19. Januar 2021 / 12:59 Uhr

Bezahlte Pflege von Curtius-Eintrag: Wikipedia verlangt Aufklärung vom DFB

Bezahlte Pflege von Curtius-Eintrag: Wikipedia verlangt Aufklärung vom DFB

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der Wikipedia-Eintrag von DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius sorgt für Unmut.
Der Wikipedia-Eintrag von DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius sorgt für Unmut. © Getty Images (Montage)
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Dass der DFB für die Erstellung und die Pflege des Wikipedia-Eintrags von Generalsekretär Friedrich Curtius bezahlte, sorgt für Aufregung. Nun forderte der deutsche Vorstand der Online-Enzyklopädie in der Sache Aufklärung vom Fußball-Verband.

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Die Online-Enzyklopädie Wikipedia verlangt vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) Aufklärung über eine möglicherweise bezahlte Erstellung des Eintrags über dessen Generalsekretär Friedrich Curtius. "Mit fairem Sportsgeist hat das nichts zu tun. Der DFB muss jetzt klar Stellung beziehen, ob und wie es zu der Beauftragung kommen konnte", sagte der Geschäftsführende Vorstand von Wikipedia Deutschland, Abraham Taherivand, der Frankfurter Rundschau.

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Hintergrund ist, dass der DFB einen externen Dienstleister beauftragt haben soll, den Wikipedia-Eintrag von Curtius zu bearbeiten. Laut Spiegel soll der Verband dafür 2019 einen Vertrag mit einem Beratungsunternehmen geschlossen haben. Der DFB bestätigte der Frankfurter Rundschau, dass der Auftrag "bereits im Oktober 2020" beendet wurde.

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Wikipedia kennzeichnet Curtius-Eintrag mit Warnung

"Das Paid Editing, also die bezahlte Erstellung oder Überarbeitung von Artikeln, steht im Widerspruch zur Idee ehrenamtlicher Mitarbeit und ist nur unter Einhaltung strenger Auflagen geduldet", sagte Taherivand. Und weiter: "Insbesondere wurde eine mögliche bezahlte Überarbeitung des betreffenden Artikels nicht transparent gemacht." Wikipedia hat den Eintrag zu Curtius mit einem Warnhinweis versehen. "Die Neutralität dieses Artikels oder Abschnitts ist umstritten", stand am Dienstagvormittag direkt unter dem Namen. Zudem gibt es einen Eintrag unter der Überschrift "Image-Pflege bezahlt vom DFB".