das spricht für Peter Stöger

Friedhelm Funkel über Trainer-Nachfolge beim 1. FC Köln: Das spricht für Peter Stöger

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Friedhelm Funkel spricht über Peter Stöger als seinen möglichen Trainer-Nachfolger beim 1. FC Köln.
Friedhelm Funkel spricht über Peter Stöger als seinen möglichen Trainer-Nachfolger beim 1. FC Köln. © IMAGO/Eduard Bopp/GEPA Pictures (Montage)
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Der 1. FC Köln sucht zur neuen Saison einen Trainer. Friedhelm Funkel wird seinen Dienst bei den Rheinländern nach Ablauf der Spielzeit quittieren. Der heiß gehandelte Kandidat Peter Stöger ist für den aktuellen Coach eine durchaus sinnvolle Option.

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Die künftige Besetzung des Trainer-Postens ist beim 1. FC Köln ein Dauerthema. Der akut abstiegsgefährdete Bundesliga-16. muss zur kommenden Saison einen Ersatz für Friedhelm Funkel finden, der im April für den entlassenen Markus Gisdol übernommen, bereits in dem Zuge aber sein bis zum Saisonende begrenztes Engagement betont hatte. Peter Stöger gilt als ein heißer Kandidat auf die Nachfolge des 67-jährigen Routiniers – für Funkel eine durchaus sinnvolle Option. "Peter passt mit seinem Wiener Schmäh sehr gut zum FC und zu Köln", sagte der Köln-Coach gegenüber dem Express. "Warum sollte es nicht noch einmal funktionieren?"

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Ursprünglich hatte Köln-Geschäftsführer Horst Heldt am Sonntag ein persönliches Gespräch mit Stöger führen wollen, um ein etwaiges Interesse an einer Zusammenarbeit auszuloten. Aufgrund eines positiven Corona-Tests bei Stöger konnte dies aber nicht in der geplanten Form stattfinden. Stattdessen wollen sich beide Seiten am Sonntag virtuell austauschen und dabei konkreter werden. "Ich höre mir das alles gerne an. Die Bedingungen müssen natürlich stimmen - auch im Falle eines Abstiegs. Wir hoffen natürlich alle, dass der FC in der Bundesliga bleibt. Derzeit sieht es ja ganz gut aus. Schauen wir mal, was die Gespräche ergeben", sagte Stöger dem Kölner Stadtanzeiger.

Für Stöger spricht dessen frühere Amtszeit bei den Kölnern, aus welcher er das Umfeld bereits kennt. "Er hatte einen sehr guten Draht zu den Verantwortlichen, das ist extrem wichtig", so Funkel über den derzeitigen Coach von Austria Wien. Seine dortige Tätigkeit wird Stöger zum Saisonende beenden. Zwischen 2013 und 2017 hatte Stöger die sportlichen Geschicke des Klubs geleitet und den Verein während seiner Amtszeit aus der 2. Bundesliga ins Oberhaus geführt. Auch einen Abstieg erlebte er mit den Kölnern. "Peter hat in der Zweiten Liga angefangen und hat die Mannschaft formen können. Als das dann in die Brüche ging, war auch das Verhältnis innerhalb der Mannschaft ein anderes und der Klub hat die Erfolgsspur verlassen", erklärte Funkel das Stöger-Ende in Köln.

Die Vergangenheit spielt aus Funkels Sicht jedoch eine untergeordnete Rolle. Stattdessen solle sich die Köln-Führung um Sportchef Heldt bei der Trainer-Suche mit der aktuellen Lage des Vereins auseinandersetzen. "Wichtig ist, dass man bei solchen Geschichten nicht in Erinnerungen schwelgt, das wäre ein fataler Fehler. Das Jetzt ist entscheidend. Man sollte nicht zurückblicken, sondern sich für einen Trainer entscheiden, der zur aktuellen Situation passt, und diesen mit aller Macht unterstützen", befand Funkel. Neben Stöger werden in Köln die Namen von Steffen Baumgart (SC Paderborn, zum Saisonende ablösefrei) und Thorsten Fink (aktuell vereinslos) gehandelt.