15. Oktober 2020 / 13:26 Uhr

Frohburg empfängt Naunhof, Döbelner SC zu Gast in Pegau

Frohburg empfängt Naunhof, Döbelner SC zu Gast in Pegau

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Symbolbild
Auch an diesem Wochenende rollt der Ball wieder - der 8. Spieltag in der Kreisoberliga steht an. © dpa
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Nachdem der Roßweiner SV gegen Ostrau die ersten Federn lassen mussten, will man in Deutzen wieder dreifach Punkten. Auch der VfB Leisnig muss auswärts ran: Bei Chemie Böhlen.

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Muldental. In der Fußball-Kreisoberliga der Männer wird am kommenden Wochenende bereits der 8. Spieltag abgearbeitet, die Spreu könnte sich also noch deutlicher vom Weizen trennen. Ob die Austragung der einen oder anderen Begegnung wegen des Dauerregens der vergangenen Tage ins Wanken gerät, bleibt freilich abzuwarten. Denn keiner der Gastgeber verfügt über einen Kunstrasen, bei drei Ansetzungen könnte theoretisch allerdings kurzfristig das Heimrecht getauscht werden. Ganz einfach weil der Terminplan wegen des recht späten Saisonstarts und des 17er-Feldes eng gestrickt ist.

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Emsig am Stricken war jüngst der BSV Einheit Frohburg (3.), welcher mit dem überzeugenden 3:0-Erfolg über Tresenwald Machern der Personalnot getrotzt und sich aufs Tabellen-Treppchen katapultiert hat. Gegen den SV Naunhof (4.) wollen die Rennstädter - welche mit nur vier Gegentreffern aktuell die beste Abwehr der Liga stellen - im dritten Heimspiel am Stück den Aufwärtstrend fortsetzen. Vereinschef Andre Spranger würde ein 2:1 wie im Pokal-Halbfinale am 04. Juli völlig genügen: „Das war damals ein harter Fight, wir wissen also was uns erwartet. Dennoch sind wir favorisiert, auch wenn es in der Tabelle nicht so deutlich aussieht. Wir wollen unbedingt den vierten Sieg in Folge einfahren. Bei Naunhof fallen mit Große und Alexandropolos zwar eminent wichtige Leute aus, aber mit Routiniers wie Kanitz und Beyer haben sie definitiv gleichwertigen Ersatz. Wenn man die aufgrund ihres Alters unterschätzt, guckt man ganz schnell dumm aus der Wäsche. Bei uns fehlt mit Domenic Zein und Philipp Jacob weiterhin das etatmäßige Offensivduo, doch mit dem zu alter Form auflaufenden Christian Geißler haben wir einen Klasse-Stürmer in der Hinterhand. 12 oder 13 fitte Spieler werden das Beste aus der Sache machen.“ Eine sicherlich wieder stattliche Kulisse im Werner-Seelenbinder-Stadion könnte auch schon der 12. oder 13. Mann sein.

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Gar nicht auszudenken, wenn es damals in Großsteinberg keine Nachspielzeit gegeben hätte. Dann wäre Aufsteiger TuS Pegau (5.) nämlich noch ungeschlagen. Aber auch so haben die Elsterstädter das mit reichlich Fan-Unterstützung errungene und letztlich gerechte 2:2 in Naunhof sehr gern mitgenommen. Trainer Mike Hartleib: „Wir sind in der ersten Halbzeit taktisch an gewisse Grenzen gestoßen. Zur Pause haben wir umgestellt und eine bärenstarke zweite Hälfte hingelegt. Ohne den Platzverweis gewinnen wir das Ding wahrscheinlich sogar.“ Auch im Premieren-Duell mit dem Döbelner SC (7.) haben die Blau-Gelben keinen Grund, ihr Licht unter den Scheffel zu stellen. Hartleib ist vorsichtig optimistisch: „Wir sind voll fokussiert, wollen das Ding gewinnen, uns nicht mit einem Punkt zufrieden geben. Doch Döbeln ist eine Wundertüte, die haben viele junge Leute, das ist Respekt angebracht. Allerdings bin ich überzeugt davon, dass wir dagegen halten können. Die Truppe ist in den vergangenen Monaten auch durch zahlreiche personelle Ausfälle noch weiter zusammen gewachsen.“ Steve Bachmann kann sich auf der „Großen Reitbahn“ nach der roten Karte in der „Clade“ auf seine Rolle als Assistenzcoach konzentrieren.

Auf jeden Fall war es ein Pflichtsieg, den der SV Chemie Böhlen (13.) beim 3:2 gegen Geithain eingefahren hat. Über die Art und Weise allerdings deckte Spielertrainer Toni Röder zunächst weitestgehend den Mantel des Schweigens. Mit einigem Abstand sitzt die Zunge ein wenig lockerer: „Nach einer 3:0-Führung darf es nicht passieren, dass ein schwacher Gegner plötzlich Morgenluft wittert. Darüber werden wir beim Abschlusstraining sprechen müssen.“ Wohl wissend, dass seine Mannschaft beim zuletzt in Bennewitz (Achtung Quervergleich – dort verloren die Chemiker 1:4) mit 1:0 erfolgreichem VfB Leisnig (8.) einige Schippen drauf packen sollte: „Denn ein Punkt ist Pflicht. Hinten sicher stehen ist die Voraussetzung, vorne geht immer etwas.“ Personell sieht Röder sein Team für die Aufgabe in der Otto-Schuricht-Sportstätte gewappnet.


Hat der SV Blau-Weiß Deutzen (15.) das Gewinnen tatsächlich verlernt? Nach der 0:2-Niederlage in Döbeln (Coach Rolf Tröger: „Willkommen im Abstiegskampf!“) drängt sich diese Frage erneut auf. Sie müssen eine schnelle Antwort finden – die Kicker von der Adria, welche gegen den souveränen Klassenprimus Roßweiner SV (büßte beim 2:2 gegen Ostrau die ersten Punkte ein) jedoch vor einer noch höheren Hürde stehen dürften. Tröger verrät, mit welcher Marschroute sein Team als krasser Außenseiter für eine Überraschung sorgen könnte: „So lange wie möglich die Null halten. Das geht aber nur ohne krasse Abwehrfehler, für die zuletzt immer wieder sofort bestraft worden sind. Und auch ohne etatmäßigen Stürmer darf man seine klaren Torchancen nutzen, was wir früher im Schlaf gemacht haben. Natürlich wird es gegen Roßwein brutal schwierig, alles andere als ein Erfolg des Spitzenreiters wäre eine Sensation. Wenn die Jungs alles geben und es reicht trotzdem nicht, wird ihnen keiner den Kopf abreißen.“ Der verletzte Sandy Eisert („Er fehlt an allen Ecken und Enden.“), der im Urlaub weilende Michael Hanowski und der wegen einer Nasen-OP ausfallende Keeper Martin Steinecke („Seinen Vertreter Marco Patzer trifft an unserer Misere allerdings keine Schuld.“) werden in der heimischen Glück-Auf-Sportstätte nicht auf dem Rasen stehen können. Ob es beim angeschlagenen Christopher Schröder für einen Einsatz reicht, ist fraglich.

Die anderen Paarungen der 8. Runde lauten wie folgt: SV Ostrau (2.) gegen SV Klinga-Ammelshain (12.), TSV Burkartshain (10.) gegen SV Blau-Weiß Bennewitz (9.), SC Partheland (16.) gegen BC Hartha (14.) und TSV Großsteinberg (6.) gegen SV Tresenwald Machern (11.). Schlusslicht FSV Alemannia Geithain hat frei.