18. Februar 2021 / 15:24 Uhr

Froberg & Filmburg: Wolfsburger produzieren neues Video-Format für die FIFA

Froberg & Filmburg: Wolfsburger produzieren neues Video-Format für die FIFA

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Mit den Wolfsburgern Olaf Levin (r.) und Sven Froberg wird im neuen FIFA-Studio in Zürich das Video-Magazin Living Football produziert.
Mit den Wolfsburgern Olaf Levin (r.) und Sven Froberg wird im neuen FIFA-Studio in Zürich das Video-Magazin "Living Football" produziert. © privat / Youtube
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Die Wolfsburger Sven Froberg und Olaf Levin waren Geburtshelfer für ein neues Video-Format der FIFA. "Living Football" heißt das Magazin des Weltverbandes, Froberg hat es erdacht, Levin mit seiner Firma Filmburg produziert.

Die FIFA geht auf Sendung - mit Hilfe aus Wolfsburg. "Living Football" heißt ein neues Video-Magazin des Fußball-Weltverbandes, mit dem er für seinen Sport und natürlich auch für sich wirbt. Moderiert wird die im Zwei-Wochen-Takt geplante 40-Minuten-Sendung von Jessica Libbertz (Sky), das Konzept stammt von Sven Froberg, die Umsetzung von der Firma "Filmburg" des Wolfsburgers Olaf Levin.

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Froberg, der aus Ehmen stammt, war bis vor einem Jahr Medienchef des VfL Wolfsburg, seitdem ist der langjährige TV-Macher und Bewegtbild-Experte (Sat1, DSF, SID) freiberuflich tätig und hat seinen Lebensmittelpunkt nach München verlegt. Im vergangenen Juli bekam er einen Anruf von der FIFA - und entwickelte daraufhin die Videoshow-Idee, die direkt im Hauptquartier in Zürich produziert wird. Ins Foyer des Hauptquartiers wurde dafür ein zehn mal zehn Meter großes Studio gebaut, auch dafür entwickelte Froberg mit einem Münchner Studiobauer das Konzept.

Und er holte die "Filmburg" ins Boot. "Ich brauchte eine Produktionsfirma, die ebenso fußballbegeistert wie flexibel ist", so Froberg. Da war es naheliegend, auf VfL-Fan Levin zurückzugreifen, der auch schon mit dem Wolfsburger Fußball-Bundesligisten zusammengearbeitet hat. Schon bei der Auslosung der Klub-WM war er mit seinem Team dabei. Das neue Studio hatte bereits zuvor bei den FIFA-Awards, bei denen Robert Lewandowski zum Weltfußballer gekürt wurde, seine Premiere.

Seit dieser Woche ist nun auch die erste Folge von "Living Football" auf fifa.com und dem FIFA-Youtube-Kanal zu sehen. Mit zehn Leuten - vom Tonmann bis zum Regisseur, darunter Angestellte und Freelancer - war die Filmburg-Crew dafür von Wolfsburg nach Zürich gereist, die redaktionelle Leitung lag bei Froberg. Die Nachbearbeitung - etwa das Einpflegen der Untertitel in den vier FIFA-Sprachen Deutsch, Spanisch, Französisch und Englisch - erfolgte am Wolfsburger Köhlerberg, wo die "Filmburg" ihren Sitz hat. "Wir haben da rund 1,5 Terabyte Video-Daten verarbeitet", erzählt Levin, "das waren für mich vier 14-Stunden-Tage..."

In der ersten Living-Football-Folge gibt es unter anderem Interviews mit Ex-Spanien-Star Xavi und dem ehemaligen Bundesliga-Spielmacher Ciriaco Sforza. "Mit diesem Format", so Froberg, "wollen wir aktuelle Themen besetzen und die Sicht der FIFA auf den Fußball in der Welt vermitteln." Und: "Das Bewegtbild-Archiv der FIFA ist das wahrscheinlich größte seiner Art weltweit, das wollen wir nutzen." Dass der Weltverband in den vergangenen Jahren alles andere als unumstritten war, ist Froberg bewusst. "Auch darum wollen wir die Arbeit der FIFA und ihre Unterstützung für die Mitgliedsverbände weltweit sichtbar machen."

Für Levin und seine Mitarbeiter war die Arbeit in Zürich ein spezielles Erlebnis. "Die meisten von uns sind Fußball-Fans. Wenn man dann in den heiligen Hallen der FIFA arbeiten darf, ist das etwas ganz Besonderes. Da ist das Adrenalin-Level schon anders als sonst. Aber es hat es alles gut geklappt." Für die kommenden Folgen wird die FIFA voraussichtlich immer wieder mit verschiedenen Produktionsfirmen zusammenarbeiten. "Wir hoffen", so Levin, "dass wir dann auch mal wieder dabei sind."


Froberg bleibt der FIFA vorerst erhalten, reist alle zwei Wochen für ein bis zwei Tage in die Schweiz - und freut sich darüber, dass das Studio im FIFA-Foyer nach anfänglicher Skepsis mittlerweile in allen Abteilungen dort gut ankommt. "Wir haben schon weitere Ideen und Anfragen", berichtet er, "die E-Sportler bei der FIFA beispielsweise wollen das auch nutzen. Wenn wir mit diesem Studio die Idee von Präsident Gianni Infantino unterstützen können, transparenter zu werden, dann ist das für alle eine gute Sache."